Was versteht man eigentlich unter dem Begriff der mobilen Ortungsdienste?
Mobile Ortungsdienste, zu englisch “location-based services”, sind ortsbasierte Dienste, die einem die Möglichkeit geben, sich selbst orten zu lassen. Ah – nur Bahnhof verstanden? Dann erkläre ich das hier und jetzt nochmal im Detail:
Der Handybesitzer (User) lädt sich die passende Smartphone-Applikation (App) von einem der zahlreichen Anbieter wie Marktführer Foursquare, Gowalla, Friendticker oder Aloqua auf sein Smartphone und legt einen Account an. Sobald das geschehen ist erkennt das Gerät nun per GPS den eigenen Standort (Stichwort: Geo-Tagging). Will man jetzt seinen Kontakten und Freunden mitteilen, wo man sich just in diesem Moment aufhält (z.B. im Konsumat in Pforzheim), muss man einfach den Standort ins Handy eintippen – fertig. Man spricht hier auch von Einchecken. Hat man eine bestimmte Lokation in der Datenbank gespeichert, kann man per Knopfdruck direkt einchecken. So können die Mitglieder eines mobilen Ortungsdienstes wie z.B. Foursquare sehen, wer sich gerade wo aufhält. Check-Ins werden mit einem sogenannten Badge belohnt. Wer an einem Ort die meisten Badges abräumt und somit am häufigsten eingecheckt hat, wird Bürgermeister (Mayor) der jeweiligen Lokalität. Kneipenbesitzer nutzen dieses System inzwischen bereits dafür, um ihr Geschäft anzukurbeln, indem sie Foursquare-Besucher mit Freigetränken und Ähnlichem locken. Das Potential scheint in jeglicher Hinsicht enorm zu sein schaut man sich mal die Entwicklung der letzten Monate an. Foursquare hat es innerhalb eines Jahres auf mehr als 1.2 Millionen User gebracht. Tendenz steigend. Der Wert des Unternehmens wird laut Marktbeobachtern bereits auf 80 – 120 Millionen US Dollar geschätzt. Und es wird gemunkelt, dass mit Yahoo! und Microsoft zwei namhafte, potentielle Kaufinteressenten auf der Lauer liegen.
Ein schöner Nebeneffekt der mobilen Ortungsdienste, der vielen Werbetreibenden und Marketingleuten wie ein Segen vorkommen wird: die lästige Datenschutzproblematik fällt weg, da die User von sich aus angeben müssen, wo sie sich aufhalten, nachdem sie sich eingecheckt haben. Es wird sehr interessant zu beobachten sein, inwiefern speziell kleine Betriebe diese lokalen Ortungsdienste in der Zukunft für Ihren Produktabsatz und zu Promotionzwecke einsetzen werden. In den USA haben einige bereits das Potential erkannt. So bekommt laut Click Z, einem Newsdienst für digitales Marketing, der Mayor im Alamo Drafthouse, einem Filmtheater in Austin, zwei Freikarten. Das Doubletree Hotel Crystal City in Virgina wiederum belohnt den Mayor mit 20 Prozent Rabatt auf die Endabrechnung.
























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