Geschäftsidee
Businessidee vorgestellt: E-Commerce à la Speedy Gonzales
Liebe Leser,
heute möchte ich Euch eine nette Geschäftsidee aus der Welt der Gründer vorstellen, die zwar nicht “brandneu” ist, aber doch sehr attraktiv, wie ich meine. E-Commerce à la Speedy Gonzales oder der schnellste Online-Handel der Welt?!
Es geht um das Thema E-Commerce, kombiniert mit einem Lieferservice innerhalb von nur 90 Minuten. Das kann man wohl als zügig bezeichnen. Es ist wohl klar, dass dies nur auf einem – in der Relation betrachtet – kleinen Radius möglich ist. Aber offensichtlich funktioniert es. Das Unternehmen im Bereich, welches ich Euch heute vorstellen möchte, heißt Shutl und bietet seine Dienste auf der Insel, genauer gesagt, London, an und sorgt für eine Lieferung à la Speedy Gonzales.
Doch wie funktioniert das Geschäftsmodell nun im Detail?
Der Online-Shopper kann inzwischen im Online-Shop diverser Händler Shutl als Lieferoption auswählen und hat dann die Möglichkeit zu wählen: Entweder wählt er die Option, dass er die Ware innerhalb von nur 90 Minuten geliefert bekommen möchte. Oder aber er nimmt die Alternative in Anspruch, seine Lieferung zu einem Wunschtermin in der Zukunft in Empfang zu nehmen. Zeitfenster: Eine Stunde. Die Lieferung kann sieben Tage die Woche rund um die Uhr ausgeliefert werden.
Die Lieferung wird, sobald die Bestellung bzw. der Kauf abgeschlossen ist, von einem Kurier (aus Erfahrung ist es anzunehmen, dass es sich bei kleineren Produkten um Fahrradkuriere handelt, die in London immer und überall auf den Straßen zu sehen sind und teilweise Kopf und Kragen riskieren, um die Ware pünktlich zu liefern!) abgeholt und dem Käufer direkt an die Haustür geliefert wird. Ein kleines Bonbon für die Käufer: Diese haben innerhalb der Lieferzeit dank einer GPS-basierten Karte stets die Möglichkeit den Standort der bestellten Ware in Real-Time zu verfolgen. Der Preis für eine Lieferung über Shutl beginnt bei GBP 4,95. Nicht schlecht, wie ich meine, wenn man sich die Zeit der kompletten Abwicklung vor Augen führt, oder? Offensichtlich plant Shutl eine Expansion seiner Dienste – allen voran auf der Insel, später dann auch international.
Ich hätte nichts dagegen, wenn auch ich früher oder später mal die Lieferung einer Online-Bestellung innerhalb nur einer Stunde an meiner Haustür entgegennehmen könnte. Selbstverständlich bekomme ich diese dann von einem der legendären Fahrradkuriere überreicht!
Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen
Lieber Leser,
wer kennt das nicht: Flugangst, Klaustrophobie, Höhenangst. Angst vor Schlangen, Spinnen, dunklen Räumen. Angst vor dem Auftritt vor hunderten von Menschen, Angst vor Misserfolg, Verlustangst.
Vermutlich haben die Meisten unter uns zumindest eine dieser Ängste selbst schon mal im Verlaufe des bisherigen Lebens kennengelernt. Der ein oder andere kann die Angst “erfolgreich” verdrängen und irgendwo im Hinterstübchen des Bewusstseins einschließen. Andere wiederum sind weniger “erfolgreich” und leben womöglich ständig mit dieser Angst. Vermutlich mehr schlecht als recht. Und nochmals Andere machen etwas ganz Anderes: Weder verdrängen sie die Angst, noch verzweifeln sie daran – nein – sie akzeptieren ihre Angst, machen sie sich bewusst und versuchen sie zu verarbeiten. Im ersten Schritt erscheint das wahrscheinlich Vielen als unglaublich anstrengend und unter Umständen schmerzhaft. Da kommt dann schnell mal die berüchtigte Angst vor der Angst auf den Plan. Eine wirklich nicht ganz einfache Situation. Denn wer beschäftigt sich denn schon gerne freiwillig mit den eigenen Ängsten und Angstzuständen? Wohl die Wenigsten unter uns. Und doch ist es wohl so, dass nur die dritte Variante einen Heilungsprozess herbeirufen und zu einer tatsächlichen Auflösung des Problems bzw. zu einer Heilung führen kann.
Betrachten wir das Ganze einfach mal an einem konkreten Beispiel der frei erfundenen Person Peter:
Peter ist seit wenigen Wochen und Monaten Existenzgründer. Er hatte sich wenige Monate zuvor dazu entschlossen seinen alten Job als Marketingberater bei einer größeren Agentur in Frankfurt hinzuschmeißen und stattdessen den steinigen und langwierigen Weg der Existenzgründung zu gehen. Voller Tatendrang machte er sich Tag und Nacht Gedanken zu seiner Geschäftsidee des selbstständigen Marketingberaters, besprach sie mit Familie, Freunden und sonstigen “Beratern”, die ihn unterstützen. Den nötigen Businessplan hatte er innerhalb weniger Wochen geschrieben und das Businesskonzept kam sehr positiv bei potentiellen Geldgebern und Investoren an, sodass er sich an der nötigen Finanzspritze erfreuen konnte. Die nächsten Schritte lauteteten: Aufbau von Corporate Identity und Design mit allem was dazu gehört – von Logo über Geschäftsausstattung und Webauftritt. Schnell war auch das erledigt. So konnte es weitergehen!
Nun hieß es: Kunden gewinnen. Und das am besten schnell, einfach und in großer Zahl. Doch das sollte sich in den ersten Wochen und Monaten alles andere als einfach gestalten. Nach und nach stieg in Peter ein Gefühl des Unbehagens auf. Hatte er etwas falsch gemacht? War seine Geschäftsidee doch nicht so gut wie er meinte? Machte er das Falsche oder schlichtweg zu wenig Marketing? In der Folge befielen Peter immer wieder Zweifel und Ängste. Sein Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die positive Grundhaltung, der ihn in den ersten Monaten getragen und ausgezeichnet hatte, war auf einmal auf die Größe einer Kaugummipackung geschrumpft. Und wenn dann auch noch ständig Fragen aus dem Familien- und Bekanntenkreis kamen, wie die Existenzgründung denn anlaufen würde, trug das auch nicht gerade zu einem besseren Gefühl bei, denn man wurde ständig daran erinnert, dass bisher nicht die Umsätze da waren, die man sich selbst gewünscht und vielleicht kalkuliert hatte.
So hatte Peter also mehr und mehr mit Existenzangst zu kämpfen. Und nicht nur das: Auch seiner Partnerin gegenüber fühlte er sich in gewisser Weise schlecht, hatte er doch in der derzeitigen Situation nicht das Gefühl, dass er sie hinreichend beschenken und verwöhnen konnte. Da waren die Zeiten als Angestellter im Vergleich dazu doch gar nicht so schlecht, oder?! Aber nein, er hatte sich nun für diesen Weg entschieden. Er konnte jetzt nicht gleich wieder den Löffel hinschmeißen. Wie konnte er aber in der aktuellen Situation mit seinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten locker, enspannt und selbstbewusst durchs Leben gehen und gleichzeitig noch neue Kunden und Projekte für sich gewinnen?
Kurz gesagt: Vermutlich kaum oder gar nicht. Peter musste also etwas in seinem Inneren ändern. Er musste lernen seine Ängste zu akzeptieren und gleichzeitig loszulassen. Wie konnte er das schaffen?
Als Erstes versuchte er seine Ängste, Zweifel und negativen Gefühle in Worte zu fassen und schrieb sie nieder. Jetzt konnte er schwarz auf weiß sehen und begreifen, was ihn immer wieder beschäftigte und blockierte. Das ermöglichte ihm, das Ganze nun offen und laut auszusprechen und mit Bezugspersonen (die das Ganze auch tangierte, z.B. der Partnerin) darüber zu sprechen. Das hatte eine lösende Wirkung auf Peter und sein Innenleben. Er musste nun keine Angst mehr vor etwas haben, das an die Oberfläche gekommen war und bereits damit begann sich aufzulösen. Gleichzeitig arbeitete er wieder an einer positiven Grundhaltung indem er seine Ängste mehr und mehr akzeptierte und dankbar dafür war, dass sie da waren. Denn im Endeffekt waren die Ängste nichts Schlechtes. Sie warnten ihn vor etwas, das er nicht wollte. Allerdings war er selbst dafür verantwortlich, dass die Ängste seine gesamte Denkweise und Grundhaltung beeinflussten. Sie übernahmen quasi das Kommando, und Peter konnte nicht mehr seine ursprüngliche positive Energie fließen lassen. Doch da er nun offen mit ihnen umging, erschienen die Ängste auf einmal gar nicht mehr so groß. Er hatte so langsam wieder das Gefühl das Steuer in der Hand zu halten, und er konnte wieder besser loslassen und positive Energie spüren. Je mehr positive Energie er aufbaute, desto lockerer, entspannter und selbstbewusster konnte er wieder seiner täglichen Arbeit nachkommen und auf Kundenakquise gehen. Und plötzlich, er konnte es sich selbst nicht wirklich erklären, kamen die ersten konkreten Kundenanfragen und schließlich auch Aufträge ins Haus geflattert.
Peter hatte aus dieser Zeit ein paar ganz wichtige Dinge lernen können:
1. Ängste sind dazu da, um sie sich bewusst zu machen und aufzulösen. Ein Verdrängen oder Verzweifeln führt nicht zu dem gewünschten Ziel, nämlich der Auflösung der Ängste. Sie werden dadurch eher größer, intensiver und schmerzhafter.
2. Mit einer negativen Grundhaltung kommt man ganz schnell mal in eine negative Spirale, die immer mehr schlechte Erfahrungen etc. anzieht. Daher sollte man versuchen, wenn man mal wieder in ein “Loch” fällt, mit positiven Gedanken und Gefühlen gegenzusteuern.
3. Loslassen ist die Voraussetzung für ein entspanntes und glückliches Leben: Wer an etwas verkrampft festhält, so wie Peter dies tat, da er umbedingt neue Kunden gewinnen und dies praktisch mit der Brechstange erzwingen wollte, wird vermutlich meistens eher frustriert auf der Strecke bleiben und das eigenliche Ziel nicht erreichen. Auch wenn es mal schwierige Phasen im Leben gibt, sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und sich klar machen, dass auch diese heikle Situation etwas Gutes für sich hat, denn man muss innere Stärke entwickeln und mutig vorangehen. Auf diese Weise entwickelt sich der Mensch wieder ein Stück weiter und wird bei der nächsten ähnlichen Situation weitaus entspannter damit umgehen können, da er sich und sein Inneres in der Zwischenzeit stärken und weiterentwickeln konnte.
Wahrscheinlich waren oder sind die meisten der Freiberufler, Selbstständigen und Unternehmer mal an einem Punkt angekommen, an dem es gefühlsmäßig nicht mehr weiterging. Aber das gehört wohl einfach zur Selbstständigkeit dazu. Man muss es akzeptieren oder sich doch lieber in ein vermeintlich sicheres Angestelltenverhältnis begeben.
Frage in die Runde: Wie ist es den Selbstständigen unter Euch ergangen oder wie ergeht es Euch aktuell? Könnt Ihr Euch in die Lage von Peter versetzen? Was waren oder sind die Ängste, denen Ihr im Zusammenhang mit der Existenzgründung und Selbstständigkeit begegnet seid?
Kwerdenker-Buchempfehlung für Existenzgründer: “keine große sache”
Liebe Leser,
heute gibt es eine Buchempfehlung in Sachen Existenzgründung: “keine große sache”. Geschrieben wurde das Werk von Vanessa Kullmann, der Gründerin von Balzac Coffee, die 1998 ihren ersten kleinen Coffee Shop in Hamburg eröffnete und inzwischen mehr als 30 Filialen aufgebaut hat.
In ihrem Buch gibt sie einen wunderbaren Einblick, wie die Idee für Balzac Coffee entstand, wie sie der Umsetzung Stück für Stück näher kam, welche Hürden und Schwierigkeiten bestanden und wie sie letztendlich an ihrem Ziel – ihrem eigenen Coffee Shop – angekommen ist.
Vanessa Kullmann beschreibt sehr gut, was ein Existenzgründer bzw. Unternehmer für das Dasein als Selbstständiger alles mitbringen sollte. Ich habe einige Punkte aus ihrem Buch aufgegriffen und durch meine persönlichen Erfahrungen ergänzt.
- Eine Geschäftsidee, von der der jeweilige Existenzgründer absolut überzeugt ist und es ihm auch gelingt andere davon zu überzeugen
- Motivation bis zum Abwinken: Auch wenn es mal Frust gibt, sei es aufgrund von Rückschlägen, der deutschen Bürokratie, Streitereien oder sonstigen Hürden
- Geduld und Ausdauer: Nicht selten muss ein Unternehmer speziell in der Gründungsphase sehr viel und hart arbeiten, da Prozesse einfach noch nicht richtig eingespielt sind, Produkte noch nicht zu 100 Prozent ausgereift sind oder schlichtweg gewisse Dinge noch nicht fertig sind. Geduld ist eine Tugend und was lange währt wird endlich gut!
- Durchsetzungsvermögen: Nicht selten wird man gerade zu Beginn, wenn die Erfahrung noch fehlt, gerne mal als Greenhorn betrachtet, nicht ganz ernst genommen und belächelt. Im schlimmsten Fall sogar bei einem Geschäft über den Tisch gezogen. Da heißt es manchmal die Ellbogen ausfahren. Nicht unfair werden, aber doch zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt, voll bei der Sache ist und auch mal Nein sagen kann, wenn es sein muss
- Gelassenheit entwickeln und sich Pausen gönnen: Es funktioniert nicht, dass man wie ein Irrer und Gehetzter durch die Welt geht und gleichzeitig noch gute Laune und Freude versprüht. Deshalb ist es ganz eintscheidend, dass man sich zwischendurch auch Pausen gönnt. Pause bedeutet, wirklich mal abzuschalten und unter Umständen auch einfach mal gar nichts tun – die Seele baumeln lassen. Es bringt nichts, wenn man 24 Stunden am Tag ausschließlich an das Unternehmen denkt. Auf die Dauer winkt das Burn Out-Syndrom. Motivationslosigkeit und Ausgelaugtheit werden die Folge sein. Darum kann ich nur empfehlen: wenn nicht irgendwelche ganz dringende Projekte oder Aufgaben auf dem Tisch liegen, einfach mal etwas früher Feierabend machen und den Rest des Tages “bewusst” mit der Familie oder in einem sonstigen ruhenden Umfeld genießen. Das wirkt Wunder, und die Arbeit macht am nächsten Tag doppelt Spaß!
- Immer das Ziel vor Augen haben: Ohne Ziele geht es nicht. Wer keine Ziele hat wird durch die Welt irren und nichts erreichen können. Eine sinnvolle Methode ist es ein oder mehrere langfristige Ziele zu definieren und diese auch niederzuschrieben. Dann hat man diese Ziele schwarz auf weiß vor sich liegen und kann, wenn die Energie mal wieder etwas im Keller ist, das Blatt Papier mit den definierten Zielen aus der Schublade holen und sich der Ziele wieder voll und ganz bewusst werden. Um das langfristige Ziel erreichen zu können bedarf es allerdings kleinerer Etappenziele, die man ebenfalls aufschreiben sollte. Diese helfen einem dabei in kleinen Schritten dem großen Ziel immer näher zu kommen
Das Buch “keine große sache” ist absolut empfehlenswert, ganz egal ob man gerade mit dem Gedanken der Selbstständigkeit oder Existenzgründung spielt oder nicht. Das Buch ist informativ und zugleich persönlich, da Vanessa Kullmann ihre persönlichen Erfahrungen dem Leser sehr gut näherbringt. In gewisser Weise fiebert man ihrem großen Ziel gemeinsam mit ihr regelrecht entgegen, um dann am Ende doch erstaunt darüber zu sein, was ein Mensch in der Lage ist zu erschaffen, wenngleich vielleicht niemand außer dieser Person an das große Ziel geglaubt hat.
Vanessa Kullmann hat es zweifellos geschafft. Nein, mehr als das. Ich denke, sie hat es sogar weit übertroffen!
Chapeau, Vanessa!
Jetzt meine Frage an Euch, liebe Leser:
Die oben genannten Punkte sind nur ein paar ausgewählte, derer sich jeder Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer bewusst sein sollte, um von Anfang an erfolgreich sein zu können. Die Liste könnte noch deutlich länger ausfallen. Was sind Eure Erfahrungen mit dem Thema Existenzgründung bzw. der Selbstständigkeit? Was ist Eurer Meinung nach darüber hinaus entscheidend für eine erfolgreiche Selbstständigkeit? Lasst mich und den Rest der Leserschaft wissen, was Eure Gedanken hierzu sind. Ich bin gespannt!
Kuriose Branchennews: Beschwipste Affen als Weintester
Kurioses aus der Welt des Weins.
In Südafrika bereiten Paviane den Weingütern mächtig Kopfschmerzen, da sie sich zunehmend an den edlen Chardonnay- und Spätburgunder-Trauben in den Weinbergen vergreifen und diese offensichtlich als sehr lecker einstufen. Grund für die “Affenplage” sind Waldbrände, die den Lebensraum der Tiere stark eingeschränkt haben sowie die fortlaufende Ausweitung der Weinberge.
Ein Weinbauer ist mit der aktuellen Situation äußerst unzufrieden und erzählt, dass die Paviane nur die besten Trauben (süße) verspeisen und die sauren einfach auf den Boden werden.
Offensichtlich haben die Affen guten Geschmack. Denn ganz im Ernst: Würden wir Menschen das anders machen?
Anscheinend kam es schon des Öfteren vor, dass besoffene Affen durch die Weinberge torkeln, bis sie schließlich von Arbeitern mit den berühmt-berüchtigten “Vuvuzelas” – den nervtötend lauten Trompeten – aus den Weinbergen verjagt werden.
Ein Gutes scheint das Affentheater ja zu haben: die Verkäufer der Vuvuzelas haben offensichtlich einen neuen Markt entdeckt und können sich über steigende Absatzzahlen freuen. Wird hier gerade ein neuer Absatzmarkt für Vuvuzelas geboren und keiner hat es bemerkt?
Wie dem auch sei – hoffen wir mal, dass die Verkäufer bis zum Sommer, wenn die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika angepfiffen wird, noch ein paar der Trompeten übrig haben, damit auch ordentlich Stimmung in den Stadien herrscht.
Und liebe Spieler: wenn die Zuschauer trompeten bitte nicht aus dem Stadion rennen. Das machen nur die Affen. Es sei denn Ihr torkelt über den Rasen wie elf besoffene Paviane und verliert. Dann könnt Ihr Euch auf einen ordentlichen Affentanz gefasst machen – mit Pauken und Trompeten!
Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte
Liebe Leser,
heute geht es mit einer neuen Serie – besser gesagt – der ersten Serie innerhalb des Kwerdenker-Blogs los: Das Thema: “Meine Geschäftsidee”. Wir gehen also gleich in die Vollen. Die Serie soll angehenden Existenzgründern ein paar wichtige Hinweise und Tipps geben, was zu welcher Zeit beim Gründen zu beachten ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Serie.
5 Schritte zu einer erfolgreichen Vorbereitung einer neuen Geschäftsidee:
1. Sprechen Sie über Ihre Geschäftsidee – aber mit den passenden Ansprechpartnern
Eine Idee für eine neue geschäftliche Herausforderung muss reifen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand die “ultimative” Geschäftsidee morgens am Frühstückstisch hatte, die er dann 1:1 umsetzte. Eher ist es so, dass man eine Idee hat und diese dann nach und nach weiterentwickelt. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, in der man seine Idee durchaus erst mal für sich behalten sollte. Denn nicht selten stößt man schon relativ schnell auf gewisse Grenzen, die die Idee zu einer Schnapsidee werden lassen, die man wieder in der Schublade verschwinden lässt. Oder aber die ursprüngliche Idee entwickelt sich zu einer wirklich guten und “ausgereiften” Idee. Wenn sich erste Konturen entwickeln, macht es Sinn die richtigen Ansprechpartner in den neuen Schlachtplan einzuweihen. Aber woher weiß man, wer die richtigen Ansprechpartner sind?
Zu den richtigen Ansprechpartnern zählen Menschen, die unter Umständen selbst Unternehmer sind oder waren und Erfahrung mit solchen Situationen haben. Leute, die einen besser kennen als andere und bei denen man weiß, dass sie nicht gleich zu allem “Ja” und “Amen” sagen. Personen, die offen und optimistisch, gleichzeitig aber realistisch sind. Mit negativen Menschen kommt man speziell in solch einer Situation nicht weit, denn das zarte Pflänzchen, die Idee, muss erst mal genug Kraft entwickeln, um zu wachsen, bevor sie gleich eins auf die Mütze bekommt. Idealerweise sollte man obendrein noch mit Menschen sprechen, die im Bereich Existenzgründung aktiv sind. Hierzu zählen die freundlichen Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammern (kurz: IHK), mit denen man ohne Weiteres ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren kann, in dem die Geschäftsidee nähergebracht wird. Darüber hinaus ist es durchaus zu empfehlen, mit einem Existenzgründer-Coach zu sprechen, welcher unter anderem über die jeweilige IHK vermittelt werden kann und täglich mit Existenzgründern zu tun hat. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie für Ihr Vorhaben eine Finanzspritze benötigen werden, sollten Sie auch gleich ein erstes “Orientierungsgespräch” mit dem Bankberater Ihrer Hausbank führen. Dieser kann Ihnen dann gleich erste Tipps und Informationen geben, die Sie für das weitere Vorgehen benötigen, beispielsweise Informationen zu Businessplan und Fördermöglichkeiten.
Sollten Sie in dieser Phase doch an den oder anderen Kritiker oder Pessimisten geraten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Planen Sie sorgfältig einen Schritt nach dem anderen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
2. Geben Sie sich und Ihrer Geschäftsidee ausreichend Zeit
Setzen Sie sich zeitlich betrachtet ambitionierte Ziele, aber setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Denn das Letzte, was Sie gleich von Beginn an brauchen können sind Zeitdruck und fehlende Lockerheit.
Zugegebenermaßen ist es alles andere als einfach einen Zeitstrahl zu setzen und zu wissen im Monat x gehen die Vorbereitungen zur neuen Geschäftsidee los, und im Monat Y sind Sie schon mitten drin im Geschäft. Machen Sie sich nichts vor, und bleiben Sie realistisch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich gerne ambitionierte Zeitziele setzt, die dann doch wieder nicht eingehalten werden. Das muss nicht immer an einem selbst liegen, ist man doch immer wieder auch von anderen Menschen und Dienstleistern abhängig. Beispielsweise hat der Grafikdesigner gerade so viel um die Ohren, dass er das neue Logo und die neuen Visitenkarten und Briefpapiere nicht wie geplant gestalten konnte. Der Programmierer konnte noch nicht mit der Umsetzung der neuen Website beginnen, da er erst mal die Design- und Layoutvorgaben des Grafik- oder Webdesigners braucht. Und das Schreiben des Businessplans dauert am Ende doch länger als gedacht, weil man bei dem ein oder anderen Thema auf unerwartete Probleme oder Ungereimtheiten stößt.
Diese Kette lässt sich vermutlich unendlich lange fortsetzen.
Daher mein Tipp: Planen Sie grundsätzlich bei all Ihren Vorbereitungen einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Ob Sie nun einen Monat früher oder später an den Markt gehen, spielt nur in den wenigsten Fällen eine gravierende Rolle. Nehmen Sie sich lieber ein paar Tage mehr Zeit als dass Sie am Ende mit überhasteten Aktionen und daraus resultierenden Fehlern unter Umständen mehr Zeit vergeuden als mit einer “ruhigen Hand”.
3. Bauen Sie ein fruchtbares Netzwerk auf
Nicht selten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, ob man ein gutes und fruchtbares Netzwerk besitzt. Daher sollte diesem Punkt eine äußerst hohe Gewichtung beigemessen werden. Und das von Beginn an. Weihen Sie frühzeitig eventuelle Geschäftspartner und Kollegen in Ihre Idee ein und stecken Sie die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ab. Dies wird Ihnen (Planungs-)Sicherheit geben und, sofern es die Strukturen hergeben, gleichzeitig weitere Kundengewinnungs- und Vertriebskanäle schaffen, die speziell am Anfang, wenn unter Umständen noch kein eigener Kundenstamm besteht, Gold wert sein können.
Kontaktieren Sie lokal oder regional ansässige Business- und Marketingclubs, und wählen Sie die für Sie passenden aus. Über solche Clubs wird sich Ihr Netzwerk, Ihr Knowhow (durch den Austausch mit Gleichgesinnten sowie regelmäßige Fachvorträge) und hoffentlich auch Ihr Kundenstamm nach und nach mehr aufstocken.
Halten Sie in Business- und sozialen Netzwerken Ausschau nach passenden Gruppen und Personen und verbinden Sie sich mit diesen. Nicht selten entstehen hierdurch weitere gewinnbringende Verknüpfungen. Hierzu zählen zum Beispiel XING und LinkedIn.
4. Schreiben Sie auf jeden Fall einen Businessplan
Viele glauben, ein Businessplan sei nur dann sinnvoll, wenn man bei Geldgebern – sprich Banken, Investoren oder Business Angels – vorsprechen und die Geschäftsidee präsentieren muss. Nach meiner Erfahrung sollte man das aber davon abgekoppelt betrachten. Ein Businessplan ist das Regiebuch für den zukünftigen Spielfilm “Meine Geschäftsidee”, das alle Facetten von der Vision, über den Marketingmix und Zielgruppen bis zur Finanzplanung enthält. Je mehr der Entrepreneur sich in seine Idee hineindenken und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ausformulieren muss, desto präziser und erfolgsversprechender wird die Umsetzung aussehen. Man wird Sie nachts um 3 Uhr aus dem Schlaf reißen können und Sie werden Ihre Vision in wenigen Worten messerscharf und klar auf den Punkt bringen und jede erdenkliche Frage zu Ihrem Vorhaben beantworten können. Das funktioniert allerdings erst, wenn Sie Ihre Geschäftsidee von vorne bis hinten verinnerlicht haben.
Dieses Verinnerlichen hat noch einen weiteren Pluspunkt. Indem Sie sich so intensiv mit der ganzen Thematik auseinandersetzen werden Sie mehr und mehr an Selbstsicherheit und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln. Genau die richtigen Zutaten für ein erfolgreiches Start-up!
5. Bauen Sie eine innere Stärke auf, und behalten Sie Ihr großes Ziel im Auge
Ob man es glauben mag oder nicht. Ich bin davon überzeugt, dass aller Erfolg oder Misserfolg in erster Linie von dem Inneren eines Menschen in die Wege geleitet wird. Gehe ich beispielsweise mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe heran werde ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit zufriedenstellend meistern. Gehe ich hingegen mit Skepsis oder gar Zweifel an eine Sache heran ist ein Misserfolg oder sind zumindest Hürden zu erwarten. Daher kann ich nur empfehlen gleich von Anfang an mit einer positiven und optimistischen inneren Einstellung das Thema Existenzgründung anzugehen. Es ist ganz entscheidend, dass Sie an sich, Ihre Fähigkeiten und natürlich Ihre Geschäftsidee glauben. Denn wer sonst, wenn nicht Sie, soll aus Ihrem zukünftigen Unternehmen einen Erfolg machen? Lassen Sie sich durch Rückschläge oder übermäßige Kritik nicht aus der Ruhe bringen. Dass auf Ihrem Weg Steine liegen würden war anzunehmen oder zumindest nicht auszuschließen. Aber ein Stein ist nur so groß, wie man es selbst zulässt. Konzentrieren Sie sich auf Ihr großes Ziel – Ihre Geschäftsidee – und verinnerlichen Sie sich dieses immer wieder. Lesen Sie ruhig mehrmals Ihren Businessplan durch, denn er enthält all Ihre Gedanken und Visionen, die Sie in der Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihr neues Büro ausgestattet sein wird und genießen Sie den Ausblick aus Ihren neuen Räumlichkeiten. Spüren Sie, wie es sich anfühlen wird, wenn Ihnen die ersten Kunden gegenübersitzen und Ihr Angebot unterschreiben werden. Stellen Sie sich vor, wie die Verkaufszahlen Ihrer Produkte von Tag zu Tag steigen werden, und spüren Sie die damit einhergehende Zufriedenheit in Ihnen aufkeimen. Solche Methoden helfen einem auf wunderbare Weise die eigenen Ziele – speziell natürlich das große Ziel – die Geschäftsidee – nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig eine innere Gelassenheit und Stärke zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründungsvorbereitung darstellen.
Können Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Ziele im Moment „fühlen“? Probieren Sie es mal aus – es funktioniert!
Suche
Buchempfehlung
Über den Autor und diesen Blog

Aktuelle Artikel
- Behandle Deine Kunden, wie auch Du als Kunde behandelt werden möchtest
- Serie: Wie das Internet die Kommunikation der Zukunft verändert
- Marketingtrend 2012: Das Pflegen der Customer Touchpoints
- Wie man ein “Like” bei einer Facebook Fan-Page rückgängig macht
- Lieferanten.de – Neue Suchmaschine für Einkäufer und Lieferanten
Leserstimmen
- outfit-trends.de bei Interview mit Sarah Heike: Existenzgründerin mit Fashion für freche Früchtchen
- steps to jailbreak an iPhone bei Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil II
- software to jailbreak 4 iphones bei Ergebnis Kwerdenker-Umfrage zu Vuvuzelas
- jailbreak iphone 4 bei Voraussetzung für jeglichen Erfolg: Positives Denken
- jailbreak iphone 4 bei Mobile Ortungsdienste unter der Lupe
Kategorien
- Allgemeingut (5)
- Besserwisser (4)
- Big Business (7)
- Blogs vorgestellt (5)
- Buchempfehlungen (3)
- Gründerwelt (18)
- Im Gespräch (4)
- Kommunikation (2)
- Kwerdenker-Quatsch (2)
- Lifestyle (6)
- Marketing & Vertrieb (19)
- Positive Thinking (11)
- Social Media Marketing (3)
- Soft Skills (1)
- Umfragen (7)
Archiv
- März 2012 (3)
- Februar 2012 (1)
- Januar 2012 (1)
- August 2011 (2)
- April 2011 (1)
- März 2011 (4)
- Februar 2011 (1)
- Januar 2011 (2)
- November 2010 (1)
- Oktober 2010 (6)
- September 2010 (7)
- August 2010 (5)
- Juli 2010 (6)
- Juni 2010 (12)
- Mai 2010 (11)
- April 2010 (19)
- März 2010 (15)








