Businessplan
Positive Thinking: Ängste auflösen und loslassen
Lieber Leser,
wer kennt das nicht: Flugangst, Klaustrophobie, Höhenangst. Angst vor Schlangen, Spinnen, dunklen Räumen. Angst vor dem Auftritt vor hunderten von Menschen, Angst vor Misserfolg, Verlustangst.
Vermutlich haben die Meisten unter uns zumindest eine dieser Ängste selbst schon mal im Verlaufe des bisherigen Lebens kennengelernt. Der ein oder andere kann die Angst “erfolgreich” verdrängen und irgendwo im Hinterstübchen des Bewusstseins einschließen. Andere wiederum sind weniger “erfolgreich” und leben womöglich ständig mit dieser Angst. Vermutlich mehr schlecht als recht. Und nochmals Andere machen etwas ganz Anderes: Weder verdrängen sie die Angst, noch verzweifeln sie daran – nein – sie akzeptieren ihre Angst, machen sie sich bewusst und versuchen sie zu verarbeiten. Im ersten Schritt erscheint das wahrscheinlich Vielen als unglaublich anstrengend und unter Umständen schmerzhaft. Da kommt dann schnell mal die berüchtigte Angst vor der Angst auf den Plan. Eine wirklich nicht ganz einfache Situation. Denn wer beschäftigt sich denn schon gerne freiwillig mit den eigenen Ängsten und Angstzuständen? Wohl die Wenigsten unter uns. Und doch ist es wohl so, dass nur die dritte Variante einen Heilungsprozess herbeirufen und zu einer tatsächlichen Auflösung des Problems bzw. zu einer Heilung führen kann.
Betrachten wir das Ganze einfach mal an einem konkreten Beispiel der frei erfundenen Person Peter:
Peter ist seit wenigen Wochen und Monaten Existenzgründer. Er hatte sich wenige Monate zuvor dazu entschlossen seinen alten Job als Marketingberater bei einer größeren Agentur in Frankfurt hinzuschmeißen und stattdessen den steinigen und langwierigen Weg der Existenzgründung zu gehen. Voller Tatendrang machte er sich Tag und Nacht Gedanken zu seiner Geschäftsidee des selbstständigen Marketingberaters, besprach sie mit Familie, Freunden und sonstigen “Beratern”, die ihn unterstützen. Den nötigen Businessplan hatte er innerhalb weniger Wochen geschrieben und das Businesskonzept kam sehr positiv bei potentiellen Geldgebern und Investoren an, sodass er sich an der nötigen Finanzspritze erfreuen konnte. Die nächsten Schritte lauteteten: Aufbau von Corporate Identity und Design mit allem was dazu gehört – von Logo über Geschäftsausstattung und Webauftritt. Schnell war auch das erledigt. So konnte es weitergehen!
Nun hieß es: Kunden gewinnen. Und das am besten schnell, einfach und in großer Zahl. Doch das sollte sich in den ersten Wochen und Monaten alles andere als einfach gestalten. Nach und nach stieg in Peter ein Gefühl des Unbehagens auf. Hatte er etwas falsch gemacht? War seine Geschäftsidee doch nicht so gut wie er meinte? Machte er das Falsche oder schlichtweg zu wenig Marketing? In der Folge befielen Peter immer wieder Zweifel und Ängste. Sein Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die positive Grundhaltung, der ihn in den ersten Monaten getragen und ausgezeichnet hatte, war auf einmal auf die Größe einer Kaugummipackung geschrumpft. Und wenn dann auch noch ständig Fragen aus dem Familien- und Bekanntenkreis kamen, wie die Existenzgründung denn anlaufen würde, trug das auch nicht gerade zu einem besseren Gefühl bei, denn man wurde ständig daran erinnert, dass bisher nicht die Umsätze da waren, die man sich selbst gewünscht und vielleicht kalkuliert hatte.
So hatte Peter also mehr und mehr mit Existenzangst zu kämpfen. Und nicht nur das: Auch seiner Partnerin gegenüber fühlte er sich in gewisser Weise schlecht, hatte er doch in der derzeitigen Situation nicht das Gefühl, dass er sie hinreichend beschenken und verwöhnen konnte. Da waren die Zeiten als Angestellter im Vergleich dazu doch gar nicht so schlecht, oder?! Aber nein, er hatte sich nun für diesen Weg entschieden. Er konnte jetzt nicht gleich wieder den Löffel hinschmeißen. Wie konnte er aber in der aktuellen Situation mit seinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten locker, enspannt und selbstbewusst durchs Leben gehen und gleichzeitig noch neue Kunden und Projekte für sich gewinnen?
Kurz gesagt: Vermutlich kaum oder gar nicht. Peter musste also etwas in seinem Inneren ändern. Er musste lernen seine Ängste zu akzeptieren und gleichzeitig loszulassen. Wie konnte er das schaffen?
Als Erstes versuchte er seine Ängste, Zweifel und negativen Gefühle in Worte zu fassen und schrieb sie nieder. Jetzt konnte er schwarz auf weiß sehen und begreifen, was ihn immer wieder beschäftigte und blockierte. Das ermöglichte ihm, das Ganze nun offen und laut auszusprechen und mit Bezugspersonen (die das Ganze auch tangierte, z.B. der Partnerin) darüber zu sprechen. Das hatte eine lösende Wirkung auf Peter und sein Innenleben. Er musste nun keine Angst mehr vor etwas haben, das an die Oberfläche gekommen war und bereits damit begann sich aufzulösen. Gleichzeitig arbeitete er wieder an einer positiven Grundhaltung indem er seine Ängste mehr und mehr akzeptierte und dankbar dafür war, dass sie da waren. Denn im Endeffekt waren die Ängste nichts Schlechtes. Sie warnten ihn vor etwas, das er nicht wollte. Allerdings war er selbst dafür verantwortlich, dass die Ängste seine gesamte Denkweise und Grundhaltung beeinflussten. Sie übernahmen quasi das Kommando, und Peter konnte nicht mehr seine ursprüngliche positive Energie fließen lassen. Doch da er nun offen mit ihnen umging, erschienen die Ängste auf einmal gar nicht mehr so groß. Er hatte so langsam wieder das Gefühl das Steuer in der Hand zu halten, und er konnte wieder besser loslassen und positive Energie spüren. Je mehr positive Energie er aufbaute, desto lockerer, entspannter und selbstbewusster konnte er wieder seiner täglichen Arbeit nachkommen und auf Kundenakquise gehen. Und plötzlich, er konnte es sich selbst nicht wirklich erklären, kamen die ersten konkreten Kundenanfragen und schließlich auch Aufträge ins Haus geflattert.
Peter hatte aus dieser Zeit ein paar ganz wichtige Dinge lernen können:
1. Ängste sind dazu da, um sie sich bewusst zu machen und aufzulösen. Ein Verdrängen oder Verzweifeln führt nicht zu dem gewünschten Ziel, nämlich der Auflösung der Ängste. Sie werden dadurch eher größer, intensiver und schmerzhafter.
2. Mit einer negativen Grundhaltung kommt man ganz schnell mal in eine negative Spirale, die immer mehr schlechte Erfahrungen etc. anzieht. Daher sollte man versuchen, wenn man mal wieder in ein “Loch” fällt, mit positiven Gedanken und Gefühlen gegenzusteuern.
3. Loslassen ist die Voraussetzung für ein entspanntes und glückliches Leben: Wer an etwas verkrampft festhält, so wie Peter dies tat, da er umbedingt neue Kunden gewinnen und dies praktisch mit der Brechstange erzwingen wollte, wird vermutlich meistens eher frustriert auf der Strecke bleiben und das eigenliche Ziel nicht erreichen. Auch wenn es mal schwierige Phasen im Leben gibt, sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und sich klar machen, dass auch diese heikle Situation etwas Gutes für sich hat, denn man muss innere Stärke entwickeln und mutig vorangehen. Auf diese Weise entwickelt sich der Mensch wieder ein Stück weiter und wird bei der nächsten ähnlichen Situation weitaus entspannter damit umgehen können, da er sich und sein Inneres in der Zwischenzeit stärken und weiterentwickeln konnte.
Wahrscheinlich waren oder sind die meisten der Freiberufler, Selbstständigen und Unternehmer mal an einem Punkt angekommen, an dem es gefühlsmäßig nicht mehr weiterging. Aber das gehört wohl einfach zur Selbstständigkeit dazu. Man muss es akzeptieren oder sich doch lieber in ein vermeintlich sicheres Angestelltenverhältnis begeben.
Frage in die Runde: Wie ist es den Selbstständigen unter Euch ergangen oder wie ergeht es Euch aktuell? Könnt Ihr Euch in die Lage von Peter versetzen? Was waren oder sind die Ängste, denen Ihr im Zusammenhang mit der Existenzgründung und Selbstständigkeit begegnet seid?
Existenzgründer auf aufsteigendem Ast
Gute Nachrichten aus der Welt der Gründer und Selbstständigen:
Laut einer aktuellen Umfrage von Gründerraum, einem Blog der Zeitschrift “Wirtschaftswoche”, vermeldeten 50 Prozent der Start-ups im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum von ca. 25 Prozent und mehr. Die Folge dieses positiven Trends: Knapp zwei Drittel der Firmen wollen neue Mitarbeiter einstellen, und nur etwas jeder zehnte befragte Jungunternehmer rechnet mit Entlassungen.
Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat Positives zu berichten. Nach ihrer Gründerstatistik starteten 2009 mehr als 870.000 Menschen in die Selbstständigkeit. Das waren 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründer rechnen mit mehr Geschäft, und im Schnitt stellen Gründer zum Start zwei Mitarbeiter ein. Insgesamt entstanden so 2009 ca. 510.000 Stellen. Das waren 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Laut KfW hat die Wirtschafts- und Finanzkrise die Gründungsaktivitäten belebt und mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit geebnet bzw. Impulse zur Umsetzung vielversprechender Projekte gegeben.
Darüber hinaus sehr interessant: Existenzgründer starten heutzutage häufiger gut vorbereitet in die Selbstständigkeit. Eine Tatsache, die speziell Geldgeber überzeugt – Banken, Investoren, Bürgen und Business Angels. Etwas drei von vier Gründer benötigen Startkapital. Und das Positive: die Zahl der Absagen an Existenzgründer und deren Geschäftsideen nimmt ab, was dafür spricht, dass Gründer öfter mit einem fundierten und überzeugenden Businessplan aufwarten können.
Ein Grund dafür, dass rund 72 Prozent der befragten Unternehmer zuversichtlich sind, notwendiges Kapital für Investitionen und mehr bei potentiellen Geldgebern einstreichen zu können.
Erfolgskriterium für Selbstständige: der lebendige Businessplan
Businessplan? Ok, das sollte man als Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständiger selbstverständlich kennen. Was versteht man allerdings unter einem “lebendigen” Businessplan?
Ein Businessplan ist, wie bereits in einem früheren Artikel zum Thema Businessplan betont, kein Schriftstück, welches nach der erstmaligen Fertigstellung und dem unter Umständen erfolgreichen Kreditantrag bei Bank, Bürgen oder Investoren am Ende ist und in der Schublade verschwindet. Ganz im Gegenteil: für den Erfolg eines Existenzgründers und Selbstständigen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen der lebendige Businessplan. Das heißt: Man sollte in regelmäßigen Abständen immer wieder den Businessplan zur Hand nehmen und speziell den Finanzteil auf Aktualität überprüfen. Wie sieht es mit den zu Beginn geplanten Auftragseingängen und Umsätzen pro Monat aus? Sind wir hier im Soll? Sind in der Zwischenzeit eventuell neue Posten aufgetaucht, die Mehrkosten verursachen? Habe ich in der ursprünglichen Planung unter Umständen den ein oder anderen Punkt übersehen? Mit solchen Fragen kann man ganz schnell feststellen, ob man noch in der Spur ist oder nicht. Eines sollte bei einem Existenzgründer, Freiberufler oder Selbstständigen grundsätzlich nicht passieren: es sollte keine Angst bzw. das Gefühl der Machtlosigkeit aufkommen. Angst lähmt bekanntlich und das Gefühl der Machtlosigkeit ist ein klares Indiz dafür, dass man spürt den Überblick über die Situation zu verlieren. Daher ist es von immenser Bedeutung den Businessplan immer wieder zu aktualisieren und damit lebendig zu halten. Davon ausgehend möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen, dass ein Businessplan nicht nur für diejenigen von Belang ist, die einen Kredit oder Ähnliches beantragen möchten. Auch wenn man ausschließlich mit Eigenkapital den Weg in die Selbstständigkeit wagt, ist der lebendige Businessplan Voraussetzung für den Erfolg. Doch auch die beste und ausgeklügelste Planung muss nicht immer funktionieren bzw. so eintreffen, wie gedacht. Daher empfiehlt es sich für solche Fälle einen Geldpuffer einzuplanen, damit etwaige Umsatzlöcher gestopft werden können. Auf der anderen Seite wird man vermutlich aber auch Monate erleben, in denen es besser läuft als ursprünglich gedacht. Gut für Sie! Nutzen Sie die Mehreinnahmen, um wieder ein kleines finanzielles Polster anzulegen – für schlechtere Zeiten oder unvorhergesehene Ausgaben. Gut möglich, dass Sie auf einmal merken, dass Sie noch die ein oder andere Investition tätigen müssen. Hierfür sind diese Reserven perfekt.
Daher gilt: Behalten Sie speziell den Finanzteil Ihres Businessplans ständig im Auge und aktualisieren Sie ihn fortlaufend. Das gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit, und Sie werden nicht kopflos durch die Gegend rennen. Achten Sie darauf, dass Sie das große Ganze, also die kalkulierten Kosten und Umsätze pro Monat, stets überblicken. Sollten Sie merken, dass Ihre Umsätze nicht reichen bzw. nicht an Ihre ursprünglichen Vorgaben heranreichen müssen Sie unter Umständen Ihre Akquisemaßnahmen oder/und Ihr Marketing intensivieren. Haben Sie aber überhaupt noch Zeit für Akquise, oder sind Sie bereits mit Ihren Kundenprojekten am Limit angekommen? Um das herauszufinden empfiehlt es sich ein schriftliches Budget aufzustellen, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Zeit Sie für einen durchschnittlichen Auftrag brauchen und dem jeweiligen Kunden in Rechnung stellen können. So werden Sie ganz schnell herausfinden, wie viel Zeit Sie pro Woche an Kundenprojekten oder Ähnlichem arbeiten müssen, um Ihre Kosten decken zu können. Den Rest der zur Verfügung stehenden Zeit bleibt Ihnen dann für die oben angesprochene Akquise. Und wenn dann noch Zeit für Netzwerken, Kommunikation und Fortbildung übrig bleibt um so besser. Wenn Sie stets den Überblick über Ihre finanzielle Situation behalten und Ihren Businessplan diszipliniert und kontinuierlich auf dem aktuellen Stand halten, sind Sie einer erfolgreichen Existengründung bzw. Selbstständigkeit wieder ein ordentliches Stück näher gekommen.
Kurz erklärt: Businessplan
Liebe Leser,
heute geht es um das spannende Thema Businessplan und alles was dazu gehört – im Schnelldurchlauf.
Viel Spaß beim Lesen!
Ein Businessplan (engl. business plan) ist nicht anderes als ein anderer Ausdruck für Geschäftsplan, welcher eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens darstellt. Hierzu zählen Ziele, Strategie und Maßnahmen etc. Die Zusammenfassung besteht in der Regel aus Informationen zu:
Geschäftsidee und dem Hintergrund dazu, Aufbau und Struktur der Unternehmung, dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung, Geschäftsinhabern oder Geschäftsführern, Partnern und Kooperationen, Marketing und Vertrieb, Zielgruppen, Marktstruktur und Wettbewerbsanalyse, Personalplanung, SWOT-Analyse, Meilensteine und – ganz wichtig – Finanzteil mit Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan und Finanzierungsplan.
Speziell die Anforderungen beim Aufbau des Finanzteils variieren von Bank zu Bank und hängen obendrein auch stark von dem Umfang der neuen Unternehmung ab. Deshalb sollte bereits im Vorfeld in einem Gespräch mit der Hausbank oder einer anderen Bank geklärt werden, was im konkreten Fall gefordert wird.
Wann brauche ich solch einen Businessplan?
Eigentlich immer, wenn man eine neue Unternehmung gründen will. Zum einen hilft es dem Existenzgründer ungemein dabei sich über seine eigenen Ideen, Visionen und Vorstellungen klar zu werden, wenn er sie schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Er erkennt sehr schnell, wo es noch Lücken oder Verbesserungsbedarf gibt. Zum anderen braucht er solch einen Businessplan, wenn er seine Geschäftsidee nach außen verkaufen möchte um bei Banken, Investoren, Business Angels, Bürgen oder sonstigen Insitutionen und Personen vorsprechen zu dürfen, um beispielsweise Kredite oder Investorkapital zu beantragen.
Ein Businessplan sollte nie als ein starres Gebilde betrachtet werden, welches man einmal schreibt und dann in die Ecke gelegt wird. Ganz im Gegenteil: Ein Businessplan ist ein sehr dynamisches Dokument, welches sich mit der Zeit immer wieder verändert und weiterentwickelt. Insbesondere der Finanzteil ist ein ungemein hilfreiches Werkzeug um Ziele, Budgets und Umsatz- und Ertragsprognosen im Auge zu behalten. So kann man jederzeit feststellen, ob man richtig kalkuliert hat und ob sich die ursprünglichen Prognosen bewahrheiten oder nicht. Wenn man feststellt, dass man nicht mehr auf dem richtigen Weg ist muss man entsprechende Maßnahmen ergreifen um wieder in die Spur zu kommen.
Daher rate ich jedem Existenzgründer auf jeden Fall einen Businessplan zu schreiben. Ganz egal ob Fremdkapital benötigt wird oder nicht. Am Besten sollte man vorab kurz bei der Hausbank und zwei weiteren Bankinstituten oder Sparkassen nachhaken. Diese geben gerne Auskunft dazu und geben normalerweise auch Informationsmaterialien raus, welche Tipps zum Aufbau des Businessplans geben. Darüber hinaus ist es sinnvoll mit der nächsten IHK (Industrie- und Handelskammer) zu sprechen, welche ebenfalls hilfreiche Tipps geben. Wer sich überhaupt kein Bild davon machen kann, wie solch ein Businessplan anzufertigen ist sollte darüber nachdenken, einen Gründungsberater anzusprechen, die darauf spezialisiert sind Existenzgründern beim Umternehmensaufbau zu helfen. Hierzu können ebenfalls die Industrie- und Handelskammern Auskunft geben.
Der Kwerdenker selbst wird in den nächsten Wochen eine Mastervorlage für einen Businessplan anfertigen, welche über den Blog bestellt oder heruntergeladen werden kann. Ich halte Euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer vorab aber schon Antworten auf Fragen braucht, kann gerne eine PN an info@kwerdenker-blog.de senden.
Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte
Liebe Leser,
heute geht es mit einer neuen Serie – besser gesagt – der ersten Serie innerhalb des Kwerdenker-Blogs los: Das Thema: “Meine Geschäftsidee”. Wir gehen also gleich in die Vollen. Die Serie soll angehenden Existenzgründern ein paar wichtige Hinweise und Tipps geben, was zu welcher Zeit beim Gründen zu beachten ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Serie.
5 Schritte zu einer erfolgreichen Vorbereitung einer neuen Geschäftsidee:
1. Sprechen Sie über Ihre Geschäftsidee – aber mit den passenden Ansprechpartnern
Eine Idee für eine neue geschäftliche Herausforderung muss reifen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand die “ultimative” Geschäftsidee morgens am Frühstückstisch hatte, die er dann 1:1 umsetzte. Eher ist es so, dass man eine Idee hat und diese dann nach und nach weiterentwickelt. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, in der man seine Idee durchaus erst mal für sich behalten sollte. Denn nicht selten stößt man schon relativ schnell auf gewisse Grenzen, die die Idee zu einer Schnapsidee werden lassen, die man wieder in der Schublade verschwinden lässt. Oder aber die ursprüngliche Idee entwickelt sich zu einer wirklich guten und “ausgereiften” Idee. Wenn sich erste Konturen entwickeln, macht es Sinn die richtigen Ansprechpartner in den neuen Schlachtplan einzuweihen. Aber woher weiß man, wer die richtigen Ansprechpartner sind?
Zu den richtigen Ansprechpartnern zählen Menschen, die unter Umständen selbst Unternehmer sind oder waren und Erfahrung mit solchen Situationen haben. Leute, die einen besser kennen als andere und bei denen man weiß, dass sie nicht gleich zu allem “Ja” und “Amen” sagen. Personen, die offen und optimistisch, gleichzeitig aber realistisch sind. Mit negativen Menschen kommt man speziell in solch einer Situation nicht weit, denn das zarte Pflänzchen, die Idee, muss erst mal genug Kraft entwickeln, um zu wachsen, bevor sie gleich eins auf die Mütze bekommt. Idealerweise sollte man obendrein noch mit Menschen sprechen, die im Bereich Existenzgründung aktiv sind. Hierzu zählen die freundlichen Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammern (kurz: IHK), mit denen man ohne Weiteres ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren kann, in dem die Geschäftsidee nähergebracht wird. Darüber hinaus ist es durchaus zu empfehlen, mit einem Existenzgründer-Coach zu sprechen, welcher unter anderem über die jeweilige IHK vermittelt werden kann und täglich mit Existenzgründern zu tun hat. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie für Ihr Vorhaben eine Finanzspritze benötigen werden, sollten Sie auch gleich ein erstes “Orientierungsgespräch” mit dem Bankberater Ihrer Hausbank führen. Dieser kann Ihnen dann gleich erste Tipps und Informationen geben, die Sie für das weitere Vorgehen benötigen, beispielsweise Informationen zu Businessplan und Fördermöglichkeiten.
Sollten Sie in dieser Phase doch an den oder anderen Kritiker oder Pessimisten geraten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Planen Sie sorgfältig einen Schritt nach dem anderen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
2. Geben Sie sich und Ihrer Geschäftsidee ausreichend Zeit
Setzen Sie sich zeitlich betrachtet ambitionierte Ziele, aber setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Denn das Letzte, was Sie gleich von Beginn an brauchen können sind Zeitdruck und fehlende Lockerheit.
Zugegebenermaßen ist es alles andere als einfach einen Zeitstrahl zu setzen und zu wissen im Monat x gehen die Vorbereitungen zur neuen Geschäftsidee los, und im Monat Y sind Sie schon mitten drin im Geschäft. Machen Sie sich nichts vor, und bleiben Sie realistisch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich gerne ambitionierte Zeitziele setzt, die dann doch wieder nicht eingehalten werden. Das muss nicht immer an einem selbst liegen, ist man doch immer wieder auch von anderen Menschen und Dienstleistern abhängig. Beispielsweise hat der Grafikdesigner gerade so viel um die Ohren, dass er das neue Logo und die neuen Visitenkarten und Briefpapiere nicht wie geplant gestalten konnte. Der Programmierer konnte noch nicht mit der Umsetzung der neuen Website beginnen, da er erst mal die Design- und Layoutvorgaben des Grafik- oder Webdesigners braucht. Und das Schreiben des Businessplans dauert am Ende doch länger als gedacht, weil man bei dem ein oder anderen Thema auf unerwartete Probleme oder Ungereimtheiten stößt.
Diese Kette lässt sich vermutlich unendlich lange fortsetzen.
Daher mein Tipp: Planen Sie grundsätzlich bei all Ihren Vorbereitungen einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Ob Sie nun einen Monat früher oder später an den Markt gehen, spielt nur in den wenigsten Fällen eine gravierende Rolle. Nehmen Sie sich lieber ein paar Tage mehr Zeit als dass Sie am Ende mit überhasteten Aktionen und daraus resultierenden Fehlern unter Umständen mehr Zeit vergeuden als mit einer “ruhigen Hand”.
3. Bauen Sie ein fruchtbares Netzwerk auf
Nicht selten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, ob man ein gutes und fruchtbares Netzwerk besitzt. Daher sollte diesem Punkt eine äußerst hohe Gewichtung beigemessen werden. Und das von Beginn an. Weihen Sie frühzeitig eventuelle Geschäftspartner und Kollegen in Ihre Idee ein und stecken Sie die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ab. Dies wird Ihnen (Planungs-)Sicherheit geben und, sofern es die Strukturen hergeben, gleichzeitig weitere Kundengewinnungs- und Vertriebskanäle schaffen, die speziell am Anfang, wenn unter Umständen noch kein eigener Kundenstamm besteht, Gold wert sein können.
Kontaktieren Sie lokal oder regional ansässige Business- und Marketingclubs, und wählen Sie die für Sie passenden aus. Über solche Clubs wird sich Ihr Netzwerk, Ihr Knowhow (durch den Austausch mit Gleichgesinnten sowie regelmäßige Fachvorträge) und hoffentlich auch Ihr Kundenstamm nach und nach mehr aufstocken.
Halten Sie in Business- und sozialen Netzwerken Ausschau nach passenden Gruppen und Personen und verbinden Sie sich mit diesen. Nicht selten entstehen hierdurch weitere gewinnbringende Verknüpfungen. Hierzu zählen zum Beispiel XING und LinkedIn.
4. Schreiben Sie auf jeden Fall einen Businessplan
Viele glauben, ein Businessplan sei nur dann sinnvoll, wenn man bei Geldgebern – sprich Banken, Investoren oder Business Angels – vorsprechen und die Geschäftsidee präsentieren muss. Nach meiner Erfahrung sollte man das aber davon abgekoppelt betrachten. Ein Businessplan ist das Regiebuch für den zukünftigen Spielfilm “Meine Geschäftsidee”, das alle Facetten von der Vision, über den Marketingmix und Zielgruppen bis zur Finanzplanung enthält. Je mehr der Entrepreneur sich in seine Idee hineindenken und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ausformulieren muss, desto präziser und erfolgsversprechender wird die Umsetzung aussehen. Man wird Sie nachts um 3 Uhr aus dem Schlaf reißen können und Sie werden Ihre Vision in wenigen Worten messerscharf und klar auf den Punkt bringen und jede erdenkliche Frage zu Ihrem Vorhaben beantworten können. Das funktioniert allerdings erst, wenn Sie Ihre Geschäftsidee von vorne bis hinten verinnerlicht haben.
Dieses Verinnerlichen hat noch einen weiteren Pluspunkt. Indem Sie sich so intensiv mit der ganzen Thematik auseinandersetzen werden Sie mehr und mehr an Selbstsicherheit und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln. Genau die richtigen Zutaten für ein erfolgreiches Start-up!
5. Bauen Sie eine innere Stärke auf, und behalten Sie Ihr großes Ziel im Auge
Ob man es glauben mag oder nicht. Ich bin davon überzeugt, dass aller Erfolg oder Misserfolg in erster Linie von dem Inneren eines Menschen in die Wege geleitet wird. Gehe ich beispielsweise mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe heran werde ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit zufriedenstellend meistern. Gehe ich hingegen mit Skepsis oder gar Zweifel an eine Sache heran ist ein Misserfolg oder sind zumindest Hürden zu erwarten. Daher kann ich nur empfehlen gleich von Anfang an mit einer positiven und optimistischen inneren Einstellung das Thema Existenzgründung anzugehen. Es ist ganz entscheidend, dass Sie an sich, Ihre Fähigkeiten und natürlich Ihre Geschäftsidee glauben. Denn wer sonst, wenn nicht Sie, soll aus Ihrem zukünftigen Unternehmen einen Erfolg machen? Lassen Sie sich durch Rückschläge oder übermäßige Kritik nicht aus der Ruhe bringen. Dass auf Ihrem Weg Steine liegen würden war anzunehmen oder zumindest nicht auszuschließen. Aber ein Stein ist nur so groß, wie man es selbst zulässt. Konzentrieren Sie sich auf Ihr großes Ziel – Ihre Geschäftsidee – und verinnerlichen Sie sich dieses immer wieder. Lesen Sie ruhig mehrmals Ihren Businessplan durch, denn er enthält all Ihre Gedanken und Visionen, die Sie in der Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihr neues Büro ausgestattet sein wird und genießen Sie den Ausblick aus Ihren neuen Räumlichkeiten. Spüren Sie, wie es sich anfühlen wird, wenn Ihnen die ersten Kunden gegenübersitzen und Ihr Angebot unterschreiben werden. Stellen Sie sich vor, wie die Verkaufszahlen Ihrer Produkte von Tag zu Tag steigen werden, und spüren Sie die damit einhergehende Zufriedenheit in Ihnen aufkeimen. Solche Methoden helfen einem auf wunderbare Weise die eigenen Ziele – speziell natürlich das große Ziel – die Geschäftsidee – nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig eine innere Gelassenheit und Stärke zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründungsvorbereitung darstellen.
Können Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Ziele im Moment „fühlen“? Probieren Sie es mal aus – es funktioniert!
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