Existenzgründer

Meine Geschäftsidee – Teil II: 4 Tipps, wie man die ersten Kunden gewinnen kann

Meine Geschäftsidee – Teil II: 4 Tipps, wie man die ersten Kunden gewinnen kann

Liebe Leser,

eine der schwierigsten Aufgaben, die unmittelbar nach der Gründung auf Existenzgründer, Selbstständige und Freiberufler wartet, ist zweifelsohne die Kundengewinnung – oder wie es neu-deutsch so schön heißt – Leadgenerierung.
Die erste Gründungsphase ist abgeschlossen: Der Businessplan ist  geschrieben, das Darlehen bei Bank oder einem anderen Geldgeber erfolgreich eingereicht, Corporate Identity und Design funkeln praktisch noch, so frisch sind sie. Es kann losgehen! Aber wo sind nun die Kunden? Wie komme ich zu Beginn an meine Kunden, so ganz ohne Referenzen und Empfehlungen?

Mit dem heutigen Artikel soll Existenzgründern und Start-ups Anregungenen gegeben werden, wie man bei der Kundenakquise der ersten Stunde vorgehen kann.

1. Das eigene Netzwerk zur Kundenakquise nutzen

Was liegt näher als das eigene Netzwerk im ersten Schritt zur Kundensuche anzuzapfen? Nichts! Ganz einfach deshalb, weil einen die Menschen aus dem nahen und näheren Umfeld besser kennen und man daher meist keine Überzeugungsarbeit leisten muss, wie das bei vollkommen fremden potentiellen Kunden wäre. Nicht nur, dass man diese im ersten Schritt von dem eigenen Angebot überzeugen muss – nein – man muss darüber hinaus sich selbst als Mensch so präsentieren, dass man das Vertrauen der Menschen, die einem gegenübersitzen, gewinnen. Das eigene Netzwerk ist aber nicht nur als potentielle Zielgruppe, sondern auch als Empfehler unheimlich wertvoll. Ist das nähere Umfeld von dem Angebot überzeugt, das man an den Mann oder die Frau bringen will, ist es der beste Werbeträger, das man sich vorstellen kann. Vor allem dann, wenn Familie, Freunde und Bekannte selbst über ein gutes Netzwerk verfügen, können die ersten Kunden schneller auf der Matte stehen, als man sich vorstellen kann. Aber aufgepasst: Man sollte das eigene Netzwerk nicht überstrapazieren und dieses “auf Teufel komm raus” mit Anfragen, E-Mails und Ähnlichem bombardieren. Sehr schnell kann man die wertvollste Gruppe vergraulen, wenn das vormals private “Netzwerk” plötzlich auf einmal als reines “Business-Netzwerk” betrachtet wird. Daher gilt hier Fingerspitzengefühl zu beweisen und nicht zu aufdringlich agieren, denn ansonsten kann der Schuss nach hinten losgehen, und die potentiell wertvollste Kundenquelle versiegt ohne auch nur einen Kunden an Land gespült zu haben.

2. Mit “Special Deals” den Fuß in die Tür bekommen

Aller Anfang ist schwer, speziell was die Kundengewinnung angeht. Von demher kann es nicht schaden, wenn man zu Beginn für “Special Deals” offen ist. Gerade im näheren Umfeld kann man so durchaus den ein oder anderen ersten kleinen Auftrag an Land ziehen. Option Nummer eins wäre hierbei das Tauschgeschäft, welches so aussehen könnte: “Ich entwerfe Dir eine neue Corporate Identity, und dafür führst Du bei mir auf der Website eine umfassende Suchmaschinenoptimierung durch.” Das bringt zwar erst mal keinen Umsatz, dafür kann man sich aber Kosten für einen weiteren Dienstleister oder die eigene Zeit sparen, die stattdessen für andere wichtige Aufgaben wie Kundengewinnung oder Marketingaktivitäten genutzt werden kann.

Eine Alternative zum Tauschgeschäft ist das vergünstigte Angebot, das als Türöffner gedacht ist. Selbst wenn man zu Beginn erst einmal diverse Projekte für einen “guten” Preis abarbeitet und keine großen Umsätze macht, wird es sich mittel- bis langfristig meist lohnen. Zum einen bringt es einem ein weiteres Referenzprojekt ein, welches man auf der eigenen Unternehmenswebsite präsentieren kann. Des Weiteren kann über ein spannendes Projekt auch anderweitig die Werbetrommel gerührt und somit Aufmerksamkeit gewonnen werden, sei es in Form einer Pressemitteilung oder Statusmeldungen in XING, LinkedIn oder auf Twitter. Darüber hinaus stehen die Chancen oft nicht schlecht, dass – sollte das erste Projekt gut und erfolgreich verlaufen sein – aus dem “Special Deal” plötzlich eine Kette an Aufträgen oder Projekten wird. Diese sollten dann aber ganz regulär abgerechnet werden, schließlich wächst das Geld für Existenzgründer und Start-ups nicht auf den Bäumen. Es kann nicht schaden, so etwas aber bereits vor dem Special Deal anzusprechen, sodass diesbezüglich erst gar keine Irritationen aufkommen können. Ein weiterer Pluspunkt, den sicherlich jedes erfolgreich durchgeführte Projekt mit sich bringt: Empfehlungen. Es gibt kein stärkeres Marketingtool als das Thema Empfehlungsmarketing bzw. die allseits bekannte Mundpropaganda. Von demher gilt es – speziell am Anfang einer Existenzgründung – so viele (gute) Projekte wie nur möglich erfolgreich durchzuführen, sodass der Stamm an zufriedenen Kunden mehr und mehr wächst. Denn die zufriedenen Kunden werden vermutlich gerne die erbrachte Dienstleistung oder besonderen Produkte an Freunde, Bekannte und Kollegen weiterempfehlen. So kann man – ohne erst groß weitere “Push-Marketing-Aktivitäten” anzuschieben – die nächsten Kunden für sich gewinnen.

3. Kaltakquise – zäh, aber durchaus effektiv

Kaltakquise – ein Thema, bei dem es dem ein oder anderen vermutlich kalt den Rücken runterläuft. Kein Wunder – zählt dies doch wohl zu den eher ungeliebten, zeitintensiven und nicht selten erfolglosen Aufgaben, die ein Existenzgründer durchführen kann, um an neue Kunden zu gelangen. Trotz allem würde ich immer empfehlen, auch auf diesem Gebiet aktiv zu sein. Manchmal landet man dann doch den ein oder anderen Treffer und stößt auf das Interesse eines potentiellen Kunden.Wie geht man hier nun aber am sinnvollsten vor?Gehen wir an dieser Stelle mal davon aus, dass keine Kundendaten vorhanden sind, die gemietet oder gekauft wurden, die man in Form eines elektronischen Mailings (legal) anschreiben kann, dann fällt das Thema E-Mail schon mal flach. Werbeanrufe sind auch keine wirkliche Option, da ebenfalls inzwischen rechtlich nicht mehr zugelassen. Was bleibt also als Option? Das postalische Mailing! Man sollte sich von Vornherein darüber im Klaren sein, dass die Erfolgsqote eines Mailings nicht selten unter 1 Prozent liegt. D.h., werden 100 Personen oder Firmen angeschrieben, wäre es bereits ein Erfolg, wenn eine einzige Rückmeldung kommen würde. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen und ruhig etwas Anstrengung und Zeit in das Thema Kaltakquise per postalischem Mailing investieren. Wie solch ein Mailing im Detail ausschauen kann, werde ich aber nicht an dieser Stelle beschreiben. In naher Zukunft wird zu dem Thema “Kundengewinnung mit Hilfe eines postalischen Mailings” ein eigener Beitrag erscheinen.

Eine andere gute Möglichkeit der Kaltakquise ist der Besuch von relevanten Messen und Veranstaltungen, bei denen man sich den ausgewählten Zielgruppen persönlich und direkt vorstellen kann. Dies stellt im Vergleich zum postalischen Anschreiben einen großen Vorteil dar, da man zum einen mit etwas Glück bereits den relevanten Ansprechpartner vor sich hat und zum anderen in direkte Kommunikation treten kann. Man bekommt ein unmittelbares Feedback und kann sehr schnell feststellen, ob seitens des potentiellen Kunden Interesse besteht oder nicht. Besteht kein Interesse, kann man die betreffende Firma gleich von seiner Liste potentieller Kunden streichen und kann sich stattdessen auf andere potentielle Kunden konzentrieren.

4. Über diverse Kanäle aktiv Marketing betreiben

Es ist ganz wichtig, dass Sie mehrere Kanäle gleichzeitig anzapfen, um an neue Kunden zu gelangen. Es reicht nicht aus, ausschließlich auf Kaltakquise per postalischem Mailing, Suchmaschinenmarketing über Google & Co oder das Netzwerken auf diversen Businessplattformen im Internet zu setzen.  Sie müssen so viele Quellen wie nur möglich anzapfen! Dazu gehören auf jeden Fall die Themen, die bereits zuvor angesprochen wurden: Kaltakquise per Mailing und auf Messen und sonstigen Veranstaltungen, Suchmaschinenmarketing und aktive Nutzung von diversen Social Networks. Darüber hinaus sollte man aber definitiv schauen, dass man das eigene Netzwerk nach und nach ausbaut, z.B. indem man sich in Businessvereinigungen und -clubs engagiert oder aber versucht interessante Fachvorträge vor der Zielgruppe hält, sei es im Rahmen einer Veranstaltung der Hausbank, einer Kammer oder einer Roadshow. Wenn man seine Stärken in der Präsentation der eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen hat, kann man so auf schnelle und einfache Art und Weise Eindruck bei einer Vielzahl an potentiellen Kunden schaffen. Man demonstriert das eigene Know-how und man erscheint urplötzlich auf dem Radar zahlreicher Menschen, die einen vermutlich vorher (noch) nicht gekannt hat. Zudem gibt es die Möglichkeit direkt im Anschluss an die Veranstaltung auf konkrete Fragen der Zuhörer einzugehen und kann so sehr schnell schon beim konkreten Anliegen der jeweiligen Firma oder der jeweiligen Person ankommen.

Dies ist nur ein Auszug an Möglichkeiten, wie man an neue Kunden kommen kann – gerade als Existenzgründer und Start-up. Eine Fortsetzung wird es in absehbarer Zeit geben. Viel Spaß auf jeden Fall schon mal beim Anwenden der ein der anderen Punkte. Zudem freue ich freue mich immer über Feedback! Wie sind Eure Erfahrungen hinsichtlich der Kundengewinnung, wenn es um das Thema Existenzgründung geht? Was waren bei Jenen, die es bereits “über den Berg” geschafft haben, die besten Wege, um gerade in der Startphase des Unternehmens Kunden zu finden und zu gewinnen?

Aufgepasst: Anmeldeschluss für den netSTART-Award

Aufgepasst: Anmeldeschluss für den netSTART-Award

Nachfolgend komme ich der Bitte der Universität Duisburg-Essen nach, nochmals auf den netSTART-Award – dem Wettbewerb für innovative Gründer und Gründungsideen – hinzuweisen. Also, wer eine besondere Gründungsidee parat hat, sollte nicht länger zögern, sondern sich rasch für den netSTART-Award anmelden!

Nachfolgend die Meldung…

Damit Existenzgründer mit innovativen Gründungsideen in der Net Economy gefördert werden, würden wir Sie bitten die folgende Newsmeldung zum heutigen Anmeldeschluss unseres Ideenwettbewerbs bei Ihnen zu veröffentlichen:

Letzte Chance für den netSTART-Award! Heute registrieren und bis Montag, 4.10.2010 Ideenpapiere einreichen

Aufgrund der Bitte zahlreicher Gründer, die gerne beim Award dabei sein möchten, hat der Initiator des netSTART-Awards Prof. Dr. Tobias Kollmann sich dazu entschieden, interessierten Gründern einen besonderen Service anzubieten. Während es dabei bleibt, dass sich die Teams im Laufe des heutigen Tages registrieren müssen, können die entsprechenden Ideenpapiere noch über das Wochenende ausreichend bearbeitet werden. „Viele Gründer haben mich darum gebeten und gerne gewähren wir allen interessierten und engagierten Gründungsinteressierten diesen Service. Wir freuen uns sehr über die bisherigen Anmeldezahlen. Gerne gewähren wir den Bewerbern noch das Wochenende, um in den nächsten Tagen nach erfolgter heutiger Registrierung an dem maximal dreiseitigen Ideenpapier arbeiten zu können. Wir freuen uns auf ihre innovativen Gründungsideen aus dem E-Business. Alle Informationen sind unter http://www.netstart.de/award zu finden.“

Für die Gewinner des Wettbewerbs stehen Geld- und Sachpreise in Höhe von 20.000.- EURO zur Verfügung, die sich auf drei verschiedene Auszeichnungen verteilen. Neben dem mit 10.000,- Euro dotierten netSTART-Award (Hauptsponsor ETL Gruppe), vergeben sowohl die Sparkasse Essen als auch die Essener Agentur FREIWILD Kommunikation jeweils einen Sonderpreis in Höhe von 5.000,-.

Hauptsponsor des netSTART-Awards ist die ETL Gruppe, ein Zusammenschluss von mehr als 1.000 Steuerberatern, Rechtsanwälten, Unternehmensberatern und Wirtschaftsprüfern. Zudem unterstützen die Sparkasse Essen, die Agentur FREIWILD Kommunikation, die Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke und der High-Tech Gründerfonds den Wettbewerb als Sponsoren. Medienpartner sind die VDI Nachrichten, deutsche-startups.de und förderland.de. Als Netzwerkpartner unterstützen den netSTART-Award die Business Angels Agentur Ruhr e.V. sowie die Essener Wirtschafsförderungsgesellschaft mbH. Austragungsort ist das Technologiezentrum ComIn Start in Essen. Alle Informationen zum Wettbewerb sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhält man auch unter http://www.netstart.de/award

Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship
Universität Duisburg-Essen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Universitätsstr. 9
D – 45141 Essen
Stefanie Skowronek
Tel: 0201-183-3801
Mail: stefanie.skowronek@uni-due.de

Das EXIST-geförderte netSTART-Programm wurde vom Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen initiiert. Im Rahmen des netSTART-Programms werden alle relevanten Aspekte von Grund- und Gründungswissen in der Net Economy verbunden, um sowohl das Entrepreneurship als auch das Intrapreneurship in dieser Branche zu fördern und zu unterstützen. Dazu werden die Bausteine Forschung, Lehre, Ausbildung, Gründerberatung und -förderung miteinander verknüpft, um es Studierenden zu ermöglichen, das erlernte Wissen gerade auch auf neue Geschäftskonzepte zu transferieren.
Weitere Informationen zum Lehrstuhl befinden sich unter http://www.e-entrepreneurship.de/.

Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen

Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen

Lieber Leser,

wer kennt das nicht: Flugangst, Klaustrophobie, Höhenangst. Angst vor Schlangen, Spinnen, dunklen Räumen. Angst vor dem Auftritt vor hunderten von Menschen, Angst vor Misserfolg, Verlustangst.

Vermutlich haben die Meisten unter uns zumindest eine dieser Ängste selbst schon mal im Verlaufe des bisherigen Lebens kennengelernt. Der ein oder andere kann die Angst “erfolgreich” verdrängen und irgendwo im Hinterstübchen des Bewusstseins einschließen. Andere wiederum sind weniger “erfolgreich” und leben womöglich ständig mit dieser Angst. Vermutlich mehr schlecht als recht. Und nochmals Andere machen etwas ganz Anderes: Weder verdrängen sie die Angst, noch verzweifeln sie daran – nein – sie akzeptieren ihre Angst, machen sie sich bewusst und versuchen sie zu verarbeiten. Im ersten Schritt erscheint das wahrscheinlich Vielen als unglaublich anstrengend und unter Umständen schmerzhaft. Da kommt dann schnell mal die berüchtigte Angst vor der Angst auf den Plan. Eine wirklich nicht ganz einfache Situation. Denn wer beschäftigt sich denn schon gerne freiwillig mit den eigenen Ängsten und Angstzuständen? Wohl die Wenigsten unter uns. Und doch ist es wohl so, dass nur die dritte Variante einen Heilungsprozess herbeirufen und zu einer tatsächlichen Auflösung des Problems bzw. zu einer Heilung führen kann.

Betrachten wir das Ganze einfach mal an einem konkreten Beispiel der frei erfundenen Person Peter:

Peter ist seit wenigen Wochen und Monaten Existenzgründer. Er hatte sich wenige Monate zuvor dazu entschlossen seinen alten Job als Marketingberater bei einer größeren Agentur in Frankfurt hinzuschmeißen und stattdessen den steinigen und langwierigen Weg der Existenzgründung zu gehen. Voller Tatendrang machte er sich Tag und Nacht Gedanken zu seiner Geschäftsidee des selbstständigen Marketingberaters, besprach sie mit Familie, Freunden und sonstigen “Beratern”, die ihn unterstützen. Den nötigen Businessplan hatte er innerhalb weniger Wochen geschrieben und das Businesskonzept kam sehr positiv bei potentiellen Geldgebern und Investoren an, sodass er sich an der nötigen Finanzspritze erfreuen konnte. Die nächsten Schritte lauteteten: Aufbau von Corporate Identity und Design mit allem was dazu gehört – von Logo über Geschäftsausstattung und Webauftritt. Schnell war auch das erledigt. So konnte es weitergehen!
Nun hieß es: Kunden gewinnen. Und das am besten schnell, einfach und in großer Zahl. Doch das sollte sich in den ersten Wochen und Monaten alles andere als einfach gestalten. Nach und nach stieg in Peter ein Gefühl des Unbehagens auf. Hatte er etwas falsch gemacht? War seine Geschäftsidee doch nicht so gut wie er meinte? Machte er das Falsche oder schlichtweg zu wenig Marketing? In der Folge befielen Peter immer wieder Zweifel und Ängste. Sein Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die positive Grundhaltung, der ihn in den ersten Monaten getragen und ausgezeichnet hatte, war auf einmal auf die Größe einer Kaugummipackung geschrumpft. Und wenn dann auch noch ständig Fragen aus dem Familien- und Bekanntenkreis kamen, wie die Existenzgründung denn anlaufen würde, trug das auch nicht gerade zu einem besseren Gefühl bei, denn man wurde ständig daran erinnert, dass bisher nicht die Umsätze da waren, die man sich selbst gewünscht und vielleicht kalkuliert hatte.

So hatte Peter also mehr und mehr mit Existenzangst zu kämpfen. Und nicht nur das: Auch seiner Partnerin gegenüber fühlte er sich in gewisser Weise schlecht, hatte er doch in der derzeitigen Situation nicht das Gefühl, dass er sie hinreichend beschenken und verwöhnen konnte. Da waren die Zeiten als Angestellter im Vergleich dazu doch gar nicht so schlecht, oder?! Aber nein, er hatte sich nun für diesen Weg entschieden. Er konnte jetzt nicht gleich wieder den Löffel hinschmeißen. Wie konnte er aber in der aktuellen Situation mit seinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten locker, enspannt und selbstbewusst durchs Leben gehen und gleichzeitig noch neue Kunden und Projekte für sich gewinnen?
Kurz gesagt: Vermutlich kaum oder gar nicht. Peter musste also etwas in seinem Inneren ändern. Er musste lernen seine Ängste zu akzeptieren und gleichzeitig loszulassen. Wie konnte er das schaffen?
Als Erstes versuchte er seine Ängste, Zweifel und negativen Gefühle in Worte zu fassen und schrieb sie nieder. Jetzt konnte er schwarz auf weiß sehen und begreifen, was ihn immer wieder beschäftigte und blockierte. Das ermöglichte ihm, das Ganze nun offen und laut auszusprechen und mit Bezugspersonen (die das Ganze auch tangierte, z.B. der Partnerin) darüber zu sprechen. Das hatte eine lösende Wirkung auf Peter und sein Innenleben. Er musste nun keine Angst mehr vor etwas haben, das an die Oberfläche gekommen war und bereits damit begann sich aufzulösen. Gleichzeitig arbeitete er wieder an einer positiven Grundhaltung indem er seine Ängste mehr und mehr akzeptierte und dankbar dafür war, dass sie da waren. Denn im Endeffekt waren die Ängste nichts Schlechtes. Sie warnten ihn vor etwas, das er nicht wollte. Allerdings war er selbst dafür verantwortlich, dass die Ängste seine gesamte Denkweise und Grundhaltung beeinflussten. Sie übernahmen quasi das Kommando, und Peter konnte nicht mehr seine ursprüngliche positive Energie fließen lassen. Doch da er nun offen mit ihnen umging, erschienen die Ängste auf einmal gar nicht mehr so groß. Er hatte so langsam wieder das Gefühl das Steuer in der Hand zu halten, und er konnte wieder besser loslassen und positive Energie spüren. Je mehr positive Energie er aufbaute, desto lockerer, entspannter und selbstbewusster konnte er wieder seiner täglichen Arbeit nachkommen und auf Kundenakquise gehen. Und plötzlich, er konnte es sich selbst nicht wirklich erklären, kamen die ersten konkreten Kundenanfragen und schließlich auch Aufträge ins Haus geflattert.

Peter hatte aus dieser Zeit ein paar ganz wichtige Dinge lernen können:

1. Ängste sind dazu da, um sie sich bewusst zu machen und aufzulösen. Ein Verdrängen oder Verzweifeln führt nicht zu dem gewünschten Ziel, nämlich der Auflösung der Ängste. Sie werden dadurch eher größer, intensiver und schmerzhafter.

2. Mit einer negativen Grundhaltung kommt man ganz schnell mal in eine negative Spirale, die immer mehr schlechte Erfahrungen etc. anzieht. Daher sollte man versuchen, wenn man mal wieder in ein “Loch” fällt, mit positiven Gedanken und Gefühlen gegenzusteuern.

3. Loslassen ist die Voraussetzung für ein entspanntes und glückliches Leben: Wer an etwas verkrampft festhält, so wie Peter dies tat, da er umbedingt neue Kunden gewinnen und dies praktisch mit der Brechstange erzwingen wollte, wird vermutlich meistens eher frustriert auf der Strecke bleiben und das eigenliche Ziel nicht erreichen. Auch wenn es mal schwierige Phasen im Leben gibt, sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und sich klar machen, dass auch diese heikle Situation etwas Gutes für sich hat, denn man muss innere Stärke entwickeln und mutig vorangehen. Auf diese Weise entwickelt sich der Mensch wieder ein Stück weiter und wird bei der nächsten ähnlichen Situation weitaus entspannter damit umgehen können, da er sich und sein Inneres in der Zwischenzeit stärken und weiterentwickeln konnte.

Wahrscheinlich waren oder sind die meisten der Freiberufler, Selbstständigen und Unternehmer mal an einem Punkt angekommen, an dem es gefühlsmäßig nicht mehr weiterging. Aber das gehört wohl einfach zur Selbstständigkeit dazu. Man muss es akzeptieren oder sich doch lieber in ein vermeintlich sicheres Angestelltenverhältnis begeben.

Frage in die Runde: Wie ist es den Selbstständigen unter Euch ergangen oder wie ergeht es Euch aktuell? Könnt Ihr Euch in die Lage von Peter versetzen? Was waren oder sind die Ängste, denen Ihr im Zusammenhang mit der Existenzgründung und Selbstständigkeit begegnet seid?

Existenzgründer auf aufsteigendem Ast

Existenzgründer auf aufsteigendem Ast

Gute Nachrichten aus der Welt der Gründer und Selbstständigen:

Laut einer aktuellen Umfrage von Gründerraum, einem Blog der Zeitschrift “Wirtschaftswoche”, vermeldeten 50 Prozent der Start-ups im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum von ca. 25 Prozent und mehr. Die Folge dieses positiven Trends: Knapp zwei Drittel der Firmen wollen neue Mitarbeiter einstellen, und nur etwas jeder zehnte befragte Jungunternehmer rechnet mit Entlassungen.

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat Positives zu berichten. Nach ihrer Gründerstatistik starteten 2009 mehr als 870.000 Menschen in die Selbstständigkeit. Das waren 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründer rechnen mit mehr Geschäft, und im Schnitt stellen Gründer zum Start zwei Mitarbeiter ein. Insgesamt entstanden so 2009 ca. 510.000 Stellen. Das waren 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Laut KfW hat die Wirtschafts- und Finanzkrise die Gründungsaktivitäten belebt und mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit geebnet bzw. Impulse zur Umsetzung vielversprechender Projekte gegeben.

Darüber hinaus sehr interessant: Existenzgründer starten heutzutage häufiger gut vorbereitet in die Selbstständigkeit. Eine Tatsache, die speziell Geldgeber überzeugt – Banken, Investoren, Bürgen und Business Angels. Etwas drei von vier Gründer benötigen Startkapital. Und das Positive: die Zahl der Absagen an Existenzgründer und deren Geschäftsideen nimmt ab, was dafür spricht, dass Gründer öfter mit einem fundierten und überzeugenden Businessplan aufwarten können.
Ein Grund dafür, dass rund 72 Prozent der befragten Unternehmer zuversichtlich sind, notwendiges Kapital für Investitionen und mehr bei potentiellen Geldgebern einstreichen zu können.

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil I

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil I

Gerade erst letzte Woche hat sich ein ehemaliger Geschäftskollege von mir in London als Music Manager selbständig gemacht. Er kümmert sich ab sofort um die Vermarktung ausgewählter Music-Bands. Zuvor war er bei einer Agentur fest angestellt und hat über viele Jahre jeden Monat pünktlich seinen Gehaltsscheck bekommen. Eine feine Sache. Und dann kommt die Selbstständigkeit und damit einher gehen die Schlagworte Risiko, Unsicherheit und bedingungslose Eigeninitiative. Klingt erst mal nicht sehr schön, und es könnte einem geradezu Angst und Bange werden. Aber Moment – die Selbstständigkeit hat auch ihre positiven Seiten, denn sonst gäbe es wohl nicht so viele, die den Schritt in die absolute Eigenverantwortung wagen würden. Wie wäre es mit den etwas mehr Kreativität, Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit – nur um ein paar wenige Worte an dieser Stelle erwähnen zu wollen. Das klingt doch schon viel besser!
Und trotzdem: Macht man sich mal etwas tiefgreifendere Gedanken zu dem Thema Selbstständigkeit und spricht mit bereits Selbstständigen und Freiberuflern darüber, muss man wohl ganz schnell einsehen, dass das Ganze kein Pappenstiel und nicht für Jedermann das Richtige ist. Ich erinnere nur an das Bild von oben: Angestelltenverhältnis – Monatsende – Gehaltsscheck – Punkt! Nicht umsonst hat mal vor geraumer Zeit ein Gründungscoach zu mir gemeint, dass “zu der Entscheidung pro Selbstständigkeit eine ordentliche Portion Verrücktheit dazugehört”. Ich weiß, dass er dies damals mit einer ordentlichen Portion Humor hinterlegt hat, ansonsten hätte er wohl nicht so zahlreiche Existenzgründer unter seinen (erfolgreichen) Fittichen. Nichts desto trotz wollte er mit seiner Aussage genauso klar machen, dass der Weg durchaus steinig, zäh und langwierig sein kann. Ist man sich dieser Dinge allerdings von Vornherein bewusst und geht nicht mit einer rosaroten Brille oder ohne einen blassen Schimmer in die Selbstständigkeit, dann – ja dann – kann man guten Mutes an die Sache rangehen. Nun aber genug erzählt. Die Frage, die ja bereits in der Überschrift dieses Artikels auftaucht, lautet schließlich: Was sind die täglichen Herausforderungen für einen Selbstständigen oder Freiberufler?

Zu Beginn der Selbstständigkeit ist es wohl so ein bisschen das Gefühl der Orientierungslosigkeit. Ich glaube, das trifft es ganz gut. Das fängt mit dem Aufwachen am ersten Tag des “Nicht mehr Arbeitnehmer sein” an. Der Wecker klingelt, und man macht sich in seiner täglichen Schlagtrunkenheit (dies gilt natürlich nicht für die Frühaufsteher unter Euch, die bereits mit einem Moonwalk trällernd ins Badezimmer schweben) auf den mühsamen Weg ins Badezimmer und plötzlich wird einem bewusst: “Moment mal, ich muss ja gar nicht mehr ins Büro. Ich bin ja jetzt selbstständig!” Wenn der erste “Schock” mit dem Frühstückstoast hinuntergedrückt ist kann es endlich losgehen – mit der Selbstständigkeit. Schließlich wartet einiges an Arbeit auf einen.

Aber was ist denn nun wirklich zu tun im Laufe einer Selbstständigkeit?

Nun, zu Beginn wird ein Selbstständiger höchstwahrscheinlich erst einmal etwas im Nebel stochern – wer ist anzusprechen? Wie und was kann man erreichen? Wie baue ich mein Netzwerk auf? Und, und, und. Man versucht Termine mit Kunden, Kunden und nochmals Kunden zu vereinbaren. Über die ersten erfolgreichen Kundenbeziehungen entstehen neue Kundenbeziehungen und so weiter und so weiter. Die Maschinerie der Mundpropaganda – dem wertvollsten und effektivsten Marketingwerkzeug – springt langsam an und spült immer mehr neue Kunden und Partner an – etwa so wie eine Flaschenpost, die nach einer längeren Reise am Timmendorfer Strand “auf Grund läuft”.

Nach einiger Zeit werden sich die Herausforderungen allerdings komplett verändern. Dann wird es nicht mehr primär darum gehen Kundenakquise und Networking zu betreiben (wobei das vermutlich nie aufhören wird). Nun kommen ganz andere Herausforderungen auf einen zu: Wie kann ich mehrere Projekte simultan bearbeiten ohne in ein Chaos zu verfallen? Wie gehe ich mit eventuellem Stress um ohne dabei den Spaß an der Arbeit und den Kundenbeziehungen zu verlieren? Wie schaffe ich es trotz aller Anstrengung und möglichen Zeitengpässen die ein oder andere ruhige Minute einzubauen um wieder etwas herunterzufahren?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass vermutlich nicht wenige Freiberufler und Selbstständige Schwierigkeiten haben einen geregelten Tagesablauf zu kreieren – so ganz ohne Chef oder Stempeluhr “im Nacken”. Denn es gibt tagtäglich zahllose Ablenkungsmöglichkeiten, speziell dann, wenn man seine Büroräumlichkeiten in die eigenen vier Wänden integriert hat. Da fällt es nicht immer leicht konzentriert zu bleiben.

Man muss auch offen sagen, dass man als Freiberufler und Selbstständiger des Öfteren den inneren Schweinhund überwinden muss um neue Projekte an Land zu ziehen. Wenn man tagein tagaus Kundenprojekte bearbeitet hat man oft nicht mehr den “Drive”, um darüber hinaus auch noch andere Dinge machen zu wollen. Sei es die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die Steuererklärung, Rechnungen zu schreiben, Auftragsangebote zu verfassen und mit Interessenten durchzusprechen oder sonstige Bürotätigkeiten. Hier gilt es trotzdem diese (wichtigen ) Dinge nicht zu vernachlässigen, auch wenn sie von Zeit zu Zeit ziemlich nervtötend sein können. Denn sie gehören nunmal zur selbstständigen Tätigkeit dazu so wie für viele der Kaffee zu einem guten Frühstück dazugehört.

Eine andere Hürde, speziell für Jene, die ihre Geschäftstätigkeiten von ihrem “Home Office” ausüben ist die Isolation bzw. das alleine Arbeiten. Hier gilt es aufmerksam durch den Alltag zu wandern. Früher oder später kann durchaus ein Gefühl der Einsamkeit eintreten, insbesondere dann, wenn man es in der Vergangenheit gewohnt war in einem Büro ständig Kollegen um einen herum gehabt zu haben. Dann heißt es gegensteuern. Ich selbst achte deshalb darauf, dass ich Kundentermine so oft wie möglich außerhalb meiner vier Wände organisiere, mich mindestens 1-2 pro Woche mit Bekannten oder Freunden zum Mittagessen verabrede und auch sonst schaue, dass ich immer wieder unter Leute komme, sei es beim Sport oder einer anderen Freizeitbeschäftigung. Ich kenne auch Freuberufler und Selbstständige, die der Isolation dadurch entfliehen, indem sie hin und wieder in einem Café arbeiten, um so wieder neue Eindrücke und Komunikation mit der Außenwelt bekommen zu können.

Obendrein kann es durchaus gewöhnungsbedürftig sein plötzlich so ganz ohne Feedback oder Statusmeldungen arbeiten zu müssen. Bei Zweifeln gilt es sich von ausgewählten Menschen im näheren Umfeld Rat oder eine Meinung einzuholen. Nichts desto trotz muss man sich darüber im Klaren sein, dass man am Ende die Entscheidung nun selbst fällen muss, und dass es keinen Chef mehr gibt, der einem die Richtung vorgibt. Schließlich ist man nun sein eigener Herr. Und das ist auch gut so, denn das macht die Selbstständigkeit so spannend und ist das Salz in der Suppe.

Das war der erste Teil der täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler. Im nächsten Teil der täglichen Herausforderungen werde ich unter anderem auf die Themen Frustbewältigung, Freizeit, Lockerheit, Organisation und vieles mehr eingehen.

Frage an alle Selbstständigen und Freiberufler: Welche anderen Herausforderungen habt Ihr in Eurer täglichen Arbeit ausgemacht? Wie habt Ihr diese Hürden überwunden?

Erfolgskriterium für Selbstständige: der lebendige Businessplan

Erfolgskriterium für Selbstständige: der lebendige Businessplan

Businessplan? Ok, das sollte man als Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständiger selbstverständlich kennen. Was versteht man allerdings unter einem “lebendigen” Businessplan?

Ein Businessplan ist, wie bereits in einem früheren Artikel zum Thema Businessplan betont, kein Schriftstück, welches nach der erstmaligen Fertigstellung und dem unter Umständen erfolgreichen Kreditantrag bei Bank, Bürgen oder Investoren am Ende ist und in der Schublade verschwindet. Ganz im Gegenteil: für den Erfolg eines Existenzgründers und Selbstständigen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen der lebendige Businessplan. Das heißt: Man sollte in regelmäßigen Abständen immer wieder den Businessplan zur Hand nehmen und speziell den Finanzteil auf Aktualität überprüfen. Wie sieht es mit den zu Beginn geplanten Auftragseingängen und Umsätzen pro Monat aus? Sind wir hier im Soll? Sind in der Zwischenzeit eventuell neue Posten aufgetaucht, die Mehrkosten verursachen? Habe ich in der ursprünglichen Planung unter Umständen den ein oder anderen Punkt übersehen? Mit solchen Fragen kann man ganz schnell feststellen, ob man noch in der Spur ist oder nicht. Eines sollte bei einem Existenzgründer, Freiberufler oder Selbstständigen grundsätzlich nicht passieren: es sollte keine Angst bzw. das Gefühl der Machtlosigkeit aufkommen. Angst lähmt bekanntlich und das Gefühl der Machtlosigkeit ist ein klares Indiz dafür, dass man spürt den Überblick über die Situation zu verlieren. Daher ist es von immenser Bedeutung den Businessplan immer wieder zu aktualisieren und damit lebendig zu halten. Davon ausgehend möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen, dass ein Businessplan nicht nur für diejenigen von Belang ist, die einen Kredit oder Ähnliches beantragen möchten. Auch wenn man ausschließlich mit Eigenkapital den Weg in die Selbstständigkeit wagt, ist der lebendige Businessplan Voraussetzung für den Erfolg. Doch auch die beste und ausgeklügelste Planung muss nicht immer funktionieren bzw. so eintreffen, wie gedacht. Daher empfiehlt es sich für solche Fälle einen Geldpuffer einzuplanen, damit etwaige Umsatzlöcher gestopft werden können. Auf der anderen Seite wird man vermutlich aber auch Monate erleben, in denen es besser läuft als ursprünglich gedacht. Gut für Sie! Nutzen Sie die Mehreinnahmen, um wieder ein kleines finanzielles Polster anzulegen – für schlechtere Zeiten oder unvorhergesehene Ausgaben. Gut möglich, dass Sie auf einmal merken, dass Sie noch die ein oder andere Investition tätigen müssen. Hierfür sind diese Reserven perfekt.

Daher gilt: Behalten Sie speziell den Finanzteil Ihres Businessplans ständig im Auge und aktualisieren Sie ihn fortlaufend. Das gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit, und Sie werden nicht kopflos durch die Gegend rennen. Achten Sie darauf, dass Sie das große Ganze, also die kalkulierten Kosten und Umsätze pro Monat, stets überblicken. Sollten Sie merken, dass Ihre Umsätze nicht reichen bzw. nicht an Ihre ursprünglichen Vorgaben heranreichen müssen Sie unter Umständen Ihre Akquisemaßnahmen oder/und Ihr Marketing intensivieren. Haben Sie aber überhaupt noch Zeit für Akquise, oder sind Sie bereits mit Ihren Kundenprojekten am Limit angekommen? Um das herauszufinden empfiehlt es sich ein schriftliches Budget aufzustellen, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Zeit Sie für einen durchschnittlichen Auftrag brauchen und dem jeweiligen Kunden in Rechnung stellen können. So werden Sie ganz schnell herausfinden, wie viel Zeit Sie pro Woche an Kundenprojekten oder Ähnlichem arbeiten müssen, um Ihre Kosten decken zu können. Den Rest der zur Verfügung stehenden Zeit bleibt Ihnen dann für die oben angesprochene Akquise. Und wenn dann noch Zeit für Netzwerken, Kommunikation und Fortbildung übrig bleibt um so besser. Wenn Sie stets den Überblick über Ihre finanzielle Situation behalten und Ihren Businessplan diszipliniert und kontinuierlich auf dem aktuellen Stand halten, sind Sie einer erfolgreichen Existengründung bzw. Selbstständigkeit wieder ein ordentliches Stück näher gekommen.

2009 schwächstes Jahr des Venture Capitals in den USA

2009 schwächstes Jahr des Venture Capitals in den USA

Schlecht für Existenzgründer und Start-ups: Infolge der Finanzkrise geht laut Internet World Business das Jahr als das schlechteste in die Annalen des Venture Capitals in den USA. Infolge der Finanzkrise sanken die Ausgaben der Investoren auf den tiefsten Stand seit 2004 auf ca. 14 Milliarden US-Dollar.
Im ersten Quartal 2010 war jedoch eine Trendwende erkennbar. Investoren gaben wieder mehr Geld aus. Laut Dow Jones LP Source sammelten 34 Fonds rund 4,1 Milliarden US-Dollar oder 41 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2009 ein. Marktbeobachter deuten dies als Zeichen, dass sich der Markt in 2010 für Beteiligungen und Übernahmen wieder belebt.

Nachgehakt: Heißt es eigentlich selbstständig oder selbständig?

Nachgehakt: Heißt es eigentlich selbstständig oder selbständig?

Liebe Leser,

heute gibt es einen kleinen Beitrag – besser gesagt eine kurze Aufklärung, speziell für alle Selbstständigen. Oder wird es Selbständigen geschrieben? Habt Ihr Euch nicht auch schon mal gefragt, wie es denn nun eigentlich richtig heißt: Selbstständig oder selbständig? Früher, vor der unnützen Rechtschreibreform war die Sache klar. Da hieß es ganz klar selbständig. Punkt. Aus.
Und heute? Wie heißt es denn nun korrekt? Selbstständig oder selbständig? Oder geht sogar beides?

Die Lösung spuckt der Duden aus. Es gehen beide Varianten!

Also selbstständig UND selbständig. Hier noch der Beweis, gefunden unter www.duden-suche.de:

selbstständig (Artikelvorschau)

selbst|stän|dig, selbständig <Adj.> [zu frühnhd. selbstand  = Person, spätmhd. selbstēnde = für sich bestehend]: a) unabhängig …
Quelle: Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2007.

Damit wäre die Sache nun auch geklärt.

In unserer nächsten Deutschstunde für “Runaways” wird die Frage geklärt, ob es eigentlich DAS Blog oder DER Blog heißt.

Kwerdenker-Buchempfehlung für Existenzgründer: “keine große sache”

Kwerdenker-Buchempfehlung für Existenzgründer: “keine große sache”

Liebe Leser,

heute gibt es eine Buchempfehlung in Sachen Existenzgründung: “keine große sache”. Geschrieben wurde das Werk von Vanessa Kullmann, der Gründerin von Balzac Coffee, die 1998 ihren ersten kleinen Coffee Shop in Hamburg eröffnete und inzwischen mehr als 30 Filialen aufgebaut hat.

In ihrem Buch gibt sie einen wunderbaren Einblick, wie die Idee für Balzac Coffee entstand, wie sie der Umsetzung Stück für Stück näher kam, welche Hürden und Schwierigkeiten bestanden und wie sie letztendlich an ihrem Ziel – ihrem eigenen Coffee Shop – angekommen ist.

Vanessa Kullmann beschreibt sehr gut, was ein Existenzgründer bzw. Unternehmer für das Dasein als Selbstständiger alles mitbringen sollte. Ich habe einige Punkte aus ihrem Buch aufgegriffen und durch meine persönlichen Erfahrungen ergänzt.

- Eine Geschäftsidee, von der der jeweilige Existenzgründer absolut überzeugt ist und es ihm auch gelingt andere davon zu überzeugen

- Motivation bis zum Abwinken: Auch wenn es mal Frust gibt, sei es aufgrund von Rückschlägen, der deutschen Bürokratie, Streitereien oder sonstigen Hürden

- Geduld und Ausdauer: Nicht selten muss ein Unternehmer speziell in der Gründungsphase sehr viel und hart arbeiten, da Prozesse einfach noch nicht richtig eingespielt sind, Produkte noch nicht zu 100 Prozent ausgereift sind oder schlichtweg gewisse Dinge noch nicht fertig sind. Geduld ist eine Tugend und was lange währt wird endlich gut!

- Durchsetzungsvermögen: Nicht selten wird man gerade zu Beginn, wenn die Erfahrung noch fehlt, gerne mal als Greenhorn betrachtet, nicht ganz ernst genommen und belächelt. Im schlimmsten Fall sogar bei einem Geschäft über den Tisch gezogen. Da heißt es manchmal die Ellbogen ausfahren. Nicht unfair werden, aber doch zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt, voll bei der Sache ist und auch mal Nein sagen kann, wenn es sein muss

- Gelassenheit entwickeln und sich Pausen gönnen: Es funktioniert nicht, dass man wie ein Irrer und Gehetzter durch die Welt geht und gleichzeitig noch gute Laune und Freude versprüht. Deshalb ist es ganz eintscheidend, dass man sich zwischendurch auch Pausen gönnt. Pause bedeutet, wirklich mal abzuschalten und unter Umständen auch einfach mal gar nichts tun – die Seele baumeln lassen. Es bringt nichts, wenn man 24 Stunden am Tag ausschließlich an das Unternehmen denkt. Auf die Dauer winkt das Burn Out-Syndrom. Motivationslosigkeit und Ausgelaugtheit werden die Folge sein. Darum kann ich nur empfehlen: wenn nicht irgendwelche ganz dringende Projekte oder Aufgaben auf dem Tisch liegen, einfach mal etwas früher Feierabend machen und den Rest des Tages “bewusst” mit der Familie oder in einem sonstigen ruhenden Umfeld genießen. Das wirkt Wunder, und die Arbeit macht am nächsten Tag doppelt Spaß!

- Immer das Ziel vor Augen haben: Ohne Ziele geht es nicht. Wer keine Ziele hat wird durch die Welt irren und nichts erreichen können. Eine sinnvolle Methode ist es ein oder mehrere langfristige Ziele zu definieren und diese auch niederzuschrieben. Dann hat man diese Ziele schwarz auf weiß vor sich liegen und kann, wenn die Energie mal wieder etwas im Keller ist, das Blatt Papier mit den definierten Zielen aus der Schublade holen und sich der Ziele wieder voll und ganz bewusst werden. Um das langfristige Ziel erreichen zu können bedarf es allerdings kleinerer Etappenziele, die man ebenfalls aufschreiben sollte. Diese helfen einem dabei in kleinen Schritten dem großen Ziel immer näher zu kommen

Das Buch “keine große sache” ist absolut empfehlenswert, ganz egal ob man gerade mit dem Gedanken der Selbstständigkeit oder Existenzgründung spielt oder nicht. Das Buch ist informativ und zugleich persönlich, da Vanessa Kullmann ihre persönlichen Erfahrungen dem Leser sehr gut näherbringt. In gewisser Weise fiebert man ihrem großen Ziel gemeinsam mit ihr regelrecht entgegen, um dann am Ende doch erstaunt darüber zu sein, was ein Mensch in der Lage ist zu erschaffen, wenngleich vielleicht niemand außer dieser Person an das große Ziel geglaubt hat.
Vanessa Kullmann hat es zweifellos geschafft. Nein, mehr als das. Ich denke, sie hat es sogar weit übertroffen!

Chapeau, Vanessa!

Jetzt meine Frage an Euch, liebe Leser:

Die oben genannten Punkte sind nur ein paar ausgewählte, derer sich jeder Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer bewusst sein sollte, um von Anfang an erfolgreich sein zu können. Die Liste könnte noch deutlich länger ausfallen. Was sind Eure Erfahrungen mit dem Thema Existenzgründung bzw. der Selbstständigkeit? Was ist Eurer Meinung nach darüber hinaus entscheidend für eine erfolgreiche Selbstständigkeit? Lasst mich und den Rest der Leserschaft wissen, was Eure Gedanken hierzu sind. Ich bin gespannt!

Kurz erklärt: Businessplan

Kurz erklärt: Businessplan

Liebe Leser,

heute geht es um das spannende Thema Businessplan und alles was dazu gehört – im Schnelldurchlauf.
Viel Spaß beim Lesen!

Ein Businessplan (engl. business plan) ist nicht anderes als ein anderer Ausdruck für Geschäftsplan, welcher eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens darstellt. Hierzu zählen Ziele, Strategie und Maßnahmen etc. Die Zusammenfassung besteht in der Regel aus Informationen zu:

Geschäftsidee und dem Hintergrund dazu, Aufbau und Struktur der Unternehmung, dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung, Geschäftsinhabern oder Geschäftsführern, Partnern und Kooperationen, Marketing und Vertrieb, Zielgruppen, Marktstruktur und Wettbewerbsanalyse, Personalplanung, SWOT-Analyse, Meilensteine und – ganz wichtig – Finanzteil mit Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan und Finanzierungsplan.

Speziell die Anforderungen beim Aufbau des Finanzteils variieren von Bank zu Bank und hängen obendrein auch stark von dem Umfang der neuen Unternehmung ab. Deshalb sollte bereits im Vorfeld in einem Gespräch mit der Hausbank oder einer anderen Bank geklärt werden, was im konkreten Fall gefordert wird.

Wann brauche ich solch einen Businessplan?

Eigentlich immer, wenn man eine neue Unternehmung gründen will. Zum einen hilft es dem Existenzgründer ungemein dabei sich über seine eigenen Ideen, Visionen und Vorstellungen klar zu werden, wenn er sie schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Er erkennt sehr schnell, wo es noch Lücken oder Verbesserungsbedarf gibt. Zum anderen braucht er solch einen Businessplan, wenn er seine Geschäftsidee nach außen verkaufen möchte um bei Banken, Investoren, Business Angels, Bürgen oder sonstigen Insitutionen und Personen vorsprechen zu dürfen, um beispielsweise Kredite oder Investorkapital zu beantragen.

Ein Businessplan sollte nie als ein starres Gebilde betrachtet werden, welches man einmal schreibt und dann in die Ecke gelegt wird. Ganz im Gegenteil: Ein Businessplan ist ein sehr dynamisches Dokument, welches sich mit der Zeit immer wieder verändert und weiterentwickelt. Insbesondere der Finanzteil ist ein ungemein hilfreiches Werkzeug um Ziele, Budgets und Umsatz- und Ertragsprognosen im Auge zu behalten. So kann man jederzeit feststellen, ob man richtig kalkuliert hat und ob sich die ursprünglichen Prognosen bewahrheiten oder nicht. Wenn man feststellt, dass man nicht mehr auf dem richtigen Weg ist muss man entsprechende Maßnahmen ergreifen um wieder in die Spur zu kommen.

Daher rate ich jedem Existenzgründer auf jeden Fall einen Businessplan zu schreiben. Ganz egal ob Fremdkapital benötigt wird oder nicht. Am Besten sollte man vorab kurz bei der Hausbank und zwei weiteren Bankinstituten oder Sparkassen nachhaken. Diese geben gerne Auskunft dazu und geben normalerweise auch Informationsmaterialien raus, welche Tipps zum Aufbau des Businessplans geben. Darüber hinaus ist es sinnvoll mit der nächsten IHK (Industrie- und Handelskammer) zu sprechen, welche ebenfalls hilfreiche Tipps geben. Wer sich überhaupt kein Bild davon machen kann, wie solch ein Businessplan anzufertigen ist sollte darüber nachdenken, einen Gründungsberater anzusprechen, die darauf spezialisiert sind Existenzgründern beim Umternehmensaufbau zu helfen. Hierzu können ebenfalls die Industrie- und Handelskammern Auskunft geben.

Der Kwerdenker selbst wird in den nächsten Wochen eine Mastervorlage für einen Businessplan anfertigen, welche über den Blog bestellt oder heruntergeladen werden kann. Ich halte Euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer vorab aber schon Antworten auf Fragen braucht, kann gerne eine PN an info@kwerdenker-blog.de senden.

Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte

Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte

Liebe Leser,
heute geht es mit einer neuen Serie – besser gesagt – der ersten Serie innerhalb des Kwerdenker-Blogs los: Das Thema: “Meine Geschäftsidee”. Wir gehen also gleich in die Vollen. Die Serie soll angehenden Existenzgründern ein paar wichtige Hinweise und Tipps geben, was zu welcher Zeit beim Gründen zu beachten ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Serie.

5 Schritte zu einer erfolgreichen Vorbereitung einer neuen Geschäftsidee:

1. Sprechen Sie über Ihre Geschäftsidee – aber mit den passenden Ansprechpartnern

Eine Idee für eine neue geschäftliche Herausforderung muss reifen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand die “ultimative” Geschäftsidee morgens am Frühstückstisch hatte, die er dann 1:1 umsetzte. Eher ist es so, dass man eine Idee hat und diese dann nach und nach weiterentwickelt. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, in der man seine Idee durchaus erst mal für sich behalten sollte. Denn nicht selten stößt man schon relativ schnell auf gewisse Grenzen, die die Idee zu einer Schnapsidee werden lassen, die man wieder in der Schublade verschwinden lässt. Oder aber die ursprüngliche Idee entwickelt sich zu einer wirklich guten und “ausgereiften” Idee. Wenn sich erste Konturen entwickeln, macht es Sinn die richtigen Ansprechpartner in den neuen Schlachtplan einzuweihen. Aber woher weiß man, wer die richtigen Ansprechpartner sind?
Zu den richtigen Ansprechpartnern zählen Menschen, die unter Umständen selbst Unternehmer sind oder waren und Erfahrung mit solchen Situationen haben. Leute, die einen besser kennen als andere und bei denen man weiß, dass sie nicht gleich zu allem “Ja” und “Amen” sagen. Personen, die offen und optimistisch, gleichzeitig aber realistisch sind. Mit negativen Menschen kommt man speziell in solch einer Situation nicht weit, denn das zarte Pflänzchen, die Idee, muss erst mal genug Kraft entwickeln, um zu wachsen, bevor sie gleich eins auf die Mütze bekommt. Idealerweise sollte man obendrein noch mit Menschen sprechen, die im Bereich Existenzgründung aktiv sind. Hierzu zählen die freundlichen Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammern (kurz: IHK), mit denen man ohne Weiteres ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren kann, in dem die Geschäftsidee nähergebracht wird. Darüber hinaus ist es durchaus zu empfehlen, mit einem Existenzgründer-Coach zu sprechen, welcher unter anderem über die jeweilige IHK vermittelt werden kann und täglich mit Existenzgründern zu tun hat. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie für Ihr Vorhaben eine Finanzspritze benötigen werden, sollten Sie auch gleich ein erstes “Orientierungsgespräch” mit dem Bankberater Ihrer Hausbank führen. Dieser kann Ihnen dann gleich erste Tipps und Informationen geben, die Sie für das weitere Vorgehen benötigen, beispielsweise Informationen zu Businessplan und Fördermöglichkeiten.
Sollten Sie in dieser Phase doch an den oder anderen Kritiker oder Pessimisten geraten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Planen Sie sorgfältig einen Schritt nach dem anderen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

2. Geben Sie sich und Ihrer Geschäftsidee ausreichend Zeit

Setzen Sie sich zeitlich betrachtet ambitionierte Ziele, aber setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Denn das Letzte, was Sie gleich von Beginn an brauchen können sind Zeitdruck und fehlende Lockerheit.
Zugegebenermaßen ist es alles andere als einfach einen Zeitstrahl zu setzen und zu wissen im Monat x gehen die Vorbereitungen zur neuen Geschäftsidee los, und im Monat Y sind Sie schon mitten drin im Geschäft. Machen Sie sich nichts vor, und bleiben Sie realistisch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich gerne ambitionierte Zeitziele setzt, die dann doch wieder nicht eingehalten werden. Das muss nicht immer an einem selbst liegen, ist man doch immer wieder auch von anderen Menschen und Dienstleistern abhängig. Beispielsweise hat der Grafikdesigner gerade so viel um die Ohren, dass er das neue Logo und die neuen Visitenkarten und Briefpapiere nicht wie geplant gestalten konnte. Der Programmierer konnte noch nicht mit der Umsetzung der neuen Website beginnen, da er erst mal die Design- und Layoutvorgaben des Grafik- oder Webdesigners braucht. Und das Schreiben des Businessplans dauert am Ende doch länger als gedacht, weil man bei dem ein oder anderen Thema auf unerwartete Probleme oder Ungereimtheiten stößt.
Diese Kette lässt sich vermutlich unendlich lange fortsetzen.
Daher mein Tipp: Planen Sie grundsätzlich bei all Ihren Vorbereitungen einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Ob Sie nun einen Monat früher oder später an den Markt gehen, spielt nur in den wenigsten Fällen eine gravierende Rolle. Nehmen Sie sich lieber ein paar Tage mehr Zeit als dass Sie am Ende mit überhasteten Aktionen und daraus resultierenden Fehlern unter Umständen mehr Zeit vergeuden als mit einer “ruhigen Hand”.

3. Bauen Sie ein fruchtbares Netzwerk auf

Nicht selten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, ob man ein gutes und fruchtbares Netzwerk besitzt. Daher sollte diesem Punkt eine äußerst hohe Gewichtung beigemessen werden. Und das von Beginn an. Weihen Sie frühzeitig eventuelle Geschäftspartner und Kollegen in Ihre Idee ein und stecken Sie die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ab. Dies wird Ihnen (Planungs-)Sicherheit geben und, sofern es die Strukturen hergeben, gleichzeitig weitere Kundengewinnungs- und Vertriebskanäle schaffen, die speziell am Anfang, wenn unter Umständen noch kein eigener Kundenstamm besteht, Gold wert sein können.
Kontaktieren Sie lokal oder regional ansässige Business- und Marketingclubs, und wählen Sie die für Sie passenden aus. Über solche Clubs wird sich Ihr Netzwerk, Ihr Knowhow (durch den Austausch mit Gleichgesinnten sowie regelmäßige Fachvorträge) und hoffentlich auch Ihr Kundenstamm nach und nach mehr aufstocken.
Halten Sie in Business- und sozialen Netzwerken Ausschau nach passenden Gruppen und Personen und verbinden Sie sich mit diesen. Nicht selten entstehen hierdurch weitere gewinnbringende Verknüpfungen. Hierzu zählen zum Beispiel XING und LinkedIn.

4. Schreiben Sie auf jeden Fall einen Businessplan

Viele glauben, ein Businessplan sei nur dann sinnvoll, wenn man bei Geldgebern – sprich Banken, Investoren oder Business Angels – vorsprechen und die Geschäftsidee präsentieren muss. Nach meiner Erfahrung sollte man das aber davon abgekoppelt betrachten. Ein Businessplan ist das Regiebuch für den zukünftigen Spielfilm “Meine Geschäftsidee”, das alle Facetten von der Vision, über den Marketingmix und Zielgruppen bis zur Finanzplanung enthält. Je mehr der Entrepreneur sich in seine Idee hineindenken und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ausformulieren muss, desto präziser und erfolgsversprechender wird die Umsetzung aussehen. Man wird Sie nachts um 3 Uhr aus dem Schlaf reißen können und Sie werden Ihre Vision in wenigen Worten messerscharf und klar auf den Punkt bringen und jede erdenkliche Frage zu Ihrem Vorhaben beantworten können. Das funktioniert allerdings erst, wenn Sie Ihre Geschäftsidee von vorne bis hinten verinnerlicht haben.
Dieses Verinnerlichen hat noch einen weiteren Pluspunkt. Indem Sie sich so intensiv mit der ganzen Thematik auseinandersetzen werden Sie mehr und mehr an Selbstsicherheit und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln. Genau die richtigen Zutaten für ein erfolgreiches Start-up!

5. Bauen Sie eine innere Stärke auf, und behalten Sie Ihr großes Ziel im Auge

Ob man es glauben mag oder nicht. Ich bin davon überzeugt, dass aller Erfolg oder Misserfolg in erster Linie von dem Inneren eines Menschen in die Wege geleitet wird. Gehe ich beispielsweise mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe heran werde ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit zufriedenstellend meistern. Gehe ich hingegen mit Skepsis oder gar Zweifel an eine Sache heran ist ein Misserfolg oder sind zumindest Hürden zu erwarten. Daher kann ich nur empfehlen gleich von Anfang an mit einer positiven und optimistischen inneren Einstellung das Thema Existenzgründung anzugehen. Es ist ganz entscheidend, dass Sie an sich, Ihre Fähigkeiten und natürlich Ihre Geschäftsidee glauben. Denn wer sonst, wenn nicht Sie, soll aus Ihrem zukünftigen Unternehmen einen Erfolg machen? Lassen Sie sich durch Rückschläge oder übermäßige Kritik nicht aus der Ruhe bringen. Dass auf Ihrem Weg Steine liegen würden war anzunehmen oder zumindest nicht auszuschließen. Aber ein Stein ist nur so groß, wie man es selbst zulässt. Konzentrieren Sie sich auf Ihr großes Ziel – Ihre Geschäftsidee – und verinnerlichen Sie sich dieses immer wieder. Lesen Sie ruhig mehrmals Ihren Businessplan durch, denn er enthält all Ihre Gedanken und Visionen, die Sie in der Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihr neues Büro ausgestattet sein wird und genießen Sie den Ausblick aus Ihren neuen Räumlichkeiten. Spüren Sie, wie es sich anfühlen wird, wenn Ihnen die ersten Kunden gegenübersitzen und Ihr Angebot unterschreiben werden. Stellen Sie sich vor, wie die Verkaufszahlen Ihrer Produkte von Tag zu Tag steigen werden, und spüren Sie die damit einhergehende Zufriedenheit in Ihnen aufkeimen. Solche Methoden helfen einem auf wunderbare Weise die eigenen Ziele – speziell natürlich das große Ziel – die Geschäftsidee – nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig eine innere Gelassenheit und Stärke zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründungsvorbereitung darstellen.

Können Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Ziele im Moment „fühlen“? Probieren Sie es mal aus – es funktioniert!

Eröffnung des Kwerdenker-Blogs

Eröffnung des Kwerdenker-Blogs

Nun ist es also soweit – der erste Artikel des Kwerdenker-Blogs geht online. Um was wird es hier in der Zukunft eigentlich gehen und warum “Kwerdenker”? Die Idee ist folgende…

Als 2-facher Unternehmensgründer, immer auf Ausschau nach “der” ultimativen” Geschäftsidee, kam mir die Idee diesen Blog ins Leben zu rufen. Ich möchte in der Zukunft gerne meine Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge, glücklichen Momente und Enttäuschungen, Chancen und Risiken mit Euch, meinen Lesern, teilen. Dieser Blog ist in erster Linie für (angehende) Existenzgründer, Selbständige, Unternehmer, Start-ups, Erfolgsdenker, (Online-)Marketeers und Designer. Der Kwerdenker-Blog soll (hoffentlich) viele Antworten auf Fragen genau dieser Menschen geben. Fragen, die mir im Laufe der Zeit als Angestellter, Freiberuflicher und Selbständiger begegnet sind und immer wieder begegnen. Fragen, auf die ich des Öfteren aber keine Antwort bekommen habe. Ich musste mir nicht nur einmal eine Fragen selbst beantworten – indem ich einfach die “Aktion” startete, sprich, gewisse Dinge einfach ausprobiert habe: “Trial and error”. Manchmal erfolgreich, auf jeden Fall aber immer lehrreich! Die Kehrseite der Medaille wiederum ist, dass dieses Verfahren oft genug einfach zu viel Zeit und unter Umständen auch Geld verschlingt. Und das möchte ich angehenden, mutigen Existenzgründern, Selbständigen und Unternehmern gerne ersparen!
“Mein Wort in Gottes Ohr”…so wird dieser Blog mit Sicherheit nicht ablaufen. Ich werde zwar versuchen so oft wie nur möglich meine persönliche “Duftnote” zu den zukünftigen Themen beim Kwerdenker-Blog einfließen zu lassen – von Zeit zu Zeit bewusst etwas kritisch. Aber ich wünsche mir rege Beteiligung und Diskussionen innerhalb dieses Blogs. Es soll laut “kwergedacht” werden. Es sollen Anregungen, Ideen und Tipps zu den unterschiedlichsten Themen gegeben werden, u.a. zur Existenzgründung, zu (Online-)Marketing, Vertrieb, Sponsoring, Business-Ideen, (Erfolgs-)Psychologie und und und. Der Blog soll informativ und zugleich unterhaltend und persönlich sein. Ich werde mir die größte Mühe geben, all das in die Tat umzusetzen und Euch einen spannenden und einzigartigen Blog präsentieren zu können.

Abschließend wünsche ich Euch, liebe Besucher, viel Spaß und Informationen auf dem Kwerdenker-Blog. Auf fruchtbare Diskussionen in der Zukunft!

Herzliche Grüße

Euer Steven

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Denkt daran, liebe Unternehmer.

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Liebe(r) Besucher/-in, ich freue mich, Dich hier begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Steven (34) und ich bin der kwerdenkende Autor dieses Blogs. Ich bin bei einer Schweizer Airline verantwortlich fürs Online-Marketing, Gründer der Goldlandung Marketing Consulting und ein Fan der wirklichen Kommunikation - dazu gehören das richtige Zuhören, das Eingehen auf den Anderen, der offene Dialog sowie eine lösungsorientierte Herangehensweise an eine Herausforderung. Eine Kombination, die mich dazu veranlasst hat diesen Blog aufzusetzen. Ein Blog, der speziell für jene gedacht ist, die ebenfalls nach der echten Kommunikation lechzen, egal ob privat oder beruflich. Bei aller Kommunikation und hoffentlich gutem Marketing wollen wir aber nicht vergessen, dass die richtige (offene) Einstellung und der nötige Humor nicht fehlen dürfen. Ich wünsche viel Spaß und hoffentlich muntere(n) Unterhaltung und Diskussionsstoff!

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