Webshop
Wie man mit seinem eigenen Webshop in den Internet-Handel einsteigen kann
Liebe Leser,
ein Gastartikel von Joana Karger von twago.de zum Thema Open-Source-Lösungen auf dem Feld der Onlineshops. Hier gibt es bereits einige nennenswerte Softwarelösungen, die nicht nur kostenlos sind, sondern inzwischen auch einiges zu bieten haben. Nachfolgend geht Joana detaillierter auf das Thema ein. Viel Spaß beim Lesen!
Ob Schuhe, Werbeartikel oder Möbel – Internet-Shopping wird immer beliebter, umfangreicher und dazu noch einfacher. Bequem kann man von jedem Standpunkt dieser Erde den gewünschten Artikel suchen, finden, anschauen und bestellen. Es sind keine Shopping-Eskapaden mehr notwendig; man kann in aller Ruhe den Artikel unter die Lupe nehmen. Darüber hinaus wird das Produkt direkt in die Wohnung geliefert. Ein weiterer Bonuspunkt ist die Bewertungsmöglichkeit. Dadurch können Qualität, Tragekomfort und Beschaffenheit subjektiv von Kunden bewertet werden, damit potenzielle Kunden danach entscheiden können, welchen Bewertungen sie selbst folgen und ob sie das Produkt letztendlich kaufen möchten. Diesen Vorteil machen sich immer mehr Online-Unternehmen zunutze.
Unternehmen aller Branchen nehmen dafür die Möglichkeiten der Open-Source Webshop-Lösungen in Anspruch. Damit wird es den Unternehmen erleichtert, schnell, effektiv sowie kunden- und gewinnorientiert zu handeln.
Was sind die Vorteile der Open-Source Webshop-Lösungen?
Zunächst ist die Webshop-Software für jedermann zugänglich; sie können also von den Webseiten der Anbieter heruntergeladen werden. Darüber hinaus haben alle Open-Source Lösungen eines gemeinsam: sie haben viele Funktionen, die den Aufbau und die Pflege eines Webshops vereinfachen. Zwei der größten Anbieter sind Magento und osCommerce – wobei Magento das neuere der zwei Produkte auf dem Markt ist. Die integrierten Funktionen ermöglichen es dem Nutzer, Kunden besser betreuen zu können, die Verkaufsprozesse dokumentieren und analysieren zu können, mit Marketingmaßnahmen und – werkzeugen versorgt zu werden und vieles mehr. Dabei jedoch keine Lagerkosten unterhalten zu müssen.
Weiterhin können die Shopssysteme aufgrund ihrer modularen Struktur ständig erweitert und verbessert werden. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten für Design und Funktionen können beliebig variiert werden. Bei Magento trennt ein Template-System den Inhalt von dem Design; das vereinfacht die separate Bearbeitung der beiden Teilbereiche erheblich. Der Hersteller von Magento ist Varien. Das Unternehmen unterstützt die Open-Source-Lösung finanziell. OsCommerce besticht durch seine gute Performance bei einer Vielzahl von Produkten und die einfache Bearbeitung bei Nutzung in einem komplexen Shopumfeld.
Wo ist also der Haken an der Sache?
Magento weist aufgrund der hohen Hardware-Anforderungen einen hohen Optimierungs-Aufwand auf. Dazu kommt die sehr komplexe Programmierung eigener Module. Magento hat darüber hinaus einen zwei bis dreimal so hohen TCO (=Total Cost of Ownership) als osCommerce. Mit Hilfe des TCO kann man neben den Anschaffungskosten auch die Kosten der Nutzung, Wartung, Energiekosten etc.erfassen. OsCommerce hingegen versorgt seine User nicht sehr regelmäßig mit Informationen. Ein Template-System, das Inhalt vom Design trennt, kann erst im Nachhinein installiert werden.
Der Schlüssel zum Erfolg
Da die Nachteile lediglich die Programmierung betreffen, ist die Umsetzung der Webshop-Ideen stark von den individuellen Kenntnissen der Programmiersprachen abhängig. Spezielle Wünsche für Webshops sind nur mit ausreichendem Wissen in PHP, HTML etc. realisierbar. Um nicht in der Masse zu versinken, ist es jedoch ratsam, über die Grenzen eines standardisierten Webshops hinauszugehen und einen individuellen Webshop erstellen zu lassen. Denn nichts schreckt Kunden mehr ab als einen unprofessionell hochgezogenen Webshop. Doch auch dazu kann man dank Internet-Plattformen im Internet fündig werden.
Ist der Webshop erst einmal erstellt, sind die Pflege und die Organisation einfach zu handhaben und sorgen für einen schnellen und unkomplizierten Einstieg ins E-Commerce. Nach der Entwicklung kann das Augenmerk auf den Dreh- und Angelpunkt gelenkt werden – den Vertrieb.
Viel Erfolg und viel Spaß beim Gestalten und Ausprobieren.
Joana Karger, twago.de
Amazon legt Händlern “faules” Ei ins Osternest
Laut einem Bericht in der neuesten Ausgabe der Internet World Business plant Amazon Änderungen bei der Preisstruktur für Händler. Diese sieht in der Zukunft vor, dass Händler ihre Angebote über den Amazon-Marketplace entweder genauso günstig oder günstiger als über andere Vertriebskanäle anbieten müssen. Hierzu zählt auch der eigene Webshop eines Verkäufers. Die einzige Ausnahme sind stationäre Ladengeschäfte. Amazon rechnet durch diesen Schritt offenbar mit einem Kunden- und Umsatzzuwachs. Ob das tatsächlich so sein wird bleibt abzuwarten, denn laut einer Umfrage des Marketplace-Mitbewerbers Hitwise wollen 45 Prozent der 100 befragten Händler ihre Angebote reduzieren oder sogar löschen.
Na dann mal frohe Ostern, Amazon!
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