Kundenakquise

Interview mit Julia Brötz: Existenzgründerin im Bereich “Virtuelle Assistenz”

Interview mit Julia Brötz: Existenzgründerin im Bereich “Virtuelle Assistenz”

Liebe Leser,

heute darf ich Euch ein Interview mit Julia Brötz, Gründerin und Inhaberin von “FreeDays” präsentieren. Bei FreeDays handelt es sich um eine Serviceplattform auf dem Feld der “Virtuellen Assistenz”. Ein wirklich spannendes Feld, das auch in Deutschland mehr und mehr an Aufmerksamkeit gewinnt. Der Trend geht immer mehr zum Thema “Outsourcing” und das Integrieren von Dienstleistern auf Projektbasis. Zudem werden mehr und mehr Routineaufgaben an Dritte weitergegeben, um mehr Zeit für die wesentlichen Dinge im Unternehmen zu finden, sei es die Kundenbetreuung, die Kundenakquise oder das schlankere Projektmanagement.

So viel vorab zum Thema “Virtuelle Assistenz“. Nun übergebe ich das Wort aber an Julia. Sie wird mit Sicherheit noch mehr zu dem Thema “Virtuelle Assistenz” zu erzählen haben. Julia, los geht’s! 


Julia, stell’ Dich doch bitte kurz den Lesern des Kwerdenker-Blogs vor.

Mein Name ist Julia Brötz. Ich bin 24 Jahre alt und Inhaberin und Gründerin von FreeDays, einem Service von virtuellen Assistenten. Wir unterstützen in den Bereichen Assistenz, Vertrieb, Marketing, Texte und Design.

Wie bist Du auf die Idee von FreeDays gekommen? Purer Zufall oder von langer Hand geplant?

Wie alles zu FreeDays kam, da war Zufall wirklich ein ganz großer Teil. Ich habe vor ca. einem Jahr das Buch “Die 4-Stunden Woche” gelesen und bin damals das erste Mal auf den Begriff „virtuelle Assistenz“ gestoßen. Danach habe ich recherchiert und viele Beiträge von Unternehmern gefunden, die sich darüber austauschen, warum es so was in der Art noch nicht in Deutschland gibt. Interessant, dachte ich. Die Idee war geboren. Es zogen jedoch noch einige Monate ins Land. Irgendwann fand ich – auch wieder mehr oder weniger durch Zufall – meinen ersten Kunden aus dem Bereich Internetmarketing und es begann eine tolle Zusammenarbeit.
Das Thema der virtuellen Assistenz kam sehr gut an, denn es gibt sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen, die keine Assistentin haben und trotzdem Unterstützung brauchen. Ich machte also den Schritt und gründete FreeDays zum 1. Mai 2010. Zurzeit haben wir Kunden angefangen von Ein-Mann Betrieben, über Mittelständler bis zu einem großen Konzern, der auch die Vorteile der virtuellen Assistenz bei personellen Engpässen entdeckt hat.
Angefangen hat es mit Assistenz, doch von großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Themen Marketing, Social Media, Texte und Design.

Was ist die Vision, die hinter FreeDays steht, und wie viele Menschen stehen dahinter?

Die Vision, die hinter dem Konzept steht, ist ein ganz neues Lifestyle Design. Arbeiten von jedem Ort der Welt aus, eine Zusammenarbeit mit Menschen über den Globus verteilt, fast so als säße man zusammen im Büro. Das Internet, Skype, E-Mail und Filesharing machen es möglich.
Und für unsere Kunden die Vision am Strand zu sitzen, während virtuelle Assistenten sich um die Administration kümmern.
Es muss nicht unbedingt der Strand sein. Was viel wichtiger ist, ist dass der Unternehmer wieder Zeit für das Wesentliche haben soll, sei es sein Hobby, seine Familie oder das Reisen. Und natürlich für den weiteren Aufbau und das Voranbringen seines Geschäfts.

Wo liegt der Schwerpunkt Eures Angebots? Was macht es so „schmackhaft“?

Unser Schwerpunkt liegt neben Assistenz, bei Recherchen, beim Marketing, bei Social Media, Linkaufbau und Traffic und ein ganz wichtiges Thema ist auch der Bereich Texte. Für alles im Internet benötigt man gute Texte, um mit Worten zu überzeugen. Jedoch ist nicht jeder Unternehmer ein guter Texter, da helfen wir weiter und finden die passenden Worte, jedoch gerne außergewöhnlich, um uns von dem üblichen Marketing-”Bla-Bla” abzuheben. Und für die Umsetzung des Designs haben wir erfahrene Grafiker.

Unser Angebot ist deshalb so schmackhaft, weil der Kunde von uns alles aus einer Hand bekommt. Er hat einen Ansprechpartner. In vielen Fällen bin das noch ich, in Zukunft wird der Kunde einen Projektmanager haben, der sein konkreter Ansprechpartner in allen Belangen ist und der die Aktivitäten koordiniert. Wir unterstützen in einem vielfältigen Spektrum, von Telefonservice angefangen, über anspruchsvolle Recherchen, gute Texte und die Logoerstellung – um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Unsere Preisstruktur ist klar und einfach. Wir arbeiten mit einem Zeiterfassungssystem, was unserer Berechnungsgrundlage dient. Der Kunde kann uns buchen, wenn Arbeit da ist, geht darüber hinaus jedoch keine weiteren Verpflichtungen ein.

Kommen wir zu dem Thema Existenzgründung: Was gab bei Dir persönlich den Ausschlag dafür, und wo siehst Du für einen Existenzgründer die größten Hürden zu Beginn einer Unternehmung?

Ich bin in die Selbstständigkeit irgendwie so reingeschlittert, es war gar nicht konkret geplant. Ich habe lange vorher nie mit dem Gedanken gespielt mich einmal selbstständig zu machen. Und heute: Heute frage ich mich, warum ich das nicht schon vor Jahren getan habe. Für mich ist es beruflich gesehen das größte Glück. Ich stehe jeden Morgen mit einer großen Portion Motivation auf. Ich weiß, wofür ich arbeite. Es macht mir jeden Tag Freude mein Business weiter voranzubringen. Es macht unheimlich viel Spaß sich in die vielen unterschiedlichen Themen einzuarbeiten, die man als Unternehmer wissen sollte. Und ich genieße den regelmäßigen Kontakt mit meinen Kunden wie auch mit meinen Mitarbeitern.
Die größte Hürde war sicher der Entschluss FreeDays zu gründen. Nach der Gründung habe ich alle Hürden nicht mehr als Hürden gesehen, sondern vielmehr als tägliche Herausforderung.

Was muss ein Existenzgründer mitbringen, um langfristig erfolgreich sein zu können? Nenne bitte drei Eigenschaften, die Deiner Meinung nach unabdingbar sind.

  • Selbstmotivation
  • Der Glaube an die eigene Idee
  • Kundenorientiertes Handeln

Wie gewinnst Du neue Kunden? Betreibst Du aktiv Marketing? Wenn ja, wie?

Ich nutze natürlich auch selbst die Möglichkeiten von Social Media und Internetmarketing. Gerade da wir virtuell arbeiten passt das sehr gut. Über Xing habe ich tolle Kontakte geknüpft. Mittlerweile läuft auch schon sehr viel über Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda. Allgemein ist das Thema virtuelle Assistenz in Deutschland doch noch recht unbekannt, und daher ist es ganz wichtig, diese neue Art und Weise der Zusammenarbeit auch grundsätzlich bekannter zu machen.

Wie wichtig ist Deine Website, um neue Kunden zu gewinnen und zu binden?

Für FreeDays ist die Website natürlich die erste Visitenkarte, daher ausgesprochen wichtig. Wir machen einiges im Social Media Bereich, um die eigene Website bekannter zu machen und den Traffic zu erhöhen.

Seit wann gibt es FreeDays nun bereits, und wo kann man Dich/Euch das Jahr über antreffen (Messen, Events etc.)?

FreeDays gibt es seit 1. Mai 2010. Man trifft mich auf Netzwerkveranstaltungen, sowie Messen. Gerade auch Existenzgründermessen sind für die nächsten Monate geplant auch die aktive Teilnahme. Darüber hinaus schaue ich immer wieder nach Möglichkeiten, wo man Vorträge zu dem neuen Lifestyle Design des ortsunabhängigen Arbeiten und natürlich zu Officemanagement halten kann.

Wie sehen Deine kurzfristigen und langfristigen Ziele mit FreeDays aus? Wo siehst Du Dich und FreeDays in 10 Jahren?

Mein kurzfristiges Ziel ist alle Projekte über unsere Website abzuwickeln. Es wird in naher Zukunft eine Möglichkeit des Kunden-Logins geben. Der Kunde hat zusätzlich zu der Option eine E-Mail zu schicken oder bei uns anzurufen die Möglichkeit seine Projekte direkt auf der Website einzustellen. Die Projekte werden dem Teamleiter zugewiesen, welcher die virtuellen Assistenten koordiniert. Der Kunde kann sich jederzeit einloggen und den genauen Status der Projekte sehen.
Mein großes Ziel ist es im Moment erstmal FreeDays in Deutschland bekannt zu machen. FreeDays soll eine Marke werden, die man kennt. Eine ist eine neue Möglichkeit für Unternehmen kurzfristig Personal zu beschaffen und gleichzeitig Unternehmer in ihrem Alltag zu entlasten.
In zehn Jahren strebe ich eine große Plattform mit Kunden aus aller Welt und Assistenten aus aller Welt an. Die Zeit für virtuelle Assistenz ist gekommen, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ist es an der Zeit neue moderne Wege zu gehen, und jede technische Entwicklung bringt uns diesem Ziel ein bisschen näher.

Julia, ich danke Dir für dieses nette und informative Gespräch.

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil II

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil II

Liebe Leser,

heute folgt Teil 2 aus der Serie “Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler”.

Im ersten Teil bin ich auf die Herausforderungen “Startschuss”, “Kundenakquise”, “Disziplin”, “Ausdauer”, “Einsamkeit” und einige mehr eingegangen. Nun folgt der zweite Teil, und dieses Mal geht es um die Themen “Frustbewältigung” und “Lockerheit”.

Frust bzw. Frustbewältigung – Worte, die bei den meisten wohl nicht wirklich viele positive Assoziationen auslösen. Speziell wenn es um den Aufbau der eigenen Selbstständigkeit geht möchte man genau diese Worte – Frust und Frustbewältigung – nicht hören. Aber sehen wir den Tatsachen einfach mal ins Auge. Vermutlich jeder Selbstständige wird einmal an den Punkt kommen, wo Frust angesagt ist. Vielleicht weil er zu wenige Kunden hat und sich zu Tode langweilt. Oder aber genau das Gegenteil: der Selbstständige hat so viel zu tun, dass er im wahrsten Sinne des Wortes für nichts anderes mehr Zeit bzw. die Muse hat, sei es das Hobby, die Liebste oder die Familie. Ein anderer Grund für Frust könnte sein, dass die Geschäftspartnerschaft nicht so funkioniert, wie man sich das zu Beginn vorgestellt hat. Man ist sich bei wichtigen Fragen nicht einig oder ist genervt, wie der andere seine Aufgaben (nicht) erledigt.
Hier muss man etwas aufpassen und bewusst daran arbeiten, dass man den Frust “bewältigt”. Denn der Frust hat keinen positiven Einfluss auf das eigene Befinden, die eigene Arbeit oder das Umfeld. Im Endeffekt zeigt einem dieser Gemütszustand nur auf, dass man mit der derzeitigen Situation alles andere als zufrieden ist. Dann heißt es: handeln!

Aber wie?

Gute Frage! Denn der Frust sagt einem ganz klar, dass man etwas ganz Bestimmtes haben möchte und im Moment nicht hat oder haben kann. Allerdings wird einem die Brechstange vermutlich nur in den seltensten Fällen weiterhelfen. Man kann sich noch so sehr bemühen, oder besser gesagt “abmühen”, das gewünschte Ziel wird wohl nur selten erreicht. Wirklich weiterhelfen würde wohl eher, die ganze Sache etwas lockerer zu sehen. Ich weiß, das klingt so simpel, ist es aber beileibe nicht. Und trotzdem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es funktioniert. Es bringt wenig, wenn man sich in etwas hineinsteigert. Vielmehr sollte man davon loslassen. Das kann man z.B. dadurch schaffen, dass man die Sache erst mal für eine gewisse Zeit, seien es Stunden, Tage oder Wochen, auf die Seite legt und sich auf etwas anderes konzentriert. Oder einfach mal Abstand gewinnt. Sei es durch ein verlängertes Wochenende mit der Familie im Allgäu, ein Urlaub am Meer oder ein Besuch bei guten Freunden in der Heimat. All diese Dinge haben eines gemeinsam: Sie sollen uns helfen von etwas Abstand zu gewinnen. Vielleicht ein Stück weit auch abzulenken. Aber primär geht es darum zu erkennen, dass man den Frust nicht durch aufkeimende Verzweiflung, Wut oder krampfhaftes Festhalten auflösen kann. Man muss seine innere Freude zurückgewinnen. Und hierbei kann ein Urlaub oder ein Besuch bei engen Freunden Wunder tun. Man gewinnt wieder neue (positive) Lebensenergie, bekommt neue Eindrücke und kann die Seele etwas baumeln lassen. Es fängt im Inneren wieder an zu fließen, und die Lockerheit kann nach und nach zurückkehren. Mit der wiedergewonnen Lockerheit und fließenden Energie werden sich auf einmal wieder neue Türen zeigen und öffnen, die man in den Tagen und Wochen zuvor nicht gesehen hat oder aber gleich gar nicht aufgetaucht sind. Von dem her kann ich nur jedem ans Herz legen: Gerade in schwierigen Momenten sollte man sich mal eine Auszeit gönnen um Abstand gewinnen zu können und wieder zu sich selbst zu finden. Mit der richtigen Einstellung können dann auch die gewünschten Ziele erreicht werden.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: “LET IT FLOW”!

Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen

Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen

Lieber Leser,

wer kennt das nicht: Flugangst, Klaustrophobie, Höhenangst. Angst vor Schlangen, Spinnen, dunklen Räumen. Angst vor dem Auftritt vor hunderten von Menschen, Angst vor Misserfolg, Verlustangst.

Vermutlich haben die Meisten unter uns zumindest eine dieser Ängste selbst schon mal im Verlaufe des bisherigen Lebens kennengelernt. Der ein oder andere kann die Angst “erfolgreich” verdrängen und irgendwo im Hinterstübchen des Bewusstseins einschließen. Andere wiederum sind weniger “erfolgreich” und leben womöglich ständig mit dieser Angst. Vermutlich mehr schlecht als recht. Und nochmals Andere machen etwas ganz Anderes: Weder verdrängen sie die Angst, noch verzweifeln sie daran – nein – sie akzeptieren ihre Angst, machen sie sich bewusst und versuchen sie zu verarbeiten. Im ersten Schritt erscheint das wahrscheinlich Vielen als unglaublich anstrengend und unter Umständen schmerzhaft. Da kommt dann schnell mal die berüchtigte Angst vor der Angst auf den Plan. Eine wirklich nicht ganz einfache Situation. Denn wer beschäftigt sich denn schon gerne freiwillig mit den eigenen Ängsten und Angstzuständen? Wohl die Wenigsten unter uns. Und doch ist es wohl so, dass nur die dritte Variante einen Heilungsprozess herbeirufen und zu einer tatsächlichen Auflösung des Problems bzw. zu einer Heilung führen kann.

Betrachten wir das Ganze einfach mal an einem konkreten Beispiel der frei erfundenen Person Peter:

Peter ist seit wenigen Wochen und Monaten Existenzgründer. Er hatte sich wenige Monate zuvor dazu entschlossen seinen alten Job als Marketingberater bei einer größeren Agentur in Frankfurt hinzuschmeißen und stattdessen den steinigen und langwierigen Weg der Existenzgründung zu gehen. Voller Tatendrang machte er sich Tag und Nacht Gedanken zu seiner Geschäftsidee des selbstständigen Marketingberaters, besprach sie mit Familie, Freunden und sonstigen “Beratern”, die ihn unterstützen. Den nötigen Businessplan hatte er innerhalb weniger Wochen geschrieben und das Businesskonzept kam sehr positiv bei potentiellen Geldgebern und Investoren an, sodass er sich an der nötigen Finanzspritze erfreuen konnte. Die nächsten Schritte lauteteten: Aufbau von Corporate Identity und Design mit allem was dazu gehört – von Logo über Geschäftsausstattung und Webauftritt. Schnell war auch das erledigt. So konnte es weitergehen!
Nun hieß es: Kunden gewinnen. Und das am besten schnell, einfach und in großer Zahl. Doch das sollte sich in den ersten Wochen und Monaten alles andere als einfach gestalten. Nach und nach stieg in Peter ein Gefühl des Unbehagens auf. Hatte er etwas falsch gemacht? War seine Geschäftsidee doch nicht so gut wie er meinte? Machte er das Falsche oder schlichtweg zu wenig Marketing? In der Folge befielen Peter immer wieder Zweifel und Ängste. Sein Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die positive Grundhaltung, der ihn in den ersten Monaten getragen und ausgezeichnet hatte, war auf einmal auf die Größe einer Kaugummipackung geschrumpft. Und wenn dann auch noch ständig Fragen aus dem Familien- und Bekanntenkreis kamen, wie die Existenzgründung denn anlaufen würde, trug das auch nicht gerade zu einem besseren Gefühl bei, denn man wurde ständig daran erinnert, dass bisher nicht die Umsätze da waren, die man sich selbst gewünscht und vielleicht kalkuliert hatte.

So hatte Peter also mehr und mehr mit Existenzangst zu kämpfen. Und nicht nur das: Auch seiner Partnerin gegenüber fühlte er sich in gewisser Weise schlecht, hatte er doch in der derzeitigen Situation nicht das Gefühl, dass er sie hinreichend beschenken und verwöhnen konnte. Da waren die Zeiten als Angestellter im Vergleich dazu doch gar nicht so schlecht, oder?! Aber nein, er hatte sich nun für diesen Weg entschieden. Er konnte jetzt nicht gleich wieder den Löffel hinschmeißen. Wie konnte er aber in der aktuellen Situation mit seinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten locker, enspannt und selbstbewusst durchs Leben gehen und gleichzeitig noch neue Kunden und Projekte für sich gewinnen?
Kurz gesagt: Vermutlich kaum oder gar nicht. Peter musste also etwas in seinem Inneren ändern. Er musste lernen seine Ängste zu akzeptieren und gleichzeitig loszulassen. Wie konnte er das schaffen?
Als Erstes versuchte er seine Ängste, Zweifel und negativen Gefühle in Worte zu fassen und schrieb sie nieder. Jetzt konnte er schwarz auf weiß sehen und begreifen, was ihn immer wieder beschäftigte und blockierte. Das ermöglichte ihm, das Ganze nun offen und laut auszusprechen und mit Bezugspersonen (die das Ganze auch tangierte, z.B. der Partnerin) darüber zu sprechen. Das hatte eine lösende Wirkung auf Peter und sein Innenleben. Er musste nun keine Angst mehr vor etwas haben, das an die Oberfläche gekommen war und bereits damit begann sich aufzulösen. Gleichzeitig arbeitete er wieder an einer positiven Grundhaltung indem er seine Ängste mehr und mehr akzeptierte und dankbar dafür war, dass sie da waren. Denn im Endeffekt waren die Ängste nichts Schlechtes. Sie warnten ihn vor etwas, das er nicht wollte. Allerdings war er selbst dafür verantwortlich, dass die Ängste seine gesamte Denkweise und Grundhaltung beeinflussten. Sie übernahmen quasi das Kommando, und Peter konnte nicht mehr seine ursprüngliche positive Energie fließen lassen. Doch da er nun offen mit ihnen umging, erschienen die Ängste auf einmal gar nicht mehr so groß. Er hatte so langsam wieder das Gefühl das Steuer in der Hand zu halten, und er konnte wieder besser loslassen und positive Energie spüren. Je mehr positive Energie er aufbaute, desto lockerer, entspannter und selbstbewusster konnte er wieder seiner täglichen Arbeit nachkommen und auf Kundenakquise gehen. Und plötzlich, er konnte es sich selbst nicht wirklich erklären, kamen die ersten konkreten Kundenanfragen und schließlich auch Aufträge ins Haus geflattert.

Peter hatte aus dieser Zeit ein paar ganz wichtige Dinge lernen können:

1. Ängste sind dazu da, um sie sich bewusst zu machen und aufzulösen. Ein Verdrängen oder Verzweifeln führt nicht zu dem gewünschten Ziel, nämlich der Auflösung der Ängste. Sie werden dadurch eher größer, intensiver und schmerzhafter.

2. Mit einer negativen Grundhaltung kommt man ganz schnell mal in eine negative Spirale, die immer mehr schlechte Erfahrungen etc. anzieht. Daher sollte man versuchen, wenn man mal wieder in ein “Loch” fällt, mit positiven Gedanken und Gefühlen gegenzusteuern.

3. Loslassen ist die Voraussetzung für ein entspanntes und glückliches Leben: Wer an etwas verkrampft festhält, so wie Peter dies tat, da er umbedingt neue Kunden gewinnen und dies praktisch mit der Brechstange erzwingen wollte, wird vermutlich meistens eher frustriert auf der Strecke bleiben und das eigenliche Ziel nicht erreichen. Auch wenn es mal schwierige Phasen im Leben gibt, sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und sich klar machen, dass auch diese heikle Situation etwas Gutes für sich hat, denn man muss innere Stärke entwickeln und mutig vorangehen. Auf diese Weise entwickelt sich der Mensch wieder ein Stück weiter und wird bei der nächsten ähnlichen Situation weitaus entspannter damit umgehen können, da er sich und sein Inneres in der Zwischenzeit stärken und weiterentwickeln konnte.

Wahrscheinlich waren oder sind die meisten der Freiberufler, Selbstständigen und Unternehmer mal an einem Punkt angekommen, an dem es gefühlsmäßig nicht mehr weiterging. Aber das gehört wohl einfach zur Selbstständigkeit dazu. Man muss es akzeptieren oder sich doch lieber in ein vermeintlich sicheres Angestelltenverhältnis begeben.

Frage in die Runde: Wie ist es den Selbstständigen unter Euch ergangen oder wie ergeht es Euch aktuell? Könnt Ihr Euch in die Lage von Peter versetzen? Was waren oder sind die Ängste, denen Ihr im Zusammenhang mit der Existenzgründung und Selbstständigkeit begegnet seid?

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Denkt daran, liebe Unternehmer.

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Liebe(r) Besucher/-in, ich freue mich, Dich hier begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Steven (34) und ich bin der kwerdenkende Autor dieses Blogs. Ich bin bei einer Schweizer Airline verantwortlich fürs Online-Marketing, Gründer der Goldlandung Marketing Consulting und ein Fan der wirklichen Kommunikation - dazu gehören das richtige Zuhören, das Eingehen auf den Anderen, der offene Dialog sowie eine lösungsorientierte Herangehensweise an eine Herausforderung. Eine Kombination, die mich dazu veranlasst hat diesen Blog aufzusetzen. Ein Blog, der speziell für jene gedacht ist, die ebenfalls nach der echten Kommunikation lechzen, egal ob privat oder beruflich. Bei aller Kommunikation und hoffentlich gutem Marketing wollen wir aber nicht vergessen, dass die richtige (offene) Einstellung und der nötige Humor nicht fehlen dürfen. Ich wünsche viel Spaß und hoffentlich muntere(n) Unterhaltung und Diskussionsstoff!

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