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Endlich selbstständig: Wie findet man nun den richtigen Unternehmensnamen?
Endlich selbstständig! Kein Hamsterrad mehr in irgendeiner Kanzlei, Firma oder Agentur. Endlich kann und muss man seine eigenen Ideen und Vorstellungen planen und umsetzen. Da kommt dann auch ganz schnell die Frage auf: Auf welchen Namen soll das eigene, neue Unternehmen eigentlich getauft werden? Und schon geht das Überlegen los. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich teilsweise Tag und Nacht darüber gebrütet habe, wie mein Unternehmen heißen soll. Das Gehirn arbeitet ununterbrochen, und das Bewusstsein saugt alles auf, was ihm in den Wege kommt bzw. was sich in der näheren Umwelt abspielt. Den richtigen Namen zu finden ist in der Tat gar nicht so einfach. Daher habe ich nachfolgend mal ein paar Kriterien gesammelt, die ein Unternehmensname idealerweise erfüllen sollte:
1. Einzigartig, gut zu merken und phonetisch klar und eindeutig
Ihr neuer Unternehmensname sollte individuell sein und im Gedächtnis hängen bleiben. Er sollte nicht zu lange sein und phonetisch unproblematisch. Ein Beispiel für ein eher ungünstiges Wort aus dem Englischen: Lead. Das Wort “Lead” hat so viele unterschiedliche Bedeutungen, dass für den Hörer bei der ersten Begegnung mit dem Namen schwer zu erkennen ist (selbst in Verbindung mit einem weiteren Wort), was mit Lead nun gemeint ist. Hat das Unternehmen etwa was mit Rohstoffen zu tun, da Lead = Blei? Hat es eher etwas mit dem Wort “führen” zu tun? Oder steht es für den Kundenkontakt im weitesten Sinne, dem Lead, welcher sehr häufig im Marketingjargon vorkommt. Eine weitere zusätzliche Hürde: Schließen Sie nun die Augen, sprechen Sie das Wort “Lead” aus, und stellen Sie sich vor das Wort würde gerade in einem Radiospot genannt werden? Wie würden Sie es schreiben? Vermutlich würden Sie aus dem “Lead” das “Lied” machen und die Konfusion wäre perfekt. Sehr schnell müsste man feststellen, dass dieses Wort wohl eher ungünstig ist und nicht in die nähere Auswahl genommen werden sollte, da von der Bedeutung und Phonetik zu schwammig. Sie würden die Öffentlichkeit und speziell Ihre Zielgruppen womöglich nur unnötig verwirren. Und genau das soll eben nicht geschehen.
2. Eigener Name vs. Phantasiename
In diesem Zusammenhang lauten zwei ganz wichtige Fragen: Wer wird langfristig meine Zielgruppe sein und wie möchte ich nach außen wirken? Eher persönlich, mit mir als Mensch im Vordergrund oder soll das Unternehmen eher größer und mehr als reine Marke nach außen wirken? Einer der Vorteile Ihres eigenen Namens liegt auf der Hand: Mit relativ großer Wahrscheinlichkeit ist er unverwechselbar und einzigartig, und er wird direkt mit Ihnen und Ihrem Unternehmen assoziiert. In einem kleineren räumlichen Umfeld ist es speziell zu Beginn gut möglich, dass sich die Menschen Ihren Namen besser merken können als einen Phantasienamen. Jedoch sollte sich das mit der Zeit angleichen und keineswegs davon abschrecken über einen ansprechenden Phantasienamen nachzudenken. Ein klarer Vorteil des eigenen Namens ist mit Sicherheit die Persönlichkeit und Menschlichkeit, die damit ausgestrahlt wird. Ein Phantasiename kann da am Anfang nur schwer mithalten und muss durch die richtige Corporate Identity und das passende Corporate Design überzeugen. Hierzu zählen Bilder, Farben, Claim, Design und Sprache. Wenn Sie ausnahmslos in einem kleinen Umfeld arbeiten werden und unter Umständen auch viel mit Einzelpersonen zu tun haben, bietet sich der eigene Name auf jeden Fall an. Sollten Sie aber bereits zu Anfang wissen, dass Sie überregional oder sogar international Geschäfte machen werden und sich innerhalb einer modernen Branche bewegen kann es durchaus sinnvoll sein nach einem Phantasienamen für Ihr Unternehmen Ausschau zu halten. Jedoch sollen diese Hinweise nicht als Allgemeinregel, sondern eher als zusätzlichen Filter, betrachtet werden. Wenn ich meine Kunden bei der Namensfindung berate muss als erstes die Meinung des Kunden angehört werden. Was will er? Wie möchte er von seiner Umwelt gesehen werden? Was soll verkörpert werden? Usw. Die Markenberatung bzw. Namensfindung läuft am Ende immer völlig individuell ab.
3. Ausbaufähig für die Zukunft
Wenn Sie darüber nachdenken, was der richtige Name für Sie und Ihr und Ihr Unternehmen sein könnte, sollten Sie sich auch darüber im Klaren sein, ob sich Ihre Produkte und Leistungen langfristig unter Umständen verändern könnten oder nicht. Wenn Sie Ihr Unternehmen beispielsweise “Bananenplantage Europa” taufen wäre es schwer zu vermitteln, wenn Sie plötzlich auch im Weinanbau in Südafrika tätig wären. Daher sollte man darauf achten, dass der Name nicht von Vornherein zu sehr einschränkt und man noch einen gewissen Spielraum für Ergänzungen hat. Fragen Sie sich auch, ob das Kernwort der Unternehmung durch unterschiedliche Vor- bzw. Nachsilben ergänzt werden kann. Nehmen Sie das allseits bekannte Beispiel “Coca-Cola”. Die weltweit bekannte Marke bringt immer wieder neue Produkte an den Markt und ergänzt das eigene Brand dann einfach gerne durch einfache und leicht verständliche Zusätze wie “Light”oder “Zero”.
4. Geschäftsfeld erwähnen – ja oder nein?
Es ist von Vorteil, wenn Ihr neuer Unternehmensname das Geschäft, was Sie betreiben, erklärt. Beispielsweise sagt der Name “Müller” nichts aus. Es könnte sich um alles und nichts drehen. Fügt man nun aber noch die Worte “Marketing Consulting” hinzu wird die Sache klar und es bedarf keinen weiteren Erklärungen. Achten Sie also darauf, dass der zukünftige Name einen Sinn ergibt und Außenstehende sich schnell und einfach ein Bild von Ihrem Angebot machen können.
5. Markenrechtlich in “trockenen Tüchern”
Bevor Sie sich für einen Namen entscheiden müssen Sie sichergehen, dass es rechtlich keine Problem geben kann, denn das kann im Falle von Verletzung des Markenrechts unangenehm und teuer werden. Daher müssen Sie entweder selbst prüfen oder von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, ob Ihr Wunschname bereits als eingetragene Marke existiert oder nicht. Für diesen Zweck ist eine ausgiebige Recherche auf der Website des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) unumgänglich. Hier lassen sich außerdem noch Links zu internationalen Behörden finden, die das Thema Markenschutz international abdecken. Da dieses Thema ein sehr sensibles ist, sollten Sie dieses dementsprechend ernst nehmen und auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen. Im schlimmsten Falle droht Ihnen ansonsten eine nachträgliche Umbenennung Ihres Unternehmens. Und das kann dann richtig teuer werden – finanziell wie auch zeitlich.
6. Die passende Domain muss frei sein
Ist Ihr Wunschname nach ausgiebiger Recherche noch zu haben müssen Sie vor der Eintragung beim DPMA noch einen weiteren Punkt beachten: den Domainnamen. Denn wenn kein passender Domainname verfügbar ist, bringt Ihnen der beste Unternehmensname nicht viel. Daher parallel zu den Namensideen, die Sie sammeln gleich prüfen, ob diese als Webadresse zu haben sind oder nicht. Um dies zu prüfen besuchen Sie einfachhalber die Website der Registrierungsstelle für alle Domains unterhalb der Top Level Domain .de – kurz – denic genannt. Sofern Sie auch internationale Domains erwerben möchten, sollten Sie parallel auch diese auf Verfügbarkeit prüfen. Hierbei kann es hilfreich sein, eine der Websites der großen Webhoster oder Domainanbieter als “Prüfstelle” zu verwenden. Beispiele hierfür wären Strato oder United Domains.
Abschließend noch ein Tipp:
Mir persönlich hat es immer sehr geholfen meine Favoritenliste an Namen mit Familie, Freunden und Bekannten zu teilen, indem ich eine kleine Onlinebefragung zu den unterschiedlichen Namen durchgeführt habe. Dies kann man kostenlos und einfach über Anbieter wie Surveymonkey machen. für diesen Zweck habe ich meine persönlichen 10 Favoriten ausgewählt und Fragen zu Assoziationen, Gefallen, Phonetik etc. gestellt. Anhand der Umfrageergebnisse kann man dann recht schnell feststellen, ob man mit seinem Favoriten auf der richtigen Spur ist oder womöglich vollends auf dem Holzweg ist. Nichts desto trotz sollte solch einer Umfrage nicht zu viel an Gewicht verliehen werden. Sie soll lediglich aufzeigen, ob die persönlichen Vorstellungen und Assoziationen mit der Mehrzahl der Menschen übereinstimmt. Denn am Ende muss Ihnen in erster Linie einmal selbst der neue Name zusagen, denn Sie sind es, der in Zukunft mit voller Überzeugung hinter der Marke mit allem was dazugehört, stehen muss. Und das soll schließlich Freude bereiten.
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Verkäufe steigern durch gute Texte – Fallbeispiel: E-Commerce
Liebe Leser,
immer noch wird bei Unternehmen zu gerne beim Thema Texten gespart, sei es für die firmeneigene Website, die neue Imagebroschüre oder professionelle Pressemitteilungen. Daher spricht mir die Fallstudie in der neuesten Ausgabe der Internet World Business (Ausgabe 6/10) aus der Seele. Es lohnt sich eben doch, wenn man ein paar Euros in einen guten Texter investiert. Was macht denn aber in der Praxis tatsächlich gute und auch erfolgreiche (ertragbringende) Texte aus – speziell im Bereich E-Commerce? Nachfolgend ein paar Tipps, die unter anderem auch von Heike Häfele, Beraterin bei der Aexea GmbH in Stuttgart, gegeben werden:
1. Analyse der Zielgruppe: Was sind die Bedürfnisse? Welche Altersstruktur weist die Zielgruppe auf? Wie könnte die Sprache (Keywords) an die Zielgruppe angepasst werden?
2. Den Consumer Benefit herausstellen: Auf welche Produktvorteile schlägt die Zielgruppe unter Umständen an? Was sind hierfür die relevanten Schlüsselwörter? Was sind die Alleinstellungsmerkmale (USP) des jeweiligen Produkts?
3. Emotionen wecken: Den Nerv der Zielgruppe mit bildhaften und emotionalen Texten treffen. Das jeweilige Produkt so weit wie möglich spannend und einzigartig darstellen.
4. Die Produktqualität betonen: Je teurer ein Produkt desto mehr sollte bei den Texten auf die Attribute Qualität und Sicherheit eingegangen werden. Testimonials beziehungsweise Kundenstimmen können hierbei einen äußerst positiven Effekt haben.
5. An die Suchmaschinen denken: Trotz aller Schönheit und Eleganz, die Texte besitzen sollten, darf auf keinen Fall das Thema Suchmaschinenoptimierung vernachlässigt werden. Achten Sie deshalb darauf, dass der wichtigste Teil des Textes idealerweise am Anfang und nicht am Ende steht. Suchmaschinen bewerten die Relevanz der Texte vertikal, also von oben nach unten. Finden Sie eine gute Balance zwischen der nötigen Qualität der Texte (heterogene Texte) und der nötigen Keyworddichte (wie oft kommt welches Wort innerhalb eines Textes vor), welche für die Suchmaschinenoptimierung von entscheidender Bedeutung ist.
6. Kurz und knackig: Achten Sie darauf, dass Texte nicht unnötig lang sind, sondern konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche – in kurzen und klaren Hauptsätzen. Vermeiden Sie verschachtelte Sätze und lange Textpassagen.
Wenn Sie diese Tipps verinnerlichen sind Sie einem erfolgreichen und suchmaschinenoptimierten Text schon sehr nah, und der Kunde sowie Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken!
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