Big Business
Businessidee vorgestellt: E-Commerce à la Speedy Gonzales
Liebe Leser,
heute möchte ich Euch eine nette Geschäftsidee aus der Welt der Gründer vorstellen, die zwar nicht “brandneu” ist, aber doch sehr attraktiv, wie ich meine. E-Commerce à la Speedy Gonzales oder der schnellste Online-Handel der Welt?!
Es geht um das Thema E-Commerce, kombiniert mit einem Lieferservice innerhalb von nur 90 Minuten. Das kann man wohl als zügig bezeichnen. Es ist wohl klar, dass dies nur auf einem – in der Relation betrachtet – kleinen Radius möglich ist. Aber offensichtlich funktioniert es. Das Unternehmen im Bereich, welches ich Euch heute vorstellen möchte, heißt Shutl und bietet seine Dienste auf der Insel, genauer gesagt, London, an und sorgt für eine Lieferung à la Speedy Gonzales.
Doch wie funktioniert das Geschäftsmodell nun im Detail?
Der Online-Shopper kann inzwischen im Online-Shop diverser Händler Shutl als Lieferoption auswählen und hat dann die Möglichkeit zu wählen: Entweder wählt er die Option, dass er die Ware innerhalb von nur 90 Minuten geliefert bekommen möchte. Oder aber er nimmt die Alternative in Anspruch, seine Lieferung zu einem Wunschtermin in der Zukunft in Empfang zu nehmen. Zeitfenster: Eine Stunde. Die Lieferung kann sieben Tage die Woche rund um die Uhr ausgeliefert werden.
Die Lieferung wird, sobald die Bestellung bzw. der Kauf abgeschlossen ist, von einem Kurier (aus Erfahrung ist es anzunehmen, dass es sich bei kleineren Produkten um Fahrradkuriere handelt, die in London immer und überall auf den Straßen zu sehen sind und teilweise Kopf und Kragen riskieren, um die Ware pünktlich zu liefern!) abgeholt und dem Käufer direkt an die Haustür geliefert wird. Ein kleines Bonbon für die Käufer: Diese haben innerhalb der Lieferzeit dank einer GPS-basierten Karte stets die Möglichkeit den Standort der bestellten Ware in Real-Time zu verfolgen. Der Preis für eine Lieferung über Shutl beginnt bei GBP 4,95. Nicht schlecht, wie ich meine, wenn man sich die Zeit der kompletten Abwicklung vor Augen führt, oder? Offensichtlich plant Shutl eine Expansion seiner Dienste – allen voran auf der Insel, später dann auch international.
Ich hätte nichts dagegen, wenn auch ich früher oder später mal die Lieferung einer Online-Bestellung innerhalb nur einer Stunde an meiner Haustür entgegennehmen könnte. Selbstverständlich bekomme ich diese dann von einem der legendären Fahrradkuriere überreicht!
Nutzung des Internets zum weltweiten Unternehmensaufbau
Liebe Leser,
heute gibt es Folgendes zu lesen:
Ein Gastbeitrag über Christian Arno, seine erfolgreiche Gründung von Lingo24, dem internationalen Übersetzungsbüro, und dem Erfolgspotential bei Geschäften über das Internet. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Mischung aus Expertentipps, Auszug aus einer Erfolgsstory auf dem Feld der Gründerwelt, verknüpft mit ein paar interessanten Tipps und Tricks, wie man das Internet für den Geschäftsaufbau nutzbar machen kann.
Unmittelbar nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums in Oxford in den Fächern Französisch und Italienisch gründete Christian Arno das Online-Übersetzungsunternehmen Lingo24 im zarten Alter von 22 Jahren. Aus einem Zwei-Mann-Betrieb im Gästezimmer seines Elternhauses machte er in nur acht Jahren ein preisgekröntes internationales Unternehmen mit einem Umsatz von £3,65 Millionen. Das Internet bezeichnet er als äußerst hilfreich für seinen Erfolg:
„Ich lebte in Aberdeen, einer zwar internationalen, aber kleinen Stadt, und ich kannte mich im Wirtschaftsleben nicht aus. Erst als mir klar wurde, wie Internet-Marketing funktioniert, begann mein Geschäft wirklich zu blühen.“
Christian Arno gibt Hinweise und Tipps, wie Sie Ihren eigenen Erfolgskurs ins Rollen bringen.
Suchen Sie nach einer Marktlücke
Der beste Weg, um zum ersten Anbieter auf Ihrem Gebiet zu werden, besteht darin, einen Markt zu finden, in dem es wenig oder überhaupt keine Konkurrenz gibt.
Arno erinnert sich: „Der Grundgedanke hinter Lingo24 – Internet-Technologien zu nutzen, um den Übersetzungsprozess effizienter zu gestalten – erschien damals einfach als offensichtliche Lösung. Bestehende Übersetzungsunternehmen nutzten dies jedoch nicht zu ihrem Vorteil. “
Online gehen bedeutet weltweit agieren
Lingo24 war das erste Übersetzungsunternehmen, das sich ausschließlich online vermarktete. Dies bedeutete, dass das Unternehmen in der Lage war, ohne hohe Betriebskosten zu expandieren und seinen Kunden Preise anzubieten, die bis zu 30 Prozent unter denen seiner Wettbewerber lagen.
Das wirklich Tolle am Internet ist natürlich die Möglichkeit, potenzielle Kunden in der ganzen Welt einfach durch Anklicken zu erreichen. Lingo24 hat mittlerweile Kunden in mehr als 60 Ländern, und dank der Tatsache, dass das Unternehmen Schwellenländer in Übersee gezielt ansprechen kann, war es vor dem Schlimmsten der derzeitig das Vereinigte Königreich beherrschenden, finanziell gedrückten Stimmung geschützt.
Machen Sie Ihre Hausaufgaben
Investieren Sie etwas Zeit in das Recherchieren, welche Ihre Zielmärkte sind und wo Sie sich befinden. Arno räumt ein, dass er in den ersten Jahren eine Menge Geld ausgab, um „Werbeanzeigen zu finanzieren, von denen ich mir versprach, dass sie mir wie durch Zauberei Geschäfte einbringen würden, ohne überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden, wo eigentlich mein Zielmarkt war.“
Er warnt: „Es ist wichtig, keine Unsummen für etwas auszugeben, ohne die Ergebnisse zu kennen, die sich damit erzielen lassen. Gehen Sie es zunächst langsam an – lernen Sie Ihren Markt kennen und sprechen Sie mit anderen, die bereits Erfolg haben, bevor Sie zu viel investieren. “
Lokalisieren Sie Ihre Website
Arno ist ein begeisterter Befürworter der Website-Lokalisierung, und im Lauf der Jahre hat Lingo24 diese Methode dazu verwendet, unzähligen anderen Unternehmen dabei zu helfen, international zu wachsen.
„Die Mehrzahl der Texte im Internet liegt auf Englisch vor, und dennoch ist Englisch für die meisten Internetbenutzer der Welt nicht deren Muttersprache. Hier gibt es also eine klare Lücke“, erläutert er. „Ich habe die wichtigen Suchbegriffe recherchiert, die von Kunden in ihrer jeweiligen Region verwendet werden, und habe diese in die übersetzten Websites integriert. Weil es in keinem anderen Markt eine solche Sättigung gibt wie im englischsprachigen, stellte ich fest, dass wir in ausländischen Suchmaschinen-Rankings sehr rasch stiegen.“
Sie sollten sowohl dafür sorgen, dass Sie die für Ihren Zielmarkt effizientesten Keywords verwenden, als auch in einen vor Ort befindlichen Server und eine Top-Level-Domain mit dem entsprechenden Ländercode-Namen für Ihre lokalisierten Websites investieren und die Design-Merkmale erfolgreicher Websites in Ihren Zielländern eingehend untersuchen.
Machen Sie das Beste aus Webtools
Heutigen Absatzexperten steht ein wahres Arsenal an Widgets und Anwendungen online zur Verfügung, von Suchmaschinenoptimierung (SEO) über Pay-per-Click-Werbung (PPC) bis hin zu Websites sozialer Medien, wie beispielsweise Facebook und Twitter.
„Das Internet war für den Erfolg von Lingo24 entscheidend, und auch heute noch ist direktes Online-Marketing noch immer unser leistungsfähigstes Tool“, stellt Arno fest. „Nachdem ich SEO und Google AdWords entdeckt hatte, gab es kein Zurück. PPC erlaubte mir, Methoden des Online-Marketings für sehr wenig Geld auszutesten – ich konnte mein monatliches Budget zu einem Nominalwert festsetzen, was mir ermöglichte, die Effizienz abzuschätzen, ohne meinen gesamten Marketingetat zu verpulvern. Und wie sich herausstellte, haben wir dadurch viele Kunden gewonnen.“
Verlieren Sie nicht das Wesentliche aus den Augen
Es war nicht immer nur einfach für Lingo24. Es gab eine düstere Phase, in der das Unternehmen in den Google-Rankings beinah in Vergessenheit geriet, was darauf hindeutete, dass das Geschäft mäßig lief. Arno war gezwungen, einige Mitarbeiter zu entlassen.
„Wahrscheinlich lag es daran, dass sich die Suchmaschinen-Algorithmen von Google geändert hatten“, sagt Arno. „Ich habe gelernt, dass man, um bei Google ein hohes Ranking zu erzielen, am besten nicht versuchen sollte, zu raffiniert vorzugehen. Bauen Sie enge Beziehungen zu relevanten Branchenpartnern auf, bieten Sie an, im Tausch gegen Links durch Artikel zu deren Blogs beizutragen und sorgen Sie dafür, dass Ihre eigene Website immer up to date ist. Es gibt keinen Ersatz für neue Inhalte, und Google lässt sich nicht an der Nase herumführen.“
Lingo24 hat mittlerweile eigens dafür bestimmte Online-Marketing-Teams für mehrere Sprachen, die die Suchmaschinen in ihren relevanten Ländern genau im Auge behalten, um sicherzustellen, dass so eine Situation nicht wieder auftritt.
Und angesichts eines erwarteten Umsatzes von mehr als £5 Millionen in diesem Jahr machen sie ihre Sache gründlich.
Artikel verfasst von: Lingo24, internationales Übersetzungsbüro, das unter Einsatz von Online-Marketing-Strategien heute Kunden in über 60 Ländern auf vier Kontinenten erreicht.
Gewitztes Stadtmarketing: Individuelle Touristen-Souvenirs statt billiger Massenware
Stadtmarketing der besonderen Art: Das Touristenstädtchen Rivello im Süden Italiens geht im Bereich der Touristen-Souvenirs komplett neue Wege und möchte seinen Touristen in Zukunft nicht mehr ausschließlich die üblichen Massenprodukte anbieten, die nicht selten nicht einmal in Rivello oder Umgebung gefertigt wurden.
Statt dessen möchte Rivello 149 Künstler und Designer in seine Stadt lotsen, um dort vor Ort individuelle Souvenirs anzufertigen und anschließend zu verkaufen.
Über die Website Unconventionall Holiday Market lockt Rivello internationale Künstler und Designer mit einem verlockenden Angebot: die Kreativen können zwischen Juli und August 2010 für den Preis von EUR 90 pro Woche Unterkunft und Verpflegung in Anspruch nehmen. Die Länge des Aufenthalts können die Künstler ab einer Woche aufwärts selbst bestimmen. Im “Gegenzug” können sie die wunderschöne Gegend um Rivello als Urlaubsdomizil nutzen.
Die Organisatoren des Marktes erhoffen sich, dass Künstler und Designer den Tag über die wunderschöne Gegend in und um Rivello erkunden und die Strände genießen, bis sie schließlich abends zurück nach Rivello kommen, um ihre individuellen Kunstartikel auszustellen und zu verkaufen – auch als Gegenpol zu den herkömmlichen Touristen-Souvenirs vom Fließband.
Das Konzept ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie eine Stadt mit recht einfachen Mitteln ein effektives Stadtmarketing aufbauen kann, indem ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen wird, welches gleichzeitig die Bekanntheit, das Image und langfristig unter Umständen sogar die Wirtschaft (vor allem den Einzelhandel und Tourismus) stärken kann.
Das einzigartige Konzept wurde von der Agentur Unconventionall entwickelt, welche noch bis einschließlich 10. Juni 2010 Anmeldungen von interessierten Künstlern und Designern akzeptiert.
Also, liebe Künstler, Designer und Kreative – wer noch keinen Urlaub geplant hat und nebenbei noch etwas für die Urlaubskasse machen möchte – das ist die Chance!
Businessidee vorgestellt: Reiseveranstaltungen für Langschläfer
Was würden nicht viele dafür geben im wohlverdienten Urlaub einfach mal etwas länger liegen bleiben zu können ohne gleich jede Reiseführung verpassen zu müssen. Zu oft hört man stattdessen von der Reiseleitung, dass der morgige Ausflug bereits um 7.30 Uhr losgeht und man sieht sich schon wieder die ersten zwei Stunden der Tour mit schwarzen, tiefen Augenringen schlafwandelnd zu einer weiteren phänomenalen (aber leider zu dem jetzigen Zeitpunkt völlig unpassenden) Sehenswürdigkeit aufbrechen. Und gerne wird dann von irgendeinem Schlaumeier auf der Fahrt dorthin hinterhergeschoben, dass schließlich nur der frühe Vogel den Wurm fängt. Am Ende der “Tortur” kommt man dann zwar mit unzähligen weiteren kulturellen Höhepunkten und Erkenntnissen aus dem Urlaub zurück und das Gehirn schnappt vor Eindrücken schier über. Gleichzeitig hat man aber das Gefühl, dass man jetzt erst recht einen Urlaub vertragen könnte, denn Erholung – nein Erholung – war der Reisemarathon mit Sicherheit nicht.
Soll so der wohlverdiente Urlaub ausschauen? Geht das denn nicht irgendwie auch anders? Ja, es geht, denn es gibt nun eine hochinteressante Alternative.
Kaum zu glauben, dass in der zugekleisterten Welt des Reisen tatsächlich noch ein Nischenmarkt zu finden ist, aber Executive Tours International machen es vor, denn sie bieten Reisen speziell für Diejenige, die im Urlaub gerne mal etwas länger liegen bleiben. Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien bietet aktuell eine Serie an Reisen an, die sie “Crack of Noon Tours” getauft haben. Die Reisen gehen unter anderem für 10-14 Tage nach Frankreich und Italien. Das Besondere daran: Keine der angebotenen Touren und Ausflüge vor Ort beginnen vor 12 Uhr Mittag! Der Ansatz der Executive Tours International ist so simpel wie einleuchtend. Reisen und Touren sollen Spaß machen. Und das geht nur, wenn die Urlauber auch wirklich ausgeschlafen und entpannt sind. Das Ganze bekommt zudem noch einen etwas individuelleren Charakter, indem nur eine begrenzte Teilnehmerzahl von 24 Personen zugelassen ist. Preislich liegen die Reisen zwischen USD 3.200 und USD 3.400. Für alle Interessenten sei gesagt, dass die nächsten Touren für Herbst 2010 geplant sind.
Jetzt werden sicherlich nicht Wenige fragen: “Und wann kommt mein Chef endlich auf die Idee das Büro nicht vor 11 Uhr zu öffnen?”. Ich denke, da muss dann doch noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden! In diesem Sinne ein schönes Wochenende und morgen erst mal richtig ausschlafen!
Fällt das T-Mobile-Monopol für Apples iPhone früher als erwartet?
Laut einem Zeitungsbericht in The Wall Street Journal (WSJ) plant Apple in den USA in der Zukunft zweigleisig zu fahren. Apple möchte offensichtlich nicht mehr ausschließlich über den Exklusivpartner AT&T seine iPhones verkaufen, sondern ein weiteres neues Modell parallel über den Mobilfunkanbieter Verizon Wireless vertreiben. Was in UK und Frankreich bereits längst geschehen ist, wird jetzt also wie es scheint, auch bei den Nordamerikanern Realität. Damit wäre die Exklusivvermarktung Geschichte und würde AT&T mit Sicherheit größte Bauschmerzen bereiten. Aktuell hält AT&T laut WSJ in den USA mehr als 43% aller Smartphone-Kunden, wohingegen Verizon Wireless 23% bedient. Das würde sich aber mit der Auflösung der Exklusivvereinbarung höchst wahrscheinlich deutlich verschieben.
Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, was die Konsequenz wäre, würde Apple mit seinem iPhone dasselbe in Deutschland machen. Der Verkauf des iPhones würde abheben wie eine Concorde, wohingegen der Umsatz bei T-Mobile einbrechen würde wie das Kölner Stadtarchiv. Am Ende wäre der Verbraucher der Gewinner, da die iPhone-Pakete wohl deutlich an Attraktivität gewinnen würden im Vergleich zu den aktuellen Tarifen bei T-Mobile.
Also, auf geht’s, Steve – iPhones für das deutsche Proletariat!
Amazon legt Händlern “faules” Ei ins Osternest
Laut einem Bericht in der neuesten Ausgabe der Internet World Business plant Amazon Änderungen bei der Preisstruktur für Händler. Diese sieht in der Zukunft vor, dass Händler ihre Angebote über den Amazon-Marketplace entweder genauso günstig oder günstiger als über andere Vertriebskanäle anbieten müssen. Hierzu zählt auch der eigene Webshop eines Verkäufers. Die einzige Ausnahme sind stationäre Ladengeschäfte. Amazon rechnet durch diesen Schritt offenbar mit einem Kunden- und Umsatzzuwachs. Ob das tatsächlich so sein wird bleibt abzuwarten, denn laut einer Umfrage des Marketplace-Mitbewerbers Hitwise wollen 45 Prozent der 100 befragten Händler ihre Angebote reduzieren oder sogar löschen.
Na dann mal frohe Ostern, Amazon!
Freiberufler aufgepasst! Stolperstein “Scheinselbständigkeit”
Aber nicht nur Freiberufler, sondern auch die Unternehmen, die Aufträge an Berater oder Projektmanager vergeben, sollten vor Vertragsunterzeichnung sicherstellen, dass keine Scheinselbständigkeit ausgelegt werden kann. Die Frage nun: was muss ein Vertrag zwischen Unternehmen und Freiberufler enthalten, um diesen Stolperstein umgehen zu können? Nachfolgend eine Zusammenfassung eines SZ-Interviews mit Michael Krekels, Rechtsanwalt beim Verband Die Führungskräfte in Köln vom 13./14. März 2010:
Der Vertrag zwischen Unternehmen und Freiberufler muss im Detail enthalten, wie die Dienste festgelegt sind. Es darf kein Arbeitsverhältnis bestehen, und das Unternehmen darf keine Steuern für den Freiberufler übernehmen. Ebenso spricht bezahlter Urlaub für ein Angestelltenverhältnis und nicht für ein freiberufliches Engagement.
Es darf keine Weisungsbefugnis vorliegen. Der freiberufliche Mitarbeiter ist zeitlich, örtlich und fachlich weisungsfrei. Bei Freiberuflern sollten die Alarmglocken klingeln, wenn als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit eine ausschließliche Tätigkeit bei dem jeweiligen Unternehmen vor Ort genannt wird. Den Großteil der Woche sollte er von seinem eigenen Büro aus die Leistung erbringen können.
Der Freiberufler trägt außerdem in gewisser Weise ein unternehmerisches Risiko und muss unter Umständen eigenes Kapital einsetzen, um die Dienstleistung zu erbringen. Darüber hinaus sollte der freiberufliche Mitarbeiter darauf achten, dass im Vertrag explizit erwähnt wird, dass er über das Engagement hinaus auch für andere Auftraggeber tätig sein darf.
Die Folgen einer Scheinselbständigkeit können sowohl für den Freiberufler als auch für das Unternehmen in Form von nachträglichen steuerlichen Forderungen, Sozialversicherungsbeiträgen und rückwirkende Urlaubsansprüche teuer werden.
Deshalb gilt: erst von einem Rechtsberater und/ oder Steuerberater beraten lassen, bevor man einen Vertrag zu einer feriberuflichen Tätigkeit unterzeichnet.
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