Kwerdenker-Quatsch
Kuriose Branchennews: Beschwipste Affen als Weintester
Kurioses aus der Welt des Weins.
In Südafrika bereiten Paviane den Weingütern mächtig Kopfschmerzen, da sie sich zunehmend an den edlen Chardonnay- und Spätburgunder-Trauben in den Weinbergen vergreifen und diese offensichtlich als sehr lecker einstufen. Grund für die “Affenplage” sind Waldbrände, die den Lebensraum der Tiere stark eingeschränkt haben sowie die fortlaufende Ausweitung der Weinberge.
Ein Weinbauer ist mit der aktuellen Situation äußerst unzufrieden und erzählt, dass die Paviane nur die besten Trauben (süße) verspeisen und die sauren einfach auf den Boden werden.
Offensichtlich haben die Affen guten Geschmack. Denn ganz im Ernst: Würden wir Menschen das anders machen?
Anscheinend kam es schon des Öfteren vor, dass besoffene Affen durch die Weinberge torkeln, bis sie schließlich von Arbeitern mit den berühmt-berüchtigten “Vuvuzelas” – den nervtötend lauten Trompeten – aus den Weinbergen verjagt werden.
Ein Gutes scheint das Affentheater ja zu haben: die Verkäufer der Vuvuzelas haben offensichtlich einen neuen Markt entdeckt und können sich über steigende Absatzzahlen freuen. Wird hier gerade ein neuer Absatzmarkt für Vuvuzelas geboren und keiner hat es bemerkt?
Wie dem auch sei – hoffen wir mal, dass die Verkäufer bis zum Sommer, wenn die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika angepfiffen wird, noch ein paar der Trompeten übrig haben, damit auch ordentlich Stimmung in den Stadien herrscht.
Und liebe Spieler: wenn die Zuschauer trompeten bitte nicht aus dem Stadion rennen. Das machen nur die Affen. Es sei denn Ihr torkelt über den Rasen wie elf besoffene Paviane und verliert. Dann könnt Ihr Euch auf einen ordentlichen Affentanz gefasst machen – mit Pauken und Trompeten!
Vorsicht vor “Maria” beim Domainverkauf
Vor ein paar Tagen ist mir eingefallen, dass ich irgendwo in meiner “Mottenkiste” noch ein paar Domains hatte, die ich mir mal vor einiger Zeit gekauft, aber nie genutzt hatte. Im Grunde sind liegengelassene Domains ja nichts Schlechtes. Entweder man kann sie eines Tages doch noch für die eigenen Zwecke nutzen oder aber man versucht einen Käufer für die Domains zu finden. Ich hatte mich jetzt für das Zweitere entschieden. Ich wollte die Domains verkaufen. Gesagt, getan. Nachdem ich die Domains auf sedo angemeldet, geparkt und zum Verkauf angeboten hatte, flatterte mir auch schon innerhalb weniger Stunden die erste E-Mail eines Interessenten – besser gesagt – einer Interessentin ins Haus. Wow – das ging aber schnell! Doch die Freude währte leider nicht lange. Grund dafür war, dass die E-Mail von einer (fiktiven) Dame namens Maria Coddington von Internet Investment Startegies LLC geschickt wurde. Die erste Mail klang noch recht realistisch mit der Frage zu dem Preis einer ganz speziellen Domain. Um ganz sicher zu gehen, wollte ich aber, bevor ich antwortete, noch mal nach dieser Firma googeln. Und was musste ich da mit einem Schmunzeln feststellen? Es gab schon andere Domainverkäufer vor mir, die exakt! dieselbe(n) E-Mail(s) erhalten hatten.
Der Trick funktioniert folgendermaßen:
“Maria” – so nennen wir jetzt einfach mal die Absenderin, ob sie nun tatsächlich existiert oder nicht – kontaktiert Domainverkäufer und fragt wegen speziellen Domains an, die zum Verkauf stehen. Nachdem der Verkäufer einen Preis für die besagte Domain nennt kommt die Antwort, dass der Preis ok sei, allerdings möge man doch bitte noch über eine “unabhängige” Stelle den Preis schätzen lassen. Dann wird ein Link angehängt, hinter dem eine Art Forum steht, mit dessen Hilfe (bei aller Liebe) jeder einzelne Domainverkäufer für dumm verkauft werden soll. Hier wird von einem User namens NameSeller empfohlen, dass man mindestens 50-55 US-Dollar ausgeben sollte, um eine anständige und professionelle Bewertung einzelner Domains zu erhalten. Alles was darunter läge, sei unbrauchbar. Im nächsten Schritt wird dann (natürlich) die eigene Website empfohlen, die unter researchappraisals.com zu finden ist (NameSeller ist auf dieser Seite auch noch die Kontakt-Emailadresse, was nicht gerade für Rafinesse spricht). Selbstverständlich ohne Impressum oder sonstige vernünftige Kontaktdaten. Hier kann man sich also nun eine professionelle Bewertung der eigenen Domains sichern können. Aha!
Am Witzigsten fand ich auf der rechten Seite der Website jedoch die Anzeige der durchschnittlichen Verkaufspreise, die pro Domain erzielt werden: 5.936 US-Dollar! Wow – ich bin begeistert! Das würde bedeuten, dass ich für meine 13 Domains insgesamt fast 78.000 US-Dollar erhalten würde. Herrlich – der nächste Porsche steht praktisch schon vor der Tür und die Koffer für den Mauritius-Urlaub sind gepackt! Vielleicht treffe ich dort ja dann Herrn Westerwelle bei seiner nächsten “Expedition ins Ausland”. Wäre doch nett, oder?
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