Gründerwelt

Berufsunfähigkeitsversicherung – ja oder nein?

Berufsunfähigkeitsversicherung – ja oder nein?

Liebe Leser,

als Existenzgründer und Selbstständiger steht man gerade zu Beginn vor der grundlegenden Frage: Welche Versicherung(en) brauche ich, welche machen Sinn und welche machen keinen Sinn bzw. sind erst mal nicht dringend notwendig? Und wie sieht es im Speziellen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung aus?
Stellen wir uns das folgende Szenario vor: Der selbstständige Herr Meier arbeitet als Marketingberater und ist zu 80% an seinen Schreibtisch “gefesselt”. Die restliche Zeit ist er unterwegs um Kunden zu besuchen, Vorträge vor Fachpublikum und Studenten zu halten und um sonstige Dinge für sein Unternehmen abzuwickeln. Als ihn sein Versicherungsberater zu Beginn seiner selbststständigen Tätigkeit auf das Thema Berufsunfähigkeit und Berufsunfähigkeitsversicherung anspricht, winkt er gleich ab. So etwas brauche er nicht. Für ihn sei das “rausgeschmissenes Geld”. Er wolle sich nicht, wie so viele andere “zu Tode versichern” und außerdem sei eine BU für ihn überflüssig, da er ja ohnehin fast ausschließlich von zuhause aus per PC und Telefon arbeiten würde. Punkt. Diskussion erledigt. Zwei Jahre später wird Herr Meier mit einem massiven Burn-Out-Syndrom in die Klinik eingeliefert und muss über mehrere Wochen stationär behandelt werden. Bereits gegen Ende dieser Leidenszeit steht für die behandelnden Ärzte und Therapeuten fest: Herr Meier wird nie wieder zu 100% belastbar sein. Er steht wie aus heiterem Himmel von heute auf morgen ohne regelmäßiges Einkommen da. Und ein Rettungssschirm in Form einer BU gibt es bekanntlich nicht, da er sich, wie bereits bekannt, in der Vergangenheit dagegen entschieden hat.

Das fiktive Szenario des Herr Meier zeigt deutlich: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständige ist eigentlich unabdingbar. Ich selbst habe auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu Beginn meiner Selbstständigkeit abgeschlossen, auch wenn ich primär im Büro per Rechner und Telefon arbeite. Hierzu habe ich mich im ersten Step von einer “Vertrauensperson”, die sich auf diesem Gebiet auskennt, beraten lassen. Auf was ist zu achten? Welche Tarife sind zu empfehlen? Über welchen Betrag sollte ich die Berufsunfähigkeitsversicherung mindestens abschließen? Wann greift die BU und wann nicht? Gleichzeitig sollte man auf jeden Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung im Test unter die Lupe nehmen, d.h. unterschiedliche Anbieter und Tarife vergleichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Unterschiede es gibt und welche Angebote für einen selbst in Frage kommen. Hat man sich dann einmal für ein Angebot bzw. einen Auszahlungsbetrag für den Fall der BU entschieden, kann man die Zukunft als Selbstständiger doch wieder einen Schritt gelassener angehen, zumindest ging es mir so. Und sollte man mit der Zeit feststellen, dass man gerne den eigenen Tarif ändern möchte, sollte man problemlos in der Lage sein, diesen anzupassen oder gar zu kündigen.

Alles in allem kann ich jedem Selbstständigen nur empfehlen sich hinsichtlich einer Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken zu machen. Denn wie heißt es so schön: “Am Ende ist man immer klüger.” Darauf sollte man es beim Thema Gesundheit besser nicht drauf ankommen lassen.

Gründerwettbewerb der Wirtschaftsjunioren NSW: “Gründungsideen im Wettbewerb”

Gründerwettbewerb der Wirtschaftsjunioren NSW: “Gründungsideen im Wettbewerb”

Liebe Leser,

die Wirtschaftsjunioren Nordschwarzwald rufen alle Existenzgründer, Unternehmer und Menschen mit einer herausragenden Idee dazu auf an dem neu ausgeschrieben Wettbewerb “Gründungsideen im Wettbewerb – Individuell begleitet, permanent präsent” teilzunehmen. Die Teilnehmer sollten aus dem Raum Pforzheim und Nordschwarzwald kommen (ca. 100 km) und eine herausragende Geschäftsidee oder ein bemerkenswertes Produkt im Gepäck haben. Das Besondere an dem Gründerwettbewerb:

Gründerwettbewerb für schlaue Köpfe

Als Preis winkt eine 9-monatige Begleitung/Unterstützung durch Spezialisten auf dem Gebiet der Existenzgründung mit Fokus auf “Soft Skills” und “Persönlichkeitsentwicklung”. Markus Riehl, Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren NSW und gleichzeitig einer der Ideengeber des Wettbewerbs, fasst es so zusammen: “Unterstützung und Beratung im Bereich Businessplan und Marketingplan gibt es wie Sand am Meer. Jedoch ist die Persönlichkeit eines Unternehmers fast noch wichtiger als das perfekte Fachwissen. Von demher wollen wir hier neue Maßstäbe setzen und die Persönlichkeit und die Soft Skills der Presiträger in den Vordergrund stellen.” Darüber hinaus soll über die Gewinner des Wettbewerbs über die Dauer der Unterstützung ausgiebig in der Presse und auf diversen Social Networks berichtet werden.

Anmeldeschluss ist der 22.03.2011. Für nähere Infos einfach die Website der Wirtschaftsjunioren NSW besuchen und anmelden!

Meine Geschäftsidee – Teil II: 4 Tipps, wie man die ersten Kunden gewinnen kann

Meine Geschäftsidee – Teil II: 4 Tipps, wie man die ersten Kunden gewinnen kann

Liebe Leser,

eine der schwierigsten Aufgaben, die unmittelbar nach der Gründung auf Existenzgründer, Selbstständige und Freiberufler wartet, ist zweifelsohne die Kundengewinnung – oder wie es neu-deutsch so schön heißt – Leadgenerierung.
Die erste Gründungsphase ist abgeschlossen: Der Businessplan ist  geschrieben, das Darlehen bei Bank oder einem anderen Geldgeber erfolgreich eingereicht, Corporate Identity und Design funkeln praktisch noch, so frisch sind sie. Es kann losgehen! Aber wo sind nun die Kunden? Wie komme ich zu Beginn an meine Kunden, so ganz ohne Referenzen und Empfehlungen?

Mit dem heutigen Artikel soll Existenzgründern und Start-ups Anregungenen gegeben werden, wie man bei der Kundenakquise der ersten Stunde vorgehen kann.

1. Das eigene Netzwerk zur Kundenakquise nutzen

Was liegt näher als das eigene Netzwerk im ersten Schritt zur Kundensuche anzuzapfen? Nichts! Ganz einfach deshalb, weil einen die Menschen aus dem nahen und näheren Umfeld besser kennen und man daher meist keine Überzeugungsarbeit leisten muss, wie das bei vollkommen fremden potentiellen Kunden wäre. Nicht nur, dass man diese im ersten Schritt von dem eigenen Angebot überzeugen muss – nein – man muss darüber hinaus sich selbst als Mensch so präsentieren, dass man das Vertrauen der Menschen, die einem gegenübersitzen, gewinnen. Das eigene Netzwerk ist aber nicht nur als potentielle Zielgruppe, sondern auch als Empfehler unheimlich wertvoll. Ist das nähere Umfeld von dem Angebot überzeugt, das man an den Mann oder die Frau bringen will, ist es der beste Werbeträger, das man sich vorstellen kann. Vor allem dann, wenn Familie, Freunde und Bekannte selbst über ein gutes Netzwerk verfügen, können die ersten Kunden schneller auf der Matte stehen, als man sich vorstellen kann. Aber aufgepasst: Man sollte das eigene Netzwerk nicht überstrapazieren und dieses “auf Teufel komm raus” mit Anfragen, E-Mails und Ähnlichem bombardieren. Sehr schnell kann man die wertvollste Gruppe vergraulen, wenn das vormals private “Netzwerk” plötzlich auf einmal als reines “Business-Netzwerk” betrachtet wird. Daher gilt hier Fingerspitzengefühl zu beweisen und nicht zu aufdringlich agieren, denn ansonsten kann der Schuss nach hinten losgehen, und die potentiell wertvollste Kundenquelle versiegt ohne auch nur einen Kunden an Land gespült zu haben.

2. Mit “Special Deals” den Fuß in die Tür bekommen

Aller Anfang ist schwer, speziell was die Kundengewinnung angeht. Von demher kann es nicht schaden, wenn man zu Beginn für “Special Deals” offen ist. Gerade im näheren Umfeld kann man so durchaus den ein oder anderen ersten kleinen Auftrag an Land ziehen. Option Nummer eins wäre hierbei das Tauschgeschäft, welches so aussehen könnte: “Ich entwerfe Dir eine neue Corporate Identity, und dafür führst Du bei mir auf der Website eine umfassende Suchmaschinenoptimierung durch.” Das bringt zwar erst mal keinen Umsatz, dafür kann man sich aber Kosten für einen weiteren Dienstleister oder die eigene Zeit sparen, die stattdessen für andere wichtige Aufgaben wie Kundengewinnung oder Marketingaktivitäten genutzt werden kann.

Eine Alternative zum Tauschgeschäft ist das vergünstigte Angebot, das als Türöffner gedacht ist. Selbst wenn man zu Beginn erst einmal diverse Projekte für einen “guten” Preis abarbeitet und keine großen Umsätze macht, wird es sich mittel- bis langfristig meist lohnen. Zum einen bringt es einem ein weiteres Referenzprojekt ein, welches man auf der eigenen Unternehmenswebsite präsentieren kann. Des Weiteren kann über ein spannendes Projekt auch anderweitig die Werbetrommel gerührt und somit Aufmerksamkeit gewonnen werden, sei es in Form einer Pressemitteilung oder Statusmeldungen in XING, LinkedIn oder auf Twitter. Darüber hinaus stehen die Chancen oft nicht schlecht, dass – sollte das erste Projekt gut und erfolgreich verlaufen sein – aus dem “Special Deal” plötzlich eine Kette an Aufträgen oder Projekten wird. Diese sollten dann aber ganz regulär abgerechnet werden, schließlich wächst das Geld für Existenzgründer und Start-ups nicht auf den Bäumen. Es kann nicht schaden, so etwas aber bereits vor dem Special Deal anzusprechen, sodass diesbezüglich erst gar keine Irritationen aufkommen können. Ein weiterer Pluspunkt, den sicherlich jedes erfolgreich durchgeführte Projekt mit sich bringt: Empfehlungen. Es gibt kein stärkeres Marketingtool als das Thema Empfehlungsmarketing bzw. die allseits bekannte Mundpropaganda. Von demher gilt es – speziell am Anfang einer Existenzgründung – so viele (gute) Projekte wie nur möglich erfolgreich durchzuführen, sodass der Stamm an zufriedenen Kunden mehr und mehr wächst. Denn die zufriedenen Kunden werden vermutlich gerne die erbrachte Dienstleistung oder besonderen Produkte an Freunde, Bekannte und Kollegen weiterempfehlen. So kann man – ohne erst groß weitere “Push-Marketing-Aktivitäten” anzuschieben – die nächsten Kunden für sich gewinnen.

3. Kaltakquise – zäh, aber durchaus effektiv

Kaltakquise – ein Thema, bei dem es dem ein oder anderen vermutlich kalt den Rücken runterläuft. Kein Wunder – zählt dies doch wohl zu den eher ungeliebten, zeitintensiven und nicht selten erfolglosen Aufgaben, die ein Existenzgründer durchführen kann, um an neue Kunden zu gelangen. Trotz allem würde ich immer empfehlen, auch auf diesem Gebiet aktiv zu sein. Manchmal landet man dann doch den ein oder anderen Treffer und stößt auf das Interesse eines potentiellen Kunden.Wie geht man hier nun aber am sinnvollsten vor?Gehen wir an dieser Stelle mal davon aus, dass keine Kundendaten vorhanden sind, die gemietet oder gekauft wurden, die man in Form eines elektronischen Mailings (legal) anschreiben kann, dann fällt das Thema E-Mail schon mal flach. Werbeanrufe sind auch keine wirkliche Option, da ebenfalls inzwischen rechtlich nicht mehr zugelassen. Was bleibt also als Option? Das postalische Mailing! Man sollte sich von Vornherein darüber im Klaren sein, dass die Erfolgsqote eines Mailings nicht selten unter 1 Prozent liegt. D.h., werden 100 Personen oder Firmen angeschrieben, wäre es bereits ein Erfolg, wenn eine einzige Rückmeldung kommen würde. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen und ruhig etwas Anstrengung und Zeit in das Thema Kaltakquise per postalischem Mailing investieren. Wie solch ein Mailing im Detail ausschauen kann, werde ich aber nicht an dieser Stelle beschreiben. In naher Zukunft wird zu dem Thema “Kundengewinnung mit Hilfe eines postalischen Mailings” ein eigener Beitrag erscheinen.

Eine andere gute Möglichkeit der Kaltakquise ist der Besuch von relevanten Messen und Veranstaltungen, bei denen man sich den ausgewählten Zielgruppen persönlich und direkt vorstellen kann. Dies stellt im Vergleich zum postalischen Anschreiben einen großen Vorteil dar, da man zum einen mit etwas Glück bereits den relevanten Ansprechpartner vor sich hat und zum anderen in direkte Kommunikation treten kann. Man bekommt ein unmittelbares Feedback und kann sehr schnell feststellen, ob seitens des potentiellen Kunden Interesse besteht oder nicht. Besteht kein Interesse, kann man die betreffende Firma gleich von seiner Liste potentieller Kunden streichen und kann sich stattdessen auf andere potentielle Kunden konzentrieren.

4. Über diverse Kanäle aktiv Marketing betreiben

Es ist ganz wichtig, dass Sie mehrere Kanäle gleichzeitig anzapfen, um an neue Kunden zu gelangen. Es reicht nicht aus, ausschließlich auf Kaltakquise per postalischem Mailing, Suchmaschinenmarketing über Google & Co oder das Netzwerken auf diversen Businessplattformen im Internet zu setzen.  Sie müssen so viele Quellen wie nur möglich anzapfen! Dazu gehören auf jeden Fall die Themen, die bereits zuvor angesprochen wurden: Kaltakquise per Mailing und auf Messen und sonstigen Veranstaltungen, Suchmaschinenmarketing und aktive Nutzung von diversen Social Networks. Darüber hinaus sollte man aber definitiv schauen, dass man das eigene Netzwerk nach und nach ausbaut, z.B. indem man sich in Businessvereinigungen und -clubs engagiert oder aber versucht interessante Fachvorträge vor der Zielgruppe hält, sei es im Rahmen einer Veranstaltung der Hausbank, einer Kammer oder einer Roadshow. Wenn man seine Stärken in der Präsentation der eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen hat, kann man so auf schnelle und einfache Art und Weise Eindruck bei einer Vielzahl an potentiellen Kunden schaffen. Man demonstriert das eigene Know-how und man erscheint urplötzlich auf dem Radar zahlreicher Menschen, die einen vermutlich vorher (noch) nicht gekannt hat. Zudem gibt es die Möglichkeit direkt im Anschluss an die Veranstaltung auf konkrete Fragen der Zuhörer einzugehen und kann so sehr schnell schon beim konkreten Anliegen der jeweiligen Firma oder der jeweiligen Person ankommen.

Dies ist nur ein Auszug an Möglichkeiten, wie man an neue Kunden kommen kann – gerade als Existenzgründer und Start-up. Eine Fortsetzung wird es in absehbarer Zeit geben. Viel Spaß auf jeden Fall schon mal beim Anwenden der ein der anderen Punkte. Zudem freue ich freue mich immer über Feedback! Wie sind Eure Erfahrungen hinsichtlich der Kundengewinnung, wenn es um das Thema Existenzgründung geht? Was waren bei Jenen, die es bereits “über den Berg” geschafft haben, die besten Wege, um gerade in der Startphase des Unternehmens Kunden zu finden und zu gewinnen?

Businessidee vorgestellt: Flüge mit natürlicher Sprache suchen und finden

Businessidee vorgestellt: Flüge mit natürlicher Sprache suchen und finden

Eine tolle Idee, wie man nach passenden Flügen suchen und finden kann, hat das Start-up Adioso mit Sitz in Australien entwickelt und ist damit erst vor wenigen Tagen mit einer beta-Version an die Öffentlichkeit gegangen. Adioso hat bei seiner angebotenen Suchstrategie einen anderen Ansatz als die bisher gekannten Flug-Suchmaschinen. Statt den genauen Termin, Abflug- und Zielflughafen einzugeben, kann man bei der Suche auf der Website von Adioso ganz einfach mit “natürlicher Sprache” (natural search) Treffer landen. Man gibt einfach den Namen eines Ortes, eines Landes oder sogar eines Kontinents und dazu einen ungefähren Zeitpunkt ein, und die Suchmaschine spuckt passende Ergebnisse aus. Beispiele: “Flight from New York to Europe in late November” oder “Frankfurt to Barcelona next week for less than 200 Euros”.

Flüge schneller suchen und finden

Diese Art der Suche ist ideal, wenn man eine eher offene Suche bevorzugt. D.h. Zeitpunkt und speziell Ziel müssen im Vorfeld nicht exakt feststehen und eingegeben werden. Die Art der Suche ähnelt dem Trichtermodell, kann man doch so nach und nach seine Suche beliebig eingrenzen. Preisbewussten Menschen bietet Adioso die Möglichkeit die günstigsten Inlandsflüge wie auch internationalen Flüge, u.a. von Billig-Airlines, zügig zu finden.

Noch befindet sich Adioso in der beta-Phase, doch sollte man diese Plattform für die nächste Flugsuche im Hinterkopf behalten.

Aufgepasst: Anmeldeschluss für den netSTART-Award

Aufgepasst: Anmeldeschluss für den netSTART-Award

Nachfolgend komme ich der Bitte der Universität Duisburg-Essen nach, nochmals auf den netSTART-Award – dem Wettbewerb für innovative Gründer und Gründungsideen – hinzuweisen. Also, wer eine besondere Gründungsidee parat hat, sollte nicht länger zögern, sondern sich rasch für den netSTART-Award anmelden!

Nachfolgend die Meldung…

Damit Existenzgründer mit innovativen Gründungsideen in der Net Economy gefördert werden, würden wir Sie bitten die folgende Newsmeldung zum heutigen Anmeldeschluss unseres Ideenwettbewerbs bei Ihnen zu veröffentlichen:

Letzte Chance für den netSTART-Award! Heute registrieren und bis Montag, 4.10.2010 Ideenpapiere einreichen

Aufgrund der Bitte zahlreicher Gründer, die gerne beim Award dabei sein möchten, hat der Initiator des netSTART-Awards Prof. Dr. Tobias Kollmann sich dazu entschieden, interessierten Gründern einen besonderen Service anzubieten. Während es dabei bleibt, dass sich die Teams im Laufe des heutigen Tages registrieren müssen, können die entsprechenden Ideenpapiere noch über das Wochenende ausreichend bearbeitet werden. „Viele Gründer haben mich darum gebeten und gerne gewähren wir allen interessierten und engagierten Gründungsinteressierten diesen Service. Wir freuen uns sehr über die bisherigen Anmeldezahlen. Gerne gewähren wir den Bewerbern noch das Wochenende, um in den nächsten Tagen nach erfolgter heutiger Registrierung an dem maximal dreiseitigen Ideenpapier arbeiten zu können. Wir freuen uns auf ihre innovativen Gründungsideen aus dem E-Business. Alle Informationen sind unter http://www.netstart.de/award zu finden.“

Für die Gewinner des Wettbewerbs stehen Geld- und Sachpreise in Höhe von 20.000.- EURO zur Verfügung, die sich auf drei verschiedene Auszeichnungen verteilen. Neben dem mit 10.000,- Euro dotierten netSTART-Award (Hauptsponsor ETL Gruppe), vergeben sowohl die Sparkasse Essen als auch die Essener Agentur FREIWILD Kommunikation jeweils einen Sonderpreis in Höhe von 5.000,-.

Hauptsponsor des netSTART-Awards ist die ETL Gruppe, ein Zusammenschluss von mehr als 1.000 Steuerberatern, Rechtsanwälten, Unternehmensberatern und Wirtschaftsprüfern. Zudem unterstützen die Sparkasse Essen, die Agentur FREIWILD Kommunikation, die Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke und der High-Tech Gründerfonds den Wettbewerb als Sponsoren. Medienpartner sind die VDI Nachrichten, deutsche-startups.de und förderland.de. Als Netzwerkpartner unterstützen den netSTART-Award die Business Angels Agentur Ruhr e.V. sowie die Essener Wirtschafsförderungsgesellschaft mbH. Austragungsort ist das Technologiezentrum ComIn Start in Essen. Alle Informationen zum Wettbewerb sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhält man auch unter http://www.netstart.de/award

Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship
Universität Duisburg-Essen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Universitätsstr. 9
D – 45141 Essen
Stefanie Skowronek
Tel: 0201-183-3801
Mail: stefanie.skowronek@uni-due.de

Das EXIST-geförderte netSTART-Programm wurde vom Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen initiiert. Im Rahmen des netSTART-Programms werden alle relevanten Aspekte von Grund- und Gründungswissen in der Net Economy verbunden, um sowohl das Entrepreneurship als auch das Intrapreneurship in dieser Branche zu fördern und zu unterstützen. Dazu werden die Bausteine Forschung, Lehre, Ausbildung, Gründerberatung und -förderung miteinander verknüpft, um es Studierenden zu ermöglichen, das erlernte Wissen gerade auch auf neue Geschäftskonzepte zu transferieren.
Weitere Informationen zum Lehrstuhl befinden sich unter http://www.e-entrepreneurship.de/.

Ideenwettbewerb für Unternehmensgründer: “Kopf schlägt Kapital”

Ideenwettbewerb für Unternehmensgründer: “Kopf schlägt Kapital”

Liebe Leser,

heute gibt es einen weiteren Tipp in Sachen Gründer-Award bzw. Wettbewerb für Gründer.

Der Wettbewerb “Kopf schlägt Kapital”, der von der Stiftung Entrepreneurship initiiert ist, sucht neue, originelle und innovative Geschäftsideen. Der Clou an dem Unternehmens-Contest: Die Geschäftsideen sollten einfach und mit wenig Kapital zu finanzieren sein.

Interessierte Gründer können sich auf der Website der Stiftung Entrepreneurship anmelden oder von Förderern empfohlen werden. Der Wettbewerb läuft bereits seit 01.08. und geht noch bis 01.11.2010. Also noch genug Zeit, um teilzunehmen. Je früher, desto besser allerdings, da am Ende derjenige gewinnt, der die meisten Stimmen online einheimsen konnte.

Die Preisträger werden am 06. November auf dem diesjährigen Entrepreneurship Summit in Berlin gewählt und ausgezeichnet. Als Belohnung winkt den Gewinnern, wie könnte es anders sein, eine gute Portion Aufmerksamkeit in der Welt der Gründer, Business Angels und Unternehmer. Ach ja – ein Preis für den Sieger wird übrigens auch vergeben -  genauer gesagt eine Metallskulptur. Also ran an den Speck und bewerben!

Viel Glück allen Teilnehmern!

netSTART-Award: Ideenwettbewerb für Unternehmensgründer

netSTART-Award: Ideenwettbewerb für Unternehmensgründer

Bei dem netSTART-Award können Interessierte, Existenzgründer und Entrepreneurs aus ganz Deutschland Ideen für ein neues Unternehmen innerhalb der Net Economy einreichen. Die Palette kann sich über eine große Bandbreite erstrecken – von einer neuen iPhone-App bis hin zu einer nachfrageorientierten Plattform. Die Ziele des netSTART-Awards sind unter anderem Gründer mit ihren Ideen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten und um Impulse für die Generierung neuer Gründungsideen zu geben.
Angesehen von dem öffentlichen Interesse und Auszeichnungen werden bei dem Gründerwettbewerb attraktive Geld- und Sonderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro an die Gewinner ausgeschüttet.

Bis 30. September können sich Gründer noch für die Teilnahme an diesem Gründerwettbewerb anmelden.
Wer mehr zu dem Thema netSTART-Award erfahren möchte, kann sich direkt mit dem Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen in Verbindung setzen oder sich einfach unter www.netstart.de/award anmelden.

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil II

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil II

Liebe Leser,

heute folgt Teil 2 aus der Serie “Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler”.

Im ersten Teil bin ich auf die Herausforderungen “Startschuss”, “Kundenakquise”, “Disziplin”, “Ausdauer”, “Einsamkeit” und einige mehr eingegangen. Nun folgt der zweite Teil, und dieses Mal geht es um die Themen “Frustbewältigung” und “Lockerheit”.

Frust bzw. Frustbewältigung – Worte, die bei den meisten wohl nicht wirklich viele positive Assoziationen auslösen. Speziell wenn es um den Aufbau der eigenen Selbstständigkeit geht möchte man genau diese Worte – Frust und Frustbewältigung – nicht hören. Aber sehen wir den Tatsachen einfach mal ins Auge. Vermutlich jeder Selbstständige wird einmal an den Punkt kommen, wo Frust angesagt ist. Vielleicht weil er zu wenige Kunden hat und sich zu Tode langweilt. Oder aber genau das Gegenteil: der Selbstständige hat so viel zu tun, dass er im wahrsten Sinne des Wortes für nichts anderes mehr Zeit bzw. die Muse hat, sei es das Hobby, die Liebste oder die Familie. Ein anderer Grund für Frust könnte sein, dass die Geschäftspartnerschaft nicht so funkioniert, wie man sich das zu Beginn vorgestellt hat. Man ist sich bei wichtigen Fragen nicht einig oder ist genervt, wie der andere seine Aufgaben (nicht) erledigt.
Hier muss man etwas aufpassen und bewusst daran arbeiten, dass man den Frust “bewältigt”. Denn der Frust hat keinen positiven Einfluss auf das eigene Befinden, die eigene Arbeit oder das Umfeld. Im Endeffekt zeigt einem dieser Gemütszustand nur auf, dass man mit der derzeitigen Situation alles andere als zufrieden ist. Dann heißt es: handeln!

Aber wie?

Gute Frage! Denn der Frust sagt einem ganz klar, dass man etwas ganz Bestimmtes haben möchte und im Moment nicht hat oder haben kann. Allerdings wird einem die Brechstange vermutlich nur in den seltensten Fällen weiterhelfen. Man kann sich noch so sehr bemühen, oder besser gesagt “abmühen”, das gewünschte Ziel wird wohl nur selten erreicht. Wirklich weiterhelfen würde wohl eher, die ganze Sache etwas lockerer zu sehen. Ich weiß, das klingt so simpel, ist es aber beileibe nicht. Und trotzdem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es funktioniert. Es bringt wenig, wenn man sich in etwas hineinsteigert. Vielmehr sollte man davon loslassen. Das kann man z.B. dadurch schaffen, dass man die Sache erst mal für eine gewisse Zeit, seien es Stunden, Tage oder Wochen, auf die Seite legt und sich auf etwas anderes konzentriert. Oder einfach mal Abstand gewinnt. Sei es durch ein verlängertes Wochenende mit der Familie im Allgäu, ein Urlaub am Meer oder ein Besuch bei guten Freunden in der Heimat. All diese Dinge haben eines gemeinsam: Sie sollen uns helfen von etwas Abstand zu gewinnen. Vielleicht ein Stück weit auch abzulenken. Aber primär geht es darum zu erkennen, dass man den Frust nicht durch aufkeimende Verzweiflung, Wut oder krampfhaftes Festhalten auflösen kann. Man muss seine innere Freude zurückgewinnen. Und hierbei kann ein Urlaub oder ein Besuch bei engen Freunden Wunder tun. Man gewinnt wieder neue (positive) Lebensenergie, bekommt neue Eindrücke und kann die Seele etwas baumeln lassen. Es fängt im Inneren wieder an zu fließen, und die Lockerheit kann nach und nach zurückkehren. Mit der wiedergewonnen Lockerheit und fließenden Energie werden sich auf einmal wieder neue Türen zeigen und öffnen, die man in den Tagen und Wochen zuvor nicht gesehen hat oder aber gleich gar nicht aufgetaucht sind. Von dem her kann ich nur jedem ans Herz legen: Gerade in schwierigen Momenten sollte man sich mal eine Auszeit gönnen um Abstand gewinnen zu können und wieder zu sich selbst zu finden. Mit der richtigen Einstellung können dann auch die gewünschten Ziele erreicht werden.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: “LET IT FLOW”!

Existenzgründer auf aufsteigendem Ast

Existenzgründer auf aufsteigendem Ast

Gute Nachrichten aus der Welt der Gründer und Selbstständigen:

Laut einer aktuellen Umfrage von Gründerraum, einem Blog der Zeitschrift “Wirtschaftswoche”, vermeldeten 50 Prozent der Start-ups im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum von ca. 25 Prozent und mehr. Die Folge dieses positiven Trends: Knapp zwei Drittel der Firmen wollen neue Mitarbeiter einstellen, und nur etwas jeder zehnte befragte Jungunternehmer rechnet mit Entlassungen.

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat Positives zu berichten. Nach ihrer Gründerstatistik starteten 2009 mehr als 870.000 Menschen in die Selbstständigkeit. Das waren 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründer rechnen mit mehr Geschäft, und im Schnitt stellen Gründer zum Start zwei Mitarbeiter ein. Insgesamt entstanden so 2009 ca. 510.000 Stellen. Das waren 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Laut KfW hat die Wirtschafts- und Finanzkrise die Gründungsaktivitäten belebt und mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit geebnet bzw. Impulse zur Umsetzung vielversprechender Projekte gegeben.

Darüber hinaus sehr interessant: Existenzgründer starten heutzutage häufiger gut vorbereitet in die Selbstständigkeit. Eine Tatsache, die speziell Geldgeber überzeugt – Banken, Investoren, Bürgen und Business Angels. Etwas drei von vier Gründer benötigen Startkapital. Und das Positive: die Zahl der Absagen an Existenzgründer und deren Geschäftsideen nimmt ab, was dafür spricht, dass Gründer öfter mit einem fundierten und überzeugenden Businessplan aufwarten können.
Ein Grund dafür, dass rund 72 Prozent der befragten Unternehmer zuversichtlich sind, notwendiges Kapital für Investitionen und mehr bei potentiellen Geldgebern einstreichen zu können.

Existenzgründung 2.0 – mit Outsourcing richtig durchstarten

Existenzgründung 2.0 – mit Outsourcing richtig durchstarten

Liebe Leser,

heute gibt es einen Gastbeitrag von Lino Richter von twago.de, der das spannende Thema Outsourcing – speziell für Existengründer – genauer unter die Lupe nimmt. Hierbei geht er auf die Vorteile des Outsourcings und deren Anbieter ein – mit Fokus auf Online-Plattformen für Projektvermittlung. Es wäre interessant zu erfahren, was Eure Erfahrungen, sofern Ihr bereits Outsourcing betreibt oder in der Vergangenheit betrieben habt, zu diesem Thema sind.

Auf alle Fälle wünsche ich jetzt viel Spaß mit diesem Artikel.

Euer Kwerdenker

Gastbeitrag von Lino Richter, twago.de

Der Arbeitsmarkt strukturiert sich fortlaufend um und stellt einen immer größeren Unsicherheitsfaktor in unserer Lebensplanung dar. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist eine Existenzgründung besonders attraktiv. Das Internet bietet jetzt allen Existenzgründern eine neue und sehr interessante Hilfestellung an. Online-Plattformen für Projektvermittlung erlauben bei der Existenzgründung Kosten gering zu halten und das Risiko zu minimieren.

Existenzgründung

Am Anfang eines Gründungsprozesses müssen Existenzgründer versuchen ihr Risiko zu minimieren, aber dennoch ihre Chancen am Markt zu nutzen. Einerseits möchte man die laufenden Kosten möglichst gering halten, andererseits verbergen sich große Potenziale in der Gestaltung der Mitarbeiterstruktur. Feste Bindungen an einen Standort oder die Mitarbeiter dürfen keinesfalls mit unwirtschaftlichen Mietkosten, zu teurer Einrichtung oder ausufernden Gehaltszahlungen einhergehen.

Outsourcing

Großunternehmen betreiben schon seit vielen Jahren Outsourcing, um Kosten durch Auslagerung von Aufgaben und Prozessen an externe Dienstleister einzusparen. Dabei wird auf das Know-How professioneller Fachkräfte zurückgegriffen, ohne eine feste Stelle zu vergeben. Das hat den Vorteil, dass nur ein Vertrag für ein bestimmtes Projekt besteht und man sich nicht für längere Zeit an einen Arbeitsvertrag binden muss. Außerdem kann man durch Outsourcing Kapazitätsspitzen besser ausgleichen und bleibt langfristig flexibel.

Plattformen für Projektvermittlung

Aber ist Outsourcing nicht zu komplex für kleine Unternehmen bzw. Existenzgründer? Die Antwort auf diese Frage wäre vor einigen Jahren noch „Ja, leider“ gewesen. Heute jedoch sieht dies aufgrund zunehmend besserer Infrastrukturen anders aus. Die Branche der Projektvermittlung hat nämlich in den letzten Jahren einen neuen Zweig entwickelt: Zu der Offline-Projektvermittlung, in Form von Zeitarbeitsfirmen und entsprechenden Agenturen, ist die Online-Projektvermittlung über Internet-Plattformen wie MyHammer, Elance oder twago, gekommen. Online-Vermittlungsplattformen für Projekte stellen eine effektive Möglichkeit dar, die Chancen der Globalisierung zu nutzen und die Risiken einer Existenzgründung zu minimieren. Es müssen keine Mitarbeiter mehr entlassen oder umgeschult werden, sondern die Angestellten sind von Anfang an freie Mitarbeiter. Offshoring, Landesgrenzen überschreitendes Outsourcing, ermöglicht es in vielen Bereichen gleichwertige Leistungen zu weitaus geringeren Kosten einzukaufen.

Transparenz und Flexibilität

Online-Plattformen schaffen dabei Transparenz, indem sie es den Nutzern ermöglichen, verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen. Existenzgründer können bei Bedarf auf profundes Fachwissen zurückgreifen, wenn sie es brauchen. Außerdem kann auf Ressourcen wie zum Beispiel Maschinen, Materialien, Flächen usw. zurückgegriffen werden, die man niemals selbst finanzieren hätte können. Existenzgründern ist es dadurch möglich Aufträge anzunehmen, die sie alleine nicht hätten stemmen können.

Neben der reinen Vermittlung von Projekten bieten Online-Plattformen für Projektvermittlung auch noch verschiedene Services an, zum Beispiel helfen diese beim effektiven Projektmanagement und führen durch den gesamten Prozess (Beispiel: Homepage erstellen lassen). Alles in allem beschreiten Existenzgründer mit Online-Plattformen für Projektvermittlung einen neuen Weg, der sehr vielversprechend ist. Existenzgründer, die es schaffen, sich auf diesem neuen Marktplatz zu etablieren, können einer erfolgreichen Selbstständigkeit zuversichtlich entgegenblicken.

Lino Richter, www.twago.de

Endlich selbstständig: Wie findet man nun den richtigen Unternehmensnamen?

Endlich selbstständig: Wie findet man nun den richtigen Unternehmensnamen?

Endlich selbstständig! Kein Hamsterrad mehr in irgendeiner Kanzlei, Firma oder Agentur. Endlich kann und muss man seine eigenen Ideen und Vorstellungen planen und umsetzen. Da kommt dann auch ganz schnell die Frage auf:  Auf welchen Namen soll das eigene, neue Unternehmen eigentlich getauft werden? Und schon geht das Überlegen los. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich teilsweise Tag und Nacht darüber gebrütet habe, wie mein Unternehmen heißen soll. Das Gehirn arbeitet ununterbrochen, und das Bewusstsein saugt alles auf, was ihm in den Wege kommt bzw. was sich in der näheren Umwelt abspielt. Den richtigen Namen zu finden ist in der Tat gar nicht so einfach. Daher habe ich nachfolgend mal ein paar Kriterien gesammelt, die ein Unternehmensname idealerweise erfüllen sollte:

1. Einzigartig, gut zu merken und phonetisch klar und eindeutig

Ihr neuer Unternehmensname sollte individuell sein und im Gedächtnis hängen bleiben. Er sollte nicht zu lange sein und phonetisch unproblematisch. Ein Beispiel für ein eher ungünstiges Wort aus dem Englischen: Lead. Das Wort “Lead” hat so viele unterschiedliche Bedeutungen, dass für den Hörer bei der ersten Begegnung mit dem Namen schwer zu erkennen ist (selbst in Verbindung mit einem weiteren Wort), was mit Lead nun gemeint ist. Hat das Unternehmen etwa was mit Rohstoffen zu tun, da Lead = Blei? Hat es eher etwas mit dem Wort “führen” zu tun? Oder steht es für den Kundenkontakt im weitesten Sinne, dem Lead, welcher sehr häufig im Marketingjargon vorkommt. Eine weitere zusätzliche Hürde: Schließen Sie nun die Augen, sprechen Sie das Wort “Lead” aus, und stellen Sie sich vor das Wort würde gerade in einem Radiospot genannt werden? Wie würden Sie es schreiben? Vermutlich würden Sie aus dem “Lead” das “Lied” machen und die Konfusion wäre perfekt. Sehr schnell müsste man feststellen, dass dieses Wort wohl eher ungünstig ist und nicht in die nähere Auswahl genommen werden sollte, da von der Bedeutung und Phonetik zu schwammig. Sie würden die Öffentlichkeit und speziell Ihre Zielgruppen womöglich nur unnötig verwirren. Und genau das soll eben nicht geschehen.

2. Eigener Name vs. Phantasiename

In diesem Zusammenhang lauten zwei ganz wichtige Fragen: Wer wird langfristig meine Zielgruppe sein und wie möchte ich nach außen wirken? Eher persönlich, mit mir als Mensch im Vordergrund oder soll das Unternehmen eher größer und mehr als reine Marke nach außen wirken? Einer der Vorteile Ihres eigenen Namens liegt auf der Hand: Mit relativ großer Wahrscheinlichkeit ist er unverwechselbar und einzigartig, und er wird direkt mit Ihnen und Ihrem Unternehmen assoziiert. In einem kleineren räumlichen Umfeld ist es speziell zu Beginn gut möglich, dass sich die Menschen Ihren Namen besser merken können als einen Phantasienamen. Jedoch sollte sich das mit der Zeit angleichen und keineswegs davon abschrecken über einen ansprechenden Phantasienamen nachzudenken. Ein klarer Vorteil des eigenen Namens ist mit Sicherheit die Persönlichkeit und Menschlichkeit, die damit ausgestrahlt wird. Ein Phantasiename kann da am Anfang nur schwer mithalten und muss durch die richtige Corporate Identity und das passende Corporate Design überzeugen. Hierzu zählen Bilder, Farben, Claim, Design und Sprache. Wenn Sie ausnahmslos in einem kleinen Umfeld arbeiten werden und unter Umständen auch viel mit Einzelpersonen zu tun haben, bietet sich der eigene Name auf jeden Fall an. Sollten Sie aber bereits zu Anfang wissen, dass Sie überregional oder sogar international Geschäfte machen werden und sich innerhalb einer modernen Branche bewegen kann es durchaus sinnvoll sein nach einem Phantasienamen für Ihr Unternehmen Ausschau zu halten. Jedoch sollen diese Hinweise nicht als Allgemeinregel, sondern eher als zusätzlichen Filter, betrachtet werden. Wenn ich meine Kunden bei der Namensfindung berate muss als erstes die Meinung des Kunden angehört werden. Was will er? Wie möchte er von seiner Umwelt gesehen werden? Was soll verkörpert werden? Usw. Die Markenberatung bzw. Namensfindung läuft am Ende immer völlig individuell ab.

3. Ausbaufähig für die Zukunft

Wenn Sie darüber nachdenken, was der richtige Name für Sie und Ihr und Ihr Unternehmen sein könnte, sollten Sie sich auch darüber im Klaren sein, ob sich Ihre Produkte und Leistungen langfristig unter Umständen verändern könnten oder nicht. Wenn Sie Ihr Unternehmen beispielsweise “Bananenplantage Europa” taufen wäre es schwer zu vermitteln, wenn Sie plötzlich auch im Weinanbau in Südafrika tätig wären. Daher sollte man darauf achten, dass der Name nicht von Vornherein zu sehr einschränkt und man noch einen gewissen Spielraum für Ergänzungen hat. Fragen Sie sich auch, ob das Kernwort der Unternehmung durch unterschiedliche Vor- bzw. Nachsilben ergänzt werden kann. Nehmen Sie das allseits bekannte Beispiel “Coca-Cola”. Die weltweit bekannte Marke bringt immer wieder neue Produkte an den Markt und ergänzt das eigene Brand dann einfach gerne durch einfache und leicht verständliche  Zusätze wie “Light”oder “Zero”.

4. Geschäftsfeld erwähnen – ja oder nein?

Es ist von Vorteil, wenn Ihr neuer Unternehmensname das Geschäft, was Sie betreiben, erklärt. Beispielsweise sagt der Name “Müller” nichts aus. Es könnte sich um alles und nichts drehen. Fügt man nun aber noch die Worte “Marketing Consulting” hinzu wird die Sache klar und es bedarf keinen weiteren Erklärungen. Achten Sie also darauf, dass der zukünftige Name einen Sinn ergibt und Außenstehende sich schnell und einfach ein Bild von Ihrem Angebot machen können.

5. Markenrechtlich in “trockenen Tüchern”

Bevor Sie sich für einen Namen entscheiden müssen Sie sichergehen, dass es rechtlich keine Problem geben kann, denn das kann im Falle von Verletzung des Markenrechts unangenehm und teuer werden. Daher müssen Sie entweder selbst prüfen oder von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, ob Ihr Wunschname bereits als eingetragene Marke existiert oder nicht. Für diesen Zweck ist eine ausgiebige Recherche auf der Website des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) unumgänglich. Hier lassen sich außerdem noch Links zu internationalen Behörden finden, die das Thema Markenschutz international abdecken. Da dieses Thema ein sehr sensibles ist, sollten Sie dieses dementsprechend ernst nehmen und auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen. Im schlimmsten Falle droht Ihnen ansonsten eine nachträgliche Umbenennung Ihres Unternehmens. Und das kann dann richtig teuer werden – finanziell wie auch zeitlich.

6. Die passende Domain muss frei sein

Ist Ihr Wunschname nach ausgiebiger Recherche noch zu haben müssen Sie vor der Eintragung beim DPMA noch einen weiteren Punkt beachten: den Domainnamen. Denn wenn kein passender Domainname verfügbar ist, bringt Ihnen der beste Unternehmensname nicht viel. Daher parallel zu den Namensideen, die Sie sammeln gleich prüfen, ob diese als Webadresse zu haben sind oder nicht.  Um dies zu prüfen besuchen Sie einfachhalber die Website der Registrierungsstelle für alle Domains unterhalb der Top Level Domain .de – kurz – denic genannt. Sofern Sie auch internationale Domains erwerben möchten, sollten Sie parallel auch diese auf Verfügbarkeit prüfen. Hierbei kann es hilfreich sein, eine der Websites der großen Webhoster oder Domainanbieter  als “Prüfstelle” zu verwenden. Beispiele hierfür wären Strato oder United Domains.

Abschließend noch ein Tipp:

Mir persönlich hat es immer sehr geholfen meine Favoritenliste an Namen mit Familie, Freunden und Bekannten zu teilen, indem ich eine kleine Onlinebefragung zu den unterschiedlichen Namen durchgeführt habe. Dies kann man kostenlos und einfach über Anbieter wie Surveymonkey machen. für diesen Zweck habe ich meine persönlichen 10 Favoriten ausgewählt und Fragen zu Assoziationen, Gefallen, Phonetik etc. gestellt. Anhand der Umfrageergebnisse kann man dann recht schnell feststellen, ob man mit seinem Favoriten auf der richtigen Spur ist oder womöglich vollends auf dem Holzweg ist. Nichts desto trotz sollte solch einer Umfrage nicht zu viel an Gewicht verliehen werden. Sie soll lediglich aufzeigen, ob die persönlichen Vorstellungen und Assoziationen mit der Mehrzahl der Menschen übereinstimmt. Denn am Ende muss Ihnen in erster Linie einmal selbst der neue Name zusagen, denn Sie sind es, der in Zukunft mit voller Überzeugung hinter der Marke mit allem was dazugehört, stehen muss. Und das soll schließlich Freude bereiten.

Du möchtest noch mehr spannende Informationen rund um die Themen Existenzgründung, Gründerwelt und Selbstständigkeit lesen? Dann schau Dir mal die Website von Gründungswissen an.

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil I

Die täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler – Teil I

Gerade erst letzte Woche hat sich ein ehemaliger Geschäftskollege von mir in London als Music Manager selbständig gemacht. Er kümmert sich ab sofort um die Vermarktung ausgewählter Music-Bands. Zuvor war er bei einer Agentur fest angestellt und hat über viele Jahre jeden Monat pünktlich seinen Gehaltsscheck bekommen. Eine feine Sache. Und dann kommt die Selbstständigkeit und damit einher gehen die Schlagworte Risiko, Unsicherheit und bedingungslose Eigeninitiative. Klingt erst mal nicht sehr schön, und es könnte einem geradezu Angst und Bange werden. Aber Moment – die Selbstständigkeit hat auch ihre positiven Seiten, denn sonst gäbe es wohl nicht so viele, die den Schritt in die absolute Eigenverantwortung wagen würden. Wie wäre es mit den etwas mehr Kreativität, Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit – nur um ein paar wenige Worte an dieser Stelle erwähnen zu wollen. Das klingt doch schon viel besser!
Und trotzdem: Macht man sich mal etwas tiefgreifendere Gedanken zu dem Thema Selbstständigkeit und spricht mit bereits Selbstständigen und Freiberuflern darüber, muss man wohl ganz schnell einsehen, dass das Ganze kein Pappenstiel und nicht für Jedermann das Richtige ist. Ich erinnere nur an das Bild von oben: Angestelltenverhältnis – Monatsende – Gehaltsscheck – Punkt! Nicht umsonst hat mal vor geraumer Zeit ein Gründungscoach zu mir gemeint, dass “zu der Entscheidung pro Selbstständigkeit eine ordentliche Portion Verrücktheit dazugehört”. Ich weiß, dass er dies damals mit einer ordentlichen Portion Humor hinterlegt hat, ansonsten hätte er wohl nicht so zahlreiche Existenzgründer unter seinen (erfolgreichen) Fittichen. Nichts desto trotz wollte er mit seiner Aussage genauso klar machen, dass der Weg durchaus steinig, zäh und langwierig sein kann. Ist man sich dieser Dinge allerdings von Vornherein bewusst und geht nicht mit einer rosaroten Brille oder ohne einen blassen Schimmer in die Selbstständigkeit, dann – ja dann – kann man guten Mutes an die Sache rangehen. Nun aber genug erzählt. Die Frage, die ja bereits in der Überschrift dieses Artikels auftaucht, lautet schließlich: Was sind die täglichen Herausforderungen für einen Selbstständigen oder Freiberufler?

Zu Beginn der Selbstständigkeit ist es wohl so ein bisschen das Gefühl der Orientierungslosigkeit. Ich glaube, das trifft es ganz gut. Das fängt mit dem Aufwachen am ersten Tag des “Nicht mehr Arbeitnehmer sein” an. Der Wecker klingelt, und man macht sich in seiner täglichen Schlagtrunkenheit (dies gilt natürlich nicht für die Frühaufsteher unter Euch, die bereits mit einem Moonwalk trällernd ins Badezimmer schweben) auf den mühsamen Weg ins Badezimmer und plötzlich wird einem bewusst: “Moment mal, ich muss ja gar nicht mehr ins Büro. Ich bin ja jetzt selbstständig!” Wenn der erste “Schock” mit dem Frühstückstoast hinuntergedrückt ist kann es endlich losgehen – mit der Selbstständigkeit. Schließlich wartet einiges an Arbeit auf einen.

Aber was ist denn nun wirklich zu tun im Laufe einer Selbstständigkeit?

Nun, zu Beginn wird ein Selbstständiger höchstwahrscheinlich erst einmal etwas im Nebel stochern – wer ist anzusprechen? Wie und was kann man erreichen? Wie baue ich mein Netzwerk auf? Und, und, und. Man versucht Termine mit Kunden, Kunden und nochmals Kunden zu vereinbaren. Über die ersten erfolgreichen Kundenbeziehungen entstehen neue Kundenbeziehungen und so weiter und so weiter. Die Maschinerie der Mundpropaganda – dem wertvollsten und effektivsten Marketingwerkzeug – springt langsam an und spült immer mehr neue Kunden und Partner an – etwa so wie eine Flaschenpost, die nach einer längeren Reise am Timmendorfer Strand “auf Grund läuft”.

Nach einiger Zeit werden sich die Herausforderungen allerdings komplett verändern. Dann wird es nicht mehr primär darum gehen Kundenakquise und Networking zu betreiben (wobei das vermutlich nie aufhören wird). Nun kommen ganz andere Herausforderungen auf einen zu: Wie kann ich mehrere Projekte simultan bearbeiten ohne in ein Chaos zu verfallen? Wie gehe ich mit eventuellem Stress um ohne dabei den Spaß an der Arbeit und den Kundenbeziehungen zu verlieren? Wie schaffe ich es trotz aller Anstrengung und möglichen Zeitengpässen die ein oder andere ruhige Minute einzubauen um wieder etwas herunterzufahren?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass vermutlich nicht wenige Freiberufler und Selbstständige Schwierigkeiten haben einen geregelten Tagesablauf zu kreieren – so ganz ohne Chef oder Stempeluhr “im Nacken”. Denn es gibt tagtäglich zahllose Ablenkungsmöglichkeiten, speziell dann, wenn man seine Büroräumlichkeiten in die eigenen vier Wänden integriert hat. Da fällt es nicht immer leicht konzentriert zu bleiben.

Man muss auch offen sagen, dass man als Freiberufler und Selbstständiger des Öfteren den inneren Schweinhund überwinden muss um neue Projekte an Land zu ziehen. Wenn man tagein tagaus Kundenprojekte bearbeitet hat man oft nicht mehr den “Drive”, um darüber hinaus auch noch andere Dinge machen zu wollen. Sei es die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die Steuererklärung, Rechnungen zu schreiben, Auftragsangebote zu verfassen und mit Interessenten durchzusprechen oder sonstige Bürotätigkeiten. Hier gilt es trotzdem diese (wichtigen ) Dinge nicht zu vernachlässigen, auch wenn sie von Zeit zu Zeit ziemlich nervtötend sein können. Denn sie gehören nunmal zur selbstständigen Tätigkeit dazu so wie für viele der Kaffee zu einem guten Frühstück dazugehört.

Eine andere Hürde, speziell für Jene, die ihre Geschäftstätigkeiten von ihrem “Home Office” ausüben ist die Isolation bzw. das alleine Arbeiten. Hier gilt es aufmerksam durch den Alltag zu wandern. Früher oder später kann durchaus ein Gefühl der Einsamkeit eintreten, insbesondere dann, wenn man es in der Vergangenheit gewohnt war in einem Büro ständig Kollegen um einen herum gehabt zu haben. Dann heißt es gegensteuern. Ich selbst achte deshalb darauf, dass ich Kundentermine so oft wie möglich außerhalb meiner vier Wände organisiere, mich mindestens 1-2 pro Woche mit Bekannten oder Freunden zum Mittagessen verabrede und auch sonst schaue, dass ich immer wieder unter Leute komme, sei es beim Sport oder einer anderen Freizeitbeschäftigung. Ich kenne auch Freuberufler und Selbstständige, die der Isolation dadurch entfliehen, indem sie hin und wieder in einem Café arbeiten, um so wieder neue Eindrücke und Komunikation mit der Außenwelt bekommen zu können.

Obendrein kann es durchaus gewöhnungsbedürftig sein plötzlich so ganz ohne Feedback oder Statusmeldungen arbeiten zu müssen. Bei Zweifeln gilt es sich von ausgewählten Menschen im näheren Umfeld Rat oder eine Meinung einzuholen. Nichts desto trotz muss man sich darüber im Klaren sein, dass man am Ende die Entscheidung nun selbst fällen muss, und dass es keinen Chef mehr gibt, der einem die Richtung vorgibt. Schließlich ist man nun sein eigener Herr. Und das ist auch gut so, denn das macht die Selbstständigkeit so spannend und ist das Salz in der Suppe.

Das war der erste Teil der täglichen Herausforderungen für Selbstständige und Freiberufler. Im nächsten Teil der täglichen Herausforderungen werde ich unter anderem auf die Themen Frustbewältigung, Freizeit, Lockerheit, Organisation und vieles mehr eingehen.

Frage an alle Selbstständigen und Freiberufler: Welche anderen Herausforderungen habt Ihr in Eurer täglichen Arbeit ausgemacht? Wie habt Ihr diese Hürden überwunden?

Erfolgskriterium für Selbstständige: der lebendige Businessplan

Erfolgskriterium für Selbstständige: der lebendige Businessplan

Businessplan? Ok, das sollte man als Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständiger selbstverständlich kennen. Was versteht man allerdings unter einem “lebendigen” Businessplan?

Ein Businessplan ist, wie bereits in einem früheren Artikel zum Thema Businessplan betont, kein Schriftstück, welches nach der erstmaligen Fertigstellung und dem unter Umständen erfolgreichen Kreditantrag bei Bank, Bürgen oder Investoren am Ende ist und in der Schublade verschwindet. Ganz im Gegenteil: für den Erfolg eines Existenzgründers und Selbstständigen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen der lebendige Businessplan. Das heißt: Man sollte in regelmäßigen Abständen immer wieder den Businessplan zur Hand nehmen und speziell den Finanzteil auf Aktualität überprüfen. Wie sieht es mit den zu Beginn geplanten Auftragseingängen und Umsätzen pro Monat aus? Sind wir hier im Soll? Sind in der Zwischenzeit eventuell neue Posten aufgetaucht, die Mehrkosten verursachen? Habe ich in der ursprünglichen Planung unter Umständen den ein oder anderen Punkt übersehen? Mit solchen Fragen kann man ganz schnell feststellen, ob man noch in der Spur ist oder nicht. Eines sollte bei einem Existenzgründer, Freiberufler oder Selbstständigen grundsätzlich nicht passieren: es sollte keine Angst bzw. das Gefühl der Machtlosigkeit aufkommen. Angst lähmt bekanntlich und das Gefühl der Machtlosigkeit ist ein klares Indiz dafür, dass man spürt den Überblick über die Situation zu verlieren. Daher ist es von immenser Bedeutung den Businessplan immer wieder zu aktualisieren und damit lebendig zu halten. Davon ausgehend möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen, dass ein Businessplan nicht nur für diejenigen von Belang ist, die einen Kredit oder Ähnliches beantragen möchten. Auch wenn man ausschließlich mit Eigenkapital den Weg in die Selbstständigkeit wagt, ist der lebendige Businessplan Voraussetzung für den Erfolg. Doch auch die beste und ausgeklügelste Planung muss nicht immer funktionieren bzw. so eintreffen, wie gedacht. Daher empfiehlt es sich für solche Fälle einen Geldpuffer einzuplanen, damit etwaige Umsatzlöcher gestopft werden können. Auf der anderen Seite wird man vermutlich aber auch Monate erleben, in denen es besser läuft als ursprünglich gedacht. Gut für Sie! Nutzen Sie die Mehreinnahmen, um wieder ein kleines finanzielles Polster anzulegen – für schlechtere Zeiten oder unvorhergesehene Ausgaben. Gut möglich, dass Sie auf einmal merken, dass Sie noch die ein oder andere Investition tätigen müssen. Hierfür sind diese Reserven perfekt.

Daher gilt: Behalten Sie speziell den Finanzteil Ihres Businessplans ständig im Auge und aktualisieren Sie ihn fortlaufend. Das gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit, und Sie werden nicht kopflos durch die Gegend rennen. Achten Sie darauf, dass Sie das große Ganze, also die kalkulierten Kosten und Umsätze pro Monat, stets überblicken. Sollten Sie merken, dass Ihre Umsätze nicht reichen bzw. nicht an Ihre ursprünglichen Vorgaben heranreichen müssen Sie unter Umständen Ihre Akquisemaßnahmen oder/und Ihr Marketing intensivieren. Haben Sie aber überhaupt noch Zeit für Akquise, oder sind Sie bereits mit Ihren Kundenprojekten am Limit angekommen? Um das herauszufinden empfiehlt es sich ein schriftliches Budget aufzustellen, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Zeit Sie für einen durchschnittlichen Auftrag brauchen und dem jeweiligen Kunden in Rechnung stellen können. So werden Sie ganz schnell herausfinden, wie viel Zeit Sie pro Woche an Kundenprojekten oder Ähnlichem arbeiten müssen, um Ihre Kosten decken zu können. Den Rest der zur Verfügung stehenden Zeit bleibt Ihnen dann für die oben angesprochene Akquise. Und wenn dann noch Zeit für Netzwerken, Kommunikation und Fortbildung übrig bleibt um so besser. Wenn Sie stets den Überblick über Ihre finanzielle Situation behalten und Ihren Businessplan diszipliniert und kontinuierlich auf dem aktuellen Stand halten, sind Sie einer erfolgreichen Existengründung bzw. Selbstständigkeit wieder ein ordentliches Stück näher gekommen.

2009 schwächstes Jahr des Venture Capitals in den USA

2009 schwächstes Jahr des Venture Capitals in den USA

Schlecht für Existenzgründer und Start-ups: Infolge der Finanzkrise geht laut Internet World Business das Jahr als das schlechteste in die Annalen des Venture Capitals in den USA. Infolge der Finanzkrise sanken die Ausgaben der Investoren auf den tiefsten Stand seit 2004 auf ca. 14 Milliarden US-Dollar.
Im ersten Quartal 2010 war jedoch eine Trendwende erkennbar. Investoren gaben wieder mehr Geld aus. Laut Dow Jones LP Source sammelten 34 Fonds rund 4,1 Milliarden US-Dollar oder 41 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2009 ein. Marktbeobachter deuten dies als Zeichen, dass sich der Markt in 2010 für Beteiligungen und Übernahmen wieder belebt.

Geschäftskonto – was müssen Existenzgründer beachten?

Geschäftskonto – was müssen Existenzgründer beachten?

Lieber Leser,

heute geht es in einem Gastbeitrag um das spannende Thema “Geschäftskonto – was müssen Existenzgründer beachten?”. Der Autor Oliver Schulz ist Betreiber des Finanzportals www.girokonto-news.de, welches unter anderem kostenlose Girokonten vergleicht.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Sie sind Existenzgründer und benötigen ein Konto? Sehr schnell werden Sie fest stellen, dass Banken unterscheiden zwischen privaten Konten und Geschäftskonten. Worauf Sie achten müssen erfahren Sie hier:

1. Welche Bank

Die Wahl der richtigen Bank ist entscheidend. Nehmen Sie sich also Zeit gut zu vergleichen. Dafür hat jede Bank eine Abteilung im Existenzgründerbereich. Dort finden Sie in jedem Fall Ihren Ansprechpartner. Für qualitative Informationen sollten Sie zum Banktermin einen Geschäftsplan dabei haben. So können Sie sich von jeder Bank gleich im Vorfeld verschiedene Kontomodelle anschauen, je nachdem wie die zu erwartenden Transaktionen auf Ihrem Geschäftskonto laufen.
Grob zusammen gefasst sollten Sie also:

  • Einen Geschäftsplan erstellen
  • Termine mit der Abteilung für Existenzgründer vereinbaren
  • Mehrere Banken miteinander vergleichen

2. Konditionen

Konto ist nicht gleich Konto. Zahlen Sie nur für Zahlungsausgänge oder auch für Zahlungseingänge eine Gebühr? Wie hoch ist die Grundgebühr?
Gibt es verschiedene Kosten für In- und Auslandsüberweisungen? Wie sieht es mit dem Kontokorrentkredit aus? Fragen und Fragen auf die nur Ihre Bank eine Antwort weiß. Damit Sie möglichst viele Antworten kennen sollten Sie auch die Geschäftskonto-Konditionen vergleichen. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Monatliche Grundgebühr
  • Transaktionskosten
  • Kontokorrentkredit
  • Überziehungszinsen (in den Kontokorrentkredit hinein)
  • Duldungszinsen (außerhalb des Kontokorrentkredites)
  • Guthabenszinsen

3. Das Kleingedruckte

Wie bei jedem Vertrag müssen Sie auch beim Geschäftskonto auf das Kleingedruckte achten. Sie zahlen keine Transaktionsgebühren? Prima. Was Sie im Kleingedruckten überlesen haben ist, dass dafür mindestens 15.000 € monatlich eingehen müssen. Achten Sie beim Kleingedruckten also auf:

  • Kündigungsfristen
  • Kopplung von Gebührenerlass, -ersparnis an Mindesteingang
  • Abschlussgebühren

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Informationen auf verweisende Websites als informativ und seriös erachtet werden. Eine Vollständigkeit bzw. Richtigkeit kann von Seiten des Kwerdenkers allerdings nicht garantiert werden.

Kurz erklärt: Businessplan

Kurz erklärt: Businessplan

Liebe Leser,

heute geht es um das spannende Thema Businessplan und alles was dazu gehört – im Schnelldurchlauf.
Viel Spaß beim Lesen!

Ein Businessplan (engl. business plan) ist nicht anderes als ein anderer Ausdruck für Geschäftsplan, welcher eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens darstellt. Hierzu zählen Ziele, Strategie und Maßnahmen etc. Die Zusammenfassung besteht in der Regel aus Informationen zu:

Geschäftsidee und dem Hintergrund dazu, Aufbau und Struktur der Unternehmung, dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung, Geschäftsinhabern oder Geschäftsführern, Partnern und Kooperationen, Marketing und Vertrieb, Zielgruppen, Marktstruktur und Wettbewerbsanalyse, Personalplanung, SWOT-Analyse, Meilensteine und – ganz wichtig – Finanzteil mit Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan und Finanzierungsplan.

Speziell die Anforderungen beim Aufbau des Finanzteils variieren von Bank zu Bank und hängen obendrein auch stark von dem Umfang der neuen Unternehmung ab. Deshalb sollte bereits im Vorfeld in einem Gespräch mit der Hausbank oder einer anderen Bank geklärt werden, was im konkreten Fall gefordert wird.

Wann brauche ich solch einen Businessplan?

Eigentlich immer, wenn man eine neue Unternehmung gründen will. Zum einen hilft es dem Existenzgründer ungemein dabei sich über seine eigenen Ideen, Visionen und Vorstellungen klar zu werden, wenn er sie schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Er erkennt sehr schnell, wo es noch Lücken oder Verbesserungsbedarf gibt. Zum anderen braucht er solch einen Businessplan, wenn er seine Geschäftsidee nach außen verkaufen möchte um bei Banken, Investoren, Business Angels, Bürgen oder sonstigen Insitutionen und Personen vorsprechen zu dürfen, um beispielsweise Kredite oder Investorkapital zu beantragen.

Ein Businessplan sollte nie als ein starres Gebilde betrachtet werden, welches man einmal schreibt und dann in die Ecke gelegt wird. Ganz im Gegenteil: Ein Businessplan ist ein sehr dynamisches Dokument, welches sich mit der Zeit immer wieder verändert und weiterentwickelt. Insbesondere der Finanzteil ist ein ungemein hilfreiches Werkzeug um Ziele, Budgets und Umsatz- und Ertragsprognosen im Auge zu behalten. So kann man jederzeit feststellen, ob man richtig kalkuliert hat und ob sich die ursprünglichen Prognosen bewahrheiten oder nicht. Wenn man feststellt, dass man nicht mehr auf dem richtigen Weg ist muss man entsprechende Maßnahmen ergreifen um wieder in die Spur zu kommen.

Daher rate ich jedem Existenzgründer auf jeden Fall einen Businessplan zu schreiben. Ganz egal ob Fremdkapital benötigt wird oder nicht. Am Besten sollte man vorab kurz bei der Hausbank und zwei weiteren Bankinstituten oder Sparkassen nachhaken. Diese geben gerne Auskunft dazu und geben normalerweise auch Informationsmaterialien raus, welche Tipps zum Aufbau des Businessplans geben. Darüber hinaus ist es sinnvoll mit der nächsten IHK (Industrie- und Handelskammer) zu sprechen, welche ebenfalls hilfreiche Tipps geben. Wer sich überhaupt kein Bild davon machen kann, wie solch ein Businessplan anzufertigen ist sollte darüber nachdenken, einen Gründungsberater anzusprechen, die darauf spezialisiert sind Existenzgründern beim Umternehmensaufbau zu helfen. Hierzu können ebenfalls die Industrie- und Handelskammern Auskunft geben.

Der Kwerdenker selbst wird in den nächsten Wochen eine Mastervorlage für einen Businessplan anfertigen, welche über den Blog bestellt oder heruntergeladen werden kann. Ich halte Euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer vorab aber schon Antworten auf Fragen braucht, kann gerne eine PN an info@kwerdenker-blog.de senden.

Wenn der Freund zum Geschäftspartner wird

Wenn der Freund zum Geschäftspartner wird

Wenn der Kollege oder sogar ein guter Freund zum Geschäftspartner wird, kann das viele Vor-, leider aber auch einige Nachteile mit sich bringen. In zahlreichen Gesprächen mit betreffenden Personen in meinem Bekanntenkreis, die selbst mit guten Bekannten oder engen Freunden eine Firma gegründet haben sowie anhand meiner eigenen Erfahrungen wurde dies immer wieder deutlich.

Angenommen zwei enge Freunde sitzen abends bei einem guten Glas Wein auf der Terrasse und hecken einen “todsicheren” Plan für eine neue Geschäftsidee aus. Todsicher deshalb, weil zum einen die Idee natürlich einer Goldgrube entspricht, mit der in der Zukunft unendlich viel Erfolg und Umsatz generiert wird. Zum anderen aber, weil die Zusammenarbeit mit dem Gegenüber – dem guten Freund – spitzenmäßig wird. Probleme können ja überhaupt nicht auftauchen, da man sich bereits seit Jahren kennt, regelmäßig Zeit bei Sport und Ähnlichem miteinander verbringt und in dieser ganzen Zeit nie ein echter Streit entstanden ist. Warum also nicht auch auf beruflicher Ebene gemeinsame Sache machen?

So weit so gut. Mit solch einer Denkweise wie oben beschrieben sind mit Sicherheit schon viele in eine private (z.B. Hochzeit) – oder in unserem Fall – berufliche Zweisamkeit gestartet – mit der rosaroten Brille auf der Nase und voller guter Vorsätze. Nichts desto trotz möchte ich nachfolgend ein paar Punkte ansprechen, die man bei geschäftlichen Partnerschaften – speziell mit guten Bekannten und Freunden – beachten sollte.

1. Halten Sie die geschäftliche Zusammenarbeit unbedingt in einem Gesellschaftervertrag schriftlich fest und wenn der Andere noch so ein guter Freund ist. Sollte es (wider Erwarten) doch zu einem Zwist kommen, werden beide Seiten froh sein, dass für den Fall der Fälle alles schriftlich sauber geregelt ist. Es ist absolut empfehlenswert hierfür einen Rechtsanwalt mit einzubinden, der als Berater und Vermittler agieren und hilfreiche Tipps geben kann, auf was geachtet werden sollte.

2. Stecken Sie im Vorfeld so weit es geht bereits die jeweiligen Aufgabengebiete der einzelnen Personen ab. Wer ist für Marketing und Vertrieb zuständig? Wer kümmert sich um das Business Development und die rechtlichen und steuerlichen Aufgaben? Wer ist für das Produktmananagement oder den Einkauf verantwortlich? Je deutlicher Sie hier bereits vor Gründung Klarheit schaffen, desto effizienter und reibungloser können die einzelnen Partner arbeiten. Man vermeidet doppelte Arbeit und Frustmomente, weil der Eine womöglich in dem Revier des Anderen “gewildert” hat.

3. Wenn Geschäftspartner vom Charakter und Auftreten her unterschiedlich sind, muss das kein Nachteil sein. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort “Gegensätze ziehen sich an”. Schauen Sie wo die Stärken der einzelnen Personen liegen und fördern Sie diese. Meist ist es so, dass einer der Geschäftspartner eher der Kommunikator ist. Das sollten Sie sich zu Nutze machen und diesen dann verstärkt bei öffentlichen Auftritten, Vertriebsaktionen und beim Netzwerken einsetzen. Der Andere dagegen hat ein ausgeprägtes Zahlenverständnis und ein Gespür für Design. Das heißt er kann sich um die Organisation (Buchhaltung etc.) und die Gestaltung der Werbemittel etc. kümmern.

4. Es ist ganz wichtig, dass Geschäftspartner miteinander reden, auch wenn es mal dicke Luft gibt. Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als aufgestauten Frust mit sich herumzuschleppen. Und dieser Frust wird höchst wahrscheinlich von Zeit zu Zeit wieder auftauchen. Suchen Sie in solchen Situationen den Weg des Dialogs und sprechen Sie offen – aber in dem richtigen Ton – an, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Schieben Sie den Frust oder die negativen Gedanken nicht auf die lange Bank – reden Sie!

5. Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Ihr Geschäftspartner unter Umständen nicht immer dieselben Vorstellungen haben wird wie Sie. Speziell wenn es um die Arbeitszeiten geht, kann es schnell mal zu Unstimmigkeiten kommen, da es dem Einen nichts ausmacht lange und hart zu arbeiten während der Zweitere eher das Leben genießen und rechtzeitig Feierabend machen möchte. Beide Seiten müssen hierbei darauf achten, dass die unteschiedlichen Arbeitsauffassungen nicht zu weit auseinanderdriften, sonst kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Bevor Sie die Gründung fixieren sollten die jeweiligen Ziele und Vorstellungen offen ausgetauscht werden, um zu sehen, ob die gemeinsame Schnittmenge passt oder nicht. Wenn die Unterschiede zu groß sind sollten Sie in Erwägung ziehen auch in Zukunft “nur” gemeinsam ein Tennismatch zu spielen und ein gutes Glas Wein auf der Terrasse zu trinken.

6. Klären Sie, bevor Sie gemeinsam in die Öffentlichkeit, z.B. zu einer Veranstaltung oder einem Kunden, gehen, wie Sie agieren möchten. Wer ist der “Redner” und wer ist der “Supporter”. So würde ich das jetzt mal bezeichnen. Einer muss das Zepter in der Hand haben und den Gesprächspartner an der Hand führen. Der Partner sollte ihn auf diesem Weg mit Ergänzungen und stichhaltigen Argumenten unterstützen. Sie sollten auf jeden Fall aber auf zwei Dinge achten:
- Agieren Sie immer als Team. Es gibt nicht Schlimmeres, als wenn der Gesprächspartner das Gefühl hat, dass sich die beiden Partner nicht einig oder auf einer Wellenlänge sind.
- Fallen Sie sich nicht gegenseitig ins Wort und führen Sie keinen internen Machtkampf um die Gunst des Gegenübers. Dieser wird das sehr schnell erkennen und womöglich versuchen die Situation auszunutzen, um Sie gegeneinander auszuspielen. Agieren Sie wie eine “Wippe”: ist Partner 1 proaktiv, sollte sich Partner 2 etwas zurücknehmen. Und dasselbe umgekehrt. Ist der Eine oben, ist der Andere unten und anders herum. Probieren Sie es aus und lernen Sie aus den Gesprächen, die Sie führen. Mit der Zeit werden Sie sich vermutlich immer besser ergänzen und mit einem guten Gefühl aus dem jeweiligen Gespräch gehen.

Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte

Serie “Meine Geschäftsidee” – Teil I: die Vorbereitung – 5 Schritte

Liebe Leser,
heute geht es mit einer neuen Serie – besser gesagt – der ersten Serie innerhalb des Kwerdenker-Blogs los: Das Thema: “Meine Geschäftsidee”. Wir gehen also gleich in die Vollen. Die Serie soll angehenden Existenzgründern ein paar wichtige Hinweise und Tipps geben, was zu welcher Zeit beim Gründen zu beachten ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Serie.

5 Schritte zu einer erfolgreichen Vorbereitung einer neuen Geschäftsidee:

1. Sprechen Sie über Ihre Geschäftsidee – aber mit den passenden Ansprechpartnern

Eine Idee für eine neue geschäftliche Herausforderung muss reifen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand die “ultimative” Geschäftsidee morgens am Frühstückstisch hatte, die er dann 1:1 umsetzte. Eher ist es so, dass man eine Idee hat und diese dann nach und nach weiterentwickelt. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, in der man seine Idee durchaus erst mal für sich behalten sollte. Denn nicht selten stößt man schon relativ schnell auf gewisse Grenzen, die die Idee zu einer Schnapsidee werden lassen, die man wieder in der Schublade verschwinden lässt. Oder aber die ursprüngliche Idee entwickelt sich zu einer wirklich guten und “ausgereiften” Idee. Wenn sich erste Konturen entwickeln, macht es Sinn die richtigen Ansprechpartner in den neuen Schlachtplan einzuweihen. Aber woher weiß man, wer die richtigen Ansprechpartner sind?
Zu den richtigen Ansprechpartnern zählen Menschen, die unter Umständen selbst Unternehmer sind oder waren und Erfahrung mit solchen Situationen haben. Leute, die einen besser kennen als andere und bei denen man weiß, dass sie nicht gleich zu allem “Ja” und “Amen” sagen. Personen, die offen und optimistisch, gleichzeitig aber realistisch sind. Mit negativen Menschen kommt man speziell in solch einer Situation nicht weit, denn das zarte Pflänzchen, die Idee, muss erst mal genug Kraft entwickeln, um zu wachsen, bevor sie gleich eins auf die Mütze bekommt. Idealerweise sollte man obendrein noch mit Menschen sprechen, die im Bereich Existenzgründung aktiv sind. Hierzu zählen die freundlichen Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammern (kurz: IHK), mit denen man ohne Weiteres ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren kann, in dem die Geschäftsidee nähergebracht wird. Darüber hinaus ist es durchaus zu empfehlen, mit einem Existenzgründer-Coach zu sprechen, welcher unter anderem über die jeweilige IHK vermittelt werden kann und täglich mit Existenzgründern zu tun hat. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie für Ihr Vorhaben eine Finanzspritze benötigen werden, sollten Sie auch gleich ein erstes “Orientierungsgespräch” mit dem Bankberater Ihrer Hausbank führen. Dieser kann Ihnen dann gleich erste Tipps und Informationen geben, die Sie für das weitere Vorgehen benötigen, beispielsweise Informationen zu Businessplan und Fördermöglichkeiten.
Sollten Sie in dieser Phase doch an den oder anderen Kritiker oder Pessimisten geraten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Planen Sie sorgfältig einen Schritt nach dem anderen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

2. Geben Sie sich und Ihrer Geschäftsidee ausreichend Zeit

Setzen Sie sich zeitlich betrachtet ambitionierte Ziele, aber setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. Denn das Letzte, was Sie gleich von Beginn an brauchen können sind Zeitdruck und fehlende Lockerheit.
Zugegebenermaßen ist es alles andere als einfach einen Zeitstrahl zu setzen und zu wissen im Monat x gehen die Vorbereitungen zur neuen Geschäftsidee los, und im Monat Y sind Sie schon mitten drin im Geschäft. Machen Sie sich nichts vor, und bleiben Sie realistisch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich gerne ambitionierte Zeitziele setzt, die dann doch wieder nicht eingehalten werden. Das muss nicht immer an einem selbst liegen, ist man doch immer wieder auch von anderen Menschen und Dienstleistern abhängig. Beispielsweise hat der Grafikdesigner gerade so viel um die Ohren, dass er das neue Logo und die neuen Visitenkarten und Briefpapiere nicht wie geplant gestalten konnte. Der Programmierer konnte noch nicht mit der Umsetzung der neuen Website beginnen, da er erst mal die Design- und Layoutvorgaben des Grafik- oder Webdesigners braucht. Und das Schreiben des Businessplans dauert am Ende doch länger als gedacht, weil man bei dem ein oder anderen Thema auf unerwartete Probleme oder Ungereimtheiten stößt.
Diese Kette lässt sich vermutlich unendlich lange fortsetzen.
Daher mein Tipp: Planen Sie grundsätzlich bei all Ihren Vorbereitungen einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Ob Sie nun einen Monat früher oder später an den Markt gehen, spielt nur in den wenigsten Fällen eine gravierende Rolle. Nehmen Sie sich lieber ein paar Tage mehr Zeit als dass Sie am Ende mit überhasteten Aktionen und daraus resultierenden Fehlern unter Umständen mehr Zeit vergeuden als mit einer “ruhigen Hand”.

3. Bauen Sie ein fruchtbares Netzwerk auf

Nicht selten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung, ob man ein gutes und fruchtbares Netzwerk besitzt. Daher sollte diesem Punkt eine äußerst hohe Gewichtung beigemessen werden. Und das von Beginn an. Weihen Sie frühzeitig eventuelle Geschäftspartner und Kollegen in Ihre Idee ein und stecken Sie die Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit ab. Dies wird Ihnen (Planungs-)Sicherheit geben und, sofern es die Strukturen hergeben, gleichzeitig weitere Kundengewinnungs- und Vertriebskanäle schaffen, die speziell am Anfang, wenn unter Umständen noch kein eigener Kundenstamm besteht, Gold wert sein können.
Kontaktieren Sie lokal oder regional ansässige Business- und Marketingclubs, und wählen Sie die für Sie passenden aus. Über solche Clubs wird sich Ihr Netzwerk, Ihr Knowhow (durch den Austausch mit Gleichgesinnten sowie regelmäßige Fachvorträge) und hoffentlich auch Ihr Kundenstamm nach und nach mehr aufstocken.
Halten Sie in Business- und sozialen Netzwerken Ausschau nach passenden Gruppen und Personen und verbinden Sie sich mit diesen. Nicht selten entstehen hierdurch weitere gewinnbringende Verknüpfungen. Hierzu zählen zum Beispiel XING und LinkedIn.

4. Schreiben Sie auf jeden Fall einen Businessplan

Viele glauben, ein Businessplan sei nur dann sinnvoll, wenn man bei Geldgebern – sprich Banken, Investoren oder Business Angels – vorsprechen und die Geschäftsidee präsentieren muss. Nach meiner Erfahrung sollte man das aber davon abgekoppelt betrachten. Ein Businessplan ist das Regiebuch für den zukünftigen Spielfilm “Meine Geschäftsidee”, das alle Facetten von der Vision, über den Marketingmix und Zielgruppen bis zur Finanzplanung enthält. Je mehr der Entrepreneur sich in seine Idee hineindenken und Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ausformulieren muss, desto präziser und erfolgsversprechender wird die Umsetzung aussehen. Man wird Sie nachts um 3 Uhr aus dem Schlaf reißen können und Sie werden Ihre Vision in wenigen Worten messerscharf und klar auf den Punkt bringen und jede erdenkliche Frage zu Ihrem Vorhaben beantworten können. Das funktioniert allerdings erst, wenn Sie Ihre Geschäftsidee von vorne bis hinten verinnerlicht haben.
Dieses Verinnerlichen hat noch einen weiteren Pluspunkt. Indem Sie sich so intensiv mit der ganzen Thematik auseinandersetzen werden Sie mehr und mehr an Selbstsicherheit und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln. Genau die richtigen Zutaten für ein erfolgreiches Start-up!

5. Bauen Sie eine innere Stärke auf, und behalten Sie Ihr großes Ziel im Auge

Ob man es glauben mag oder nicht. Ich bin davon überzeugt, dass aller Erfolg oder Misserfolg in erster Linie von dem Inneren eines Menschen in die Wege geleitet wird. Gehe ich beispielsweise mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe heran werde ich diese mit großer Wahrscheinlichkeit zufriedenstellend meistern. Gehe ich hingegen mit Skepsis oder gar Zweifel an eine Sache heran ist ein Misserfolg oder sind zumindest Hürden zu erwarten. Daher kann ich nur empfehlen gleich von Anfang an mit einer positiven und optimistischen inneren Einstellung das Thema Existenzgründung anzugehen. Es ist ganz entscheidend, dass Sie an sich, Ihre Fähigkeiten und natürlich Ihre Geschäftsidee glauben. Denn wer sonst, wenn nicht Sie, soll aus Ihrem zukünftigen Unternehmen einen Erfolg machen? Lassen Sie sich durch Rückschläge oder übermäßige Kritik nicht aus der Ruhe bringen. Dass auf Ihrem Weg Steine liegen würden war anzunehmen oder zumindest nicht auszuschließen. Aber ein Stein ist nur so groß, wie man es selbst zulässt. Konzentrieren Sie sich auf Ihr großes Ziel – Ihre Geschäftsidee – und verinnerlichen Sie sich dieses immer wieder. Lesen Sie ruhig mehrmals Ihren Businessplan durch, denn er enthält all Ihre Gedanken und Visionen, die Sie in der Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Ihr neues Büro ausgestattet sein wird und genießen Sie den Ausblick aus Ihren neuen Räumlichkeiten. Spüren Sie, wie es sich anfühlen wird, wenn Ihnen die ersten Kunden gegenübersitzen und Ihr Angebot unterschreiben werden. Stellen Sie sich vor, wie die Verkaufszahlen Ihrer Produkte von Tag zu Tag steigen werden, und spüren Sie die damit einhergehende Zufriedenheit in Ihnen aufkeimen. Solche Methoden helfen einem auf wunderbare Weise die eigenen Ziele – speziell natürlich das große Ziel – die Geschäftsidee – nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig eine innere Gelassenheit und Stärke zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründungsvorbereitung darstellen.

Können Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Ziele im Moment „fühlen“? Probieren Sie es mal aus – es funktioniert!

the circle of no life

...FUNNY?
...TRUE?
...A BIT OF BOTH?
...

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Liebe(r) Besucher/-in, ich freue mich, Dich hier begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Steven (34) und ich bin der kwerdenkende Autor dieses Blogs. Ich bin bei einer Schweizer Airline verantwortlich fürs Online-Marketing, Gründer der Goldlandung Marketing Consulting und Erfolgsdenker - sowie mit einem guten Schuss englischen Humor mütterlicherseits ausgestattet. Eine Kombination, die mich dazu veranlasst hat diesen Blog aufzusetzen. Ein Blog, der speziell Marketingfans und Selbstständige mit Tipps, Tricks, Trends, eigenen Erfahrungen und Kopfschüttlern - von (Online-)Marketing über Designfragen bis zu den besten und verrücktesten Businessideen - versorgen soll. Und ganz wichtig: die richtige (Erfolgs-)Einstellung und den nötigen Humor an den Tag legen. Ich wünsche viel Spaß und hoffentlich muntere(n) Unterhaltung und Diskussionsstoff!

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