Unternehmensgründung
Geschäftskonto – was müssen Existenzgründer beachten?
Lieber Leser,
heute geht es in einem Gastbeitrag um das spannende Thema “Geschäftskonto – was müssen Existenzgründer beachten?”. Der Autor Oliver Schulz ist Betreiber des Finanzportals www.girokonto-news.de, welches unter anderem kostenlose Girokonten vergleicht.
Viel Spaß bei der Lektüre!
Sie sind Existenzgründer und benötigen ein Konto? Sehr schnell werden Sie fest stellen, dass Banken unterscheiden zwischen privaten Konten und Geschäftskonten. Worauf Sie achten müssen erfahren Sie hier:
1. Welche Bank
Die Wahl der richtigen Bank ist entscheidend. Nehmen Sie sich also Zeit gut zu vergleichen. Dafür hat jede Bank eine Abteilung im Existenzgründerbereich. Dort finden Sie in jedem Fall Ihren Ansprechpartner. Für qualitative Informationen sollten Sie zum Banktermin einen Geschäftsplan dabei haben. So können Sie sich von jeder Bank gleich im Vorfeld verschiedene Kontomodelle anschauen, je nachdem wie die zu erwartenden Transaktionen auf Ihrem Geschäftskonto laufen.
Grob zusammen gefasst sollten Sie also:
- Einen Geschäftsplan erstellen
- Termine mit der Abteilung für Existenzgründer vereinbaren
- Mehrere Banken miteinander vergleichen
2. Konditionen
Konto ist nicht gleich Konto. Zahlen Sie nur für Zahlungsausgänge oder auch für Zahlungseingänge eine Gebühr? Wie hoch ist die Grundgebühr?
Gibt es verschiedene Kosten für In- und Auslandsüberweisungen? Wie sieht es mit dem Kontokorrentkredit aus? Fragen und Fragen auf die nur Ihre Bank eine Antwort weiß. Damit Sie möglichst viele Antworten kennen sollten Sie auch die Geschäftskonto-Konditionen vergleichen. Die wichtigsten Punkte dabei sind:
- Monatliche Grundgebühr
- Transaktionskosten
- Kontokorrentkredit
- Überziehungszinsen (in den Kontokorrentkredit hinein)
- Duldungszinsen (außerhalb des Kontokorrentkredites)
- Guthabenszinsen
3. Das Kleingedruckte
Wie bei jedem Vertrag müssen Sie auch beim Geschäftskonto auf das Kleingedruckte achten. Sie zahlen keine Transaktionsgebühren? Prima. Was Sie im Kleingedruckten überlesen haben ist, dass dafür mindestens 15.000 € monatlich eingehen müssen. Achten Sie beim Kleingedruckten also auf:
- Kündigungsfristen
- Kopplung von Gebührenerlass, -ersparnis an Mindesteingang
- Abschlussgebühren
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Informationen auf verweisende Websites als informativ und seriös erachtet werden. Eine Vollständigkeit bzw. Richtigkeit kann von Seiten des Kwerdenkers allerdings nicht garantiert werden.
Kwerdenker-Buchempfehlung für Existenzgründer: “keine große sache”
Liebe Leser,
heute gibt es eine Buchempfehlung in Sachen Existenzgründung: “keine große sache”. Geschrieben wurde das Werk von Vanessa Kullmann, der Gründerin von Balzac Coffee, die 1998 ihren ersten kleinen Coffee Shop in Hamburg eröffnete und inzwischen mehr als 30 Filialen aufgebaut hat.
In ihrem Buch gibt sie einen wunderbaren Einblick, wie die Idee für Balzac Coffee entstand, wie sie der Umsetzung Stück für Stück näher kam, welche Hürden und Schwierigkeiten bestanden und wie sie letztendlich an ihrem Ziel – ihrem eigenen Coffee Shop – angekommen ist.
Vanessa Kullmann beschreibt sehr gut, was ein Existenzgründer bzw. Unternehmer für das Dasein als Selbstständiger alles mitbringen sollte. Ich habe einige Punkte aus ihrem Buch aufgegriffen und durch meine persönlichen Erfahrungen ergänzt.
- Eine Geschäftsidee, von der der jeweilige Existenzgründer absolut überzeugt ist und es ihm auch gelingt andere davon zu überzeugen
- Motivation bis zum Abwinken: Auch wenn es mal Frust gibt, sei es aufgrund von Rückschlägen, der deutschen Bürokratie, Streitereien oder sonstigen Hürden
- Geduld und Ausdauer: Nicht selten muss ein Unternehmer speziell in der Gründungsphase sehr viel und hart arbeiten, da Prozesse einfach noch nicht richtig eingespielt sind, Produkte noch nicht zu 100 Prozent ausgereift sind oder schlichtweg gewisse Dinge noch nicht fertig sind. Geduld ist eine Tugend und was lange währt wird endlich gut!
- Durchsetzungsvermögen: Nicht selten wird man gerade zu Beginn, wenn die Erfahrung noch fehlt, gerne mal als Greenhorn betrachtet, nicht ganz ernst genommen und belächelt. Im schlimmsten Fall sogar bei einem Geschäft über den Tisch gezogen. Da heißt es manchmal die Ellbogen ausfahren. Nicht unfair werden, aber doch zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt, voll bei der Sache ist und auch mal Nein sagen kann, wenn es sein muss
- Gelassenheit entwickeln und sich Pausen gönnen: Es funktioniert nicht, dass man wie ein Irrer und Gehetzter durch die Welt geht und gleichzeitig noch gute Laune und Freude versprüht. Deshalb ist es ganz eintscheidend, dass man sich zwischendurch auch Pausen gönnt. Pause bedeutet, wirklich mal abzuschalten und unter Umständen auch einfach mal gar nichts tun – die Seele baumeln lassen. Es bringt nichts, wenn man 24 Stunden am Tag ausschließlich an das Unternehmen denkt. Auf die Dauer winkt das Burn Out-Syndrom. Motivationslosigkeit und Ausgelaugtheit werden die Folge sein. Darum kann ich nur empfehlen: wenn nicht irgendwelche ganz dringende Projekte oder Aufgaben auf dem Tisch liegen, einfach mal etwas früher Feierabend machen und den Rest des Tages “bewusst” mit der Familie oder in einem sonstigen ruhenden Umfeld genießen. Das wirkt Wunder, und die Arbeit macht am nächsten Tag doppelt Spaß!
- Immer das Ziel vor Augen haben: Ohne Ziele geht es nicht. Wer keine Ziele hat wird durch die Welt irren und nichts erreichen können. Eine sinnvolle Methode ist es ein oder mehrere langfristige Ziele zu definieren und diese auch niederzuschrieben. Dann hat man diese Ziele schwarz auf weiß vor sich liegen und kann, wenn die Energie mal wieder etwas im Keller ist, das Blatt Papier mit den definierten Zielen aus der Schublade holen und sich der Ziele wieder voll und ganz bewusst werden. Um das langfristige Ziel erreichen zu können bedarf es allerdings kleinerer Etappenziele, die man ebenfalls aufschreiben sollte. Diese helfen einem dabei in kleinen Schritten dem großen Ziel immer näher zu kommen
Das Buch “keine große sache” ist absolut empfehlenswert, ganz egal ob man gerade mit dem Gedanken der Selbstständigkeit oder Existenzgründung spielt oder nicht. Das Buch ist informativ und zugleich persönlich, da Vanessa Kullmann ihre persönlichen Erfahrungen dem Leser sehr gut näherbringt. In gewisser Weise fiebert man ihrem großen Ziel gemeinsam mit ihr regelrecht entgegen, um dann am Ende doch erstaunt darüber zu sein, was ein Mensch in der Lage ist zu erschaffen, wenngleich vielleicht niemand außer dieser Person an das große Ziel geglaubt hat.
Vanessa Kullmann hat es zweifellos geschafft. Nein, mehr als das. Ich denke, sie hat es sogar weit übertroffen!
Chapeau, Vanessa!
Jetzt meine Frage an Euch, liebe Leser:
Die oben genannten Punkte sind nur ein paar ausgewählte, derer sich jeder Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer bewusst sein sollte, um von Anfang an erfolgreich sein zu können. Die Liste könnte noch deutlich länger ausfallen. Was sind Eure Erfahrungen mit dem Thema Existenzgründung bzw. der Selbstständigkeit? Was ist Eurer Meinung nach darüber hinaus entscheidend für eine erfolgreiche Selbstständigkeit? Lasst mich und den Rest der Leserschaft wissen, was Eure Gedanken hierzu sind. Ich bin gespannt!
Kurz erklärt: Businessplan
Liebe Leser,
heute geht es um das spannende Thema Businessplan und alles was dazu gehört – im Schnelldurchlauf.
Viel Spaß beim Lesen!
Ein Businessplan (engl. business plan) ist nicht anderes als ein anderer Ausdruck für Geschäftsplan, welcher eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens darstellt. Hierzu zählen Ziele, Strategie und Maßnahmen etc. Die Zusammenfassung besteht in der Regel aus Informationen zu:
Geschäftsidee und dem Hintergrund dazu, Aufbau und Struktur der Unternehmung, dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung, Geschäftsinhabern oder Geschäftsführern, Partnern und Kooperationen, Marketing und Vertrieb, Zielgruppen, Marktstruktur und Wettbewerbsanalyse, Personalplanung, SWOT-Analyse, Meilensteine und – ganz wichtig – Finanzteil mit Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan und Finanzierungsplan.
Speziell die Anforderungen beim Aufbau des Finanzteils variieren von Bank zu Bank und hängen obendrein auch stark von dem Umfang der neuen Unternehmung ab. Deshalb sollte bereits im Vorfeld in einem Gespräch mit der Hausbank oder einer anderen Bank geklärt werden, was im konkreten Fall gefordert wird.
Wann brauche ich solch einen Businessplan?
Eigentlich immer, wenn man eine neue Unternehmung gründen will. Zum einen hilft es dem Existenzgründer ungemein dabei sich über seine eigenen Ideen, Visionen und Vorstellungen klar zu werden, wenn er sie schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Er erkennt sehr schnell, wo es noch Lücken oder Verbesserungsbedarf gibt. Zum anderen braucht er solch einen Businessplan, wenn er seine Geschäftsidee nach außen verkaufen möchte um bei Banken, Investoren, Business Angels, Bürgen oder sonstigen Insitutionen und Personen vorsprechen zu dürfen, um beispielsweise Kredite oder Investorkapital zu beantragen.
Ein Businessplan sollte nie als ein starres Gebilde betrachtet werden, welches man einmal schreibt und dann in die Ecke gelegt wird. Ganz im Gegenteil: Ein Businessplan ist ein sehr dynamisches Dokument, welches sich mit der Zeit immer wieder verändert und weiterentwickelt. Insbesondere der Finanzteil ist ein ungemein hilfreiches Werkzeug um Ziele, Budgets und Umsatz- und Ertragsprognosen im Auge zu behalten. So kann man jederzeit feststellen, ob man richtig kalkuliert hat und ob sich die ursprünglichen Prognosen bewahrheiten oder nicht. Wenn man feststellt, dass man nicht mehr auf dem richtigen Weg ist muss man entsprechende Maßnahmen ergreifen um wieder in die Spur zu kommen.
Daher rate ich jedem Existenzgründer auf jeden Fall einen Businessplan zu schreiben. Ganz egal ob Fremdkapital benötigt wird oder nicht. Am Besten sollte man vorab kurz bei der Hausbank und zwei weiteren Bankinstituten oder Sparkassen nachhaken. Diese geben gerne Auskunft dazu und geben normalerweise auch Informationsmaterialien raus, welche Tipps zum Aufbau des Businessplans geben. Darüber hinaus ist es sinnvoll mit der nächsten IHK (Industrie- und Handelskammer) zu sprechen, welche ebenfalls hilfreiche Tipps geben. Wer sich überhaupt kein Bild davon machen kann, wie solch ein Businessplan anzufertigen ist sollte darüber nachdenken, einen Gründungsberater anzusprechen, die darauf spezialisiert sind Existenzgründern beim Umternehmensaufbau zu helfen. Hierzu können ebenfalls die Industrie- und Handelskammern Auskunft geben.
Der Kwerdenker selbst wird in den nächsten Wochen eine Mastervorlage für einen Businessplan anfertigen, welche über den Blog bestellt oder heruntergeladen werden kann. Ich halte Euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer vorab aber schon Antworten auf Fragen braucht, kann gerne eine PN an info@kwerdenker-blog.de senden.
Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte
Liebe Leser,
heute geht es mit einer neuen Serie – besser gesagt – der ersten Serie innerhalb des Kwerdenker-Blogs los: Das Thema: “Meine Geschäftsidee”. Wir gehen also gleich in die Vollen. Die Serie soll angehenden Existenzgründern ein paar wichtige Hinweise und Tipps geben, was zu welcher Zeit beim Gründen zu beachten ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Serie.
5 Schritte zu einer erfolgreichen Vorbereitung einer neuen Geschäftsidee:
1. Sprechen Sie über Ihre Geschäftsidee – aber mit den passenden Ansprechpartnern
Eine Idee für eine neue geschäftliche Herausforderung muss reifen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand die “ultimative” Geschäftsidee morgens am Frühstückstisch hatte, die er dann 1:1 umsetzte. Eher ist es so, dass man eine Idee hat und diese dann nach und nach weiterentwickelt. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, in der man seine Idee durchaus erst mal für sich behalten sollte. Denn nicht selten stößt man schon relativ schnell auf gewisse Grenzen, die die Idee zu einer Schnapsidee werden lassen, die man wieder in der Schublade verschwinden lässt. Oder aber die ursprüngliche Idee entwickelt sich zu einer wirklich guten und “ausgereiften” Idee. Wenn sich erste Konturen entwickeln, macht es Sinn die richtigen Ansprechpartner in den neuen Schlachtplan einzuweihen. Aber woher weiß man, wer die richtigen Ansprechpartner sind?
Zu den richtigen Ansprechpartnern zählen Menschen, die unter Umständen selbst Unternehmer sind oder waren und Erfahrung mit solchen Situationen haben. Leute, die einen besser kennen als andere und bei denen man weiß, dass sie nicht gleich zu allem “Ja” und “Amen” sagen. Personen, die offen und optimistisch, gleichzeitig aber realistisch sind. Mit negativen Menschen kommt man speziell in solch einer Situation nicht weit, denn das zarte Pflänzchen, die Idee, muss erst mal genug Kraft entwickeln, um zu wachsen, bevor sie gleich eins auf die Mütze bekommt. Idealerweise sollte man obendrein noch mit Menschen sprechen, die im Bereich Existenzgründung aktiv sind. Hierzu zählen die freundlichen Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammern (kurz: IHK), mit denen man ohne Weiteres ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren kann, in dem die Geschäftsidee nähergebracht wird. Darüber hinaus ist es durchaus zu empfehlen, mit einem Existenzgründer-Coach zu sprechen, welcher unter anderem über die jeweilige IHK vermittelt werden kann und täglich mit Existenzgründern zu tun hat. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie für Ihr Vorhaben eine Finanzspritze benötigen werden, sollten Sie auch gleich ein erstes “Orientierungsgespräch” mit dem Bankberater Ihrer Hausbank führen. Dieser kann Ihnen dann gleich erste Tipps und Informationen geben, die Sie für das weitere Vorgehen benötigen, beispielsweise Informationen zu Businessplan und Fördermöglichkeiten.
Sollten Sie in dieser Phase doch an den oder anderen Kritiker oder Pessimisten geraten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Planen Sie sorgfältig einen Schritt nach dem anderen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
2. Geben Sie sich und Ihrer Geschäftsidee ausreichend Zeit
Setzen Sie sich zeitlich betrachtet ambitionierte Ziele, aber setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Denn das Letzte, was Sie gleich von Beginn an brauchen können sind Zeitdruck und fehlende Lockerheit.
Zugegebenermaßen ist es alles andere als einfach einen Zeitstrahl zu setzen und zu wissen im Monat x gehen die Vorbereitungen zur neuen Geschäftsidee los, und im Monat Y sind Sie schon mitten drin im Geschäft. Machen Sie sich nichts vor, und bleiben Sie realistisch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich gerne ambitionierte Zeitziele setzt, die dann doch wieder nicht eingehalten werden. Das muss nicht immer an einem selbst liegen, ist man doch immer wieder auch von anderen Menschen und Dienstleistern abhängig. Beispielsweise hat der Grafikdesigner gerade so viel um die Ohren, dass er das neue Logo und die neuen Visitenkarten und Briefpapiere nicht wie geplant gestalten konnte. Der Programmierer konnte noch nicht mit der Umsetzung der neuen Website beginnen, da er erst mal die Design- und Layoutvorgaben des Grafik- oder Webdesigners braucht. Und das Schreiben des Businessplans dauert am Ende doch länger als gedacht, weil man bei dem ein oder anderen Thema auf unerwartete Probleme oder Ungereimtheiten stößt.
Diese Kette lässt sich vermutlich unendlich lange fortsetzen.
Daher mein Tipp: Planen Sie grundsätzlich bei all Ihren Vorbereitungen einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Ob Sie nun einen Monat früher oder später an den Markt gehen, spielt nur in den wenigsten Fällen eine gravierende Rolle. Nehmen Sie sich lieber ein paar Tage mehr Zeit als dass Sie am Ende mit überhasteten Aktionen und daraus resultierenden Fehlern unter Umständen mehr Zeit vergeuden als mit einer “ruhigen Hand”.
3. Bauen Sie ein fruchtbares Netzwerk auf
Nicht selten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, ob man ein gutes und fruchtbares Netzwerk besitzt. Daher sollte diesem Punkt eine äußerst hohe Gewichtung beigemessen werden. Und das von Beginn an. Weihen Sie frühzeitig eventuelle Geschäftspartner und Kollegen in Ihre Idee ein und stecken Sie die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ab. Dies wird Ihnen (Planungs-)Sicherheit geben und, sofern es die Strukturen hergeben, gleichzeitig weitere Kundengewinnungs- und Vertriebskanäle schaffen, die speziell am Anfang, wenn unter Umständen noch kein eigener Kundenstamm besteht, Gold wert sein können.
Kontaktieren Sie lokal oder regional ansässige Business- und Marketingclubs, und wählen Sie die für Sie passenden aus. Über solche Clubs wird sich Ihr Netzwerk, Ihr Knowhow (durch den Austausch mit Gleichgesinnten sowie regelmäßige Fachvorträge) und hoffentlich auch Ihr Kundenstamm nach und nach mehr aufstocken.
Halten Sie in Business- und sozialen Netzwerken Ausschau nach passenden Gruppen und Personen und verbinden Sie sich mit diesen. Nicht selten entstehen hierdurch weitere gewinnbringende Verknüpfungen. Hierzu zählen zum Beispiel XING und LinkedIn.
4. Schreiben Sie auf jeden Fall einen Businessplan
Viele glauben, ein Businessplan sei nur dann sinnvoll, wenn man bei Geldgebern – sprich Banken, Investoren oder Business Angels – vorsprechen und die Geschäftsidee präsentieren muss. Nach meiner Erfahrung sollte man das aber davon abgekoppelt betrachten. Ein Businessplan ist das Regiebuch für den zukünftigen Spielfilm “Meine Geschäftsidee”, das alle Facetten von der Vision, über den Marketingmix und Zielgruppen bis zur Finanzplanung enthält. Je mehr der Entrepreneur sich in seine Idee hineindenken und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ausformulieren muss, desto präziser und erfolgsversprechender wird die Umsetzung aussehen. Man wird Sie nachts um 3 Uhr aus dem Schlaf reißen können und Sie werden Ihre Vision in wenigen Worten messerscharf und klar auf den Punkt bringen und jede erdenkliche Frage zu Ihrem Vorhaben beantworten können. Das funktioniert allerdings erst, wenn Sie Ihre Geschäftsidee von vorne bis hinten verinnerlicht haben.
Dieses Verinnerlichen hat noch einen weiteren Pluspunkt. Indem Sie sich so intensiv mit der ganzen Thematik auseinandersetzen werden Sie mehr und mehr an Selbstsicherheit und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln. Genau die richtigen Zutaten für ein erfolgreiches Start-up!
5. Bauen Sie eine innere Stärke auf, und behalten Sie Ihr großes Ziel im Auge
Ob man es glauben mag oder nicht. Ich bin davon überzeugt, dass aller Erfolg oder Misserfolg in erster Linie von dem Inneren eines Menschen in die Wege geleitet wird. Gehe ich beispielsweise mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe heran werde ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit zufriedenstellend meistern. Gehe ich hingegen mit Skepsis oder gar Zweifel an eine Sache heran ist ein Misserfolg oder sind zumindest Hürden zu erwarten. Daher kann ich nur empfehlen gleich von Anfang an mit einer positiven und optimistischen inneren Einstellung das Thema Existenzgründung anzugehen. Es ist ganz entscheidend, dass Sie an sich, Ihre Fähigkeiten und natürlich Ihre Geschäftsidee glauben. Denn wer sonst, wenn nicht Sie, soll aus Ihrem zukünftigen Unternehmen einen Erfolg machen? Lassen Sie sich durch Rückschläge oder übermäßige Kritik nicht aus der Ruhe bringen. Dass auf Ihrem Weg Steine liegen würden war anzunehmen oder zumindest nicht auszuschließen. Aber ein Stein ist nur so groß, wie man es selbst zulässt. Konzentrieren Sie sich auf Ihr großes Ziel – Ihre Geschäftsidee – und verinnerlichen Sie sich dieses immer wieder. Lesen Sie ruhig mehrmals Ihren Businessplan durch, denn er enthält all Ihre Gedanken und Visionen, die Sie in der Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihr neues Büro ausgestattet sein wird und genießen Sie den Ausblick aus Ihren neuen Räumlichkeiten. Spüren Sie, wie es sich anfühlen wird, wenn Ihnen die ersten Kunden gegenübersitzen und Ihr Angebot unterschreiben werden. Stellen Sie sich vor, wie die Verkaufszahlen Ihrer Produkte von Tag zu Tag steigen werden, und spüren Sie die damit einhergehende Zufriedenheit in Ihnen aufkeimen. Solche Methoden helfen einem auf wunderbare Weise die eigenen Ziele – speziell natürlich das große Ziel – die Geschäftsidee – nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig eine innere Gelassenheit und Stärke zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründungsvorbereitung darstellen.
Können Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Ziele im Moment „fühlen“? Probieren Sie es mal aus – es funktioniert!
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