Liebe Leser,
als Existenzgründer und Selbstständiger steht man gerade zu Beginn vor der grundlegenden Frage: Welche Versicherung(en) brauche ich, welche machen Sinn und welche machen keinen Sinn bzw. sind erst mal nicht dringend notwendig? Und wie sieht es im Speziellen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung aus?
Stellen wir uns das folgende Szenario vor: Der selbstständige Herr Meier arbeitet als Marketingberater und ist zu 80% an seinen Schreibtisch “gefesselt”. Die restliche Zeit ist er unterwegs um Kunden zu besuchen, Vorträge vor Fachpublikum und Studenten zu halten und um sonstige Dinge für sein Unternehmen abzuwickeln. Als ihn sein Versicherungsberater zu Beginn seiner selbststständigen Tätigkeit auf das Thema Berufsunfähigkeit und Berufsunfähigkeitsversicherung anspricht, winkt er gleich ab. So etwas brauche er nicht. Für ihn sei das “rausgeschmissenes Geld”. Er wolle sich nicht, wie so viele andere “zu Tode versichern” und außerdem sei eine BU für ihn überflüssig, da er ja ohnehin fast ausschließlich von zuhause aus per PC und Telefon arbeiten würde. Punkt. Diskussion erledigt. Zwei Jahre später wird Herr Meier mit einem massiven Burn-Out-Syndrom in die Klinik eingeliefert und muss über mehrere Wochen stationär behandelt werden. Bereits gegen Ende dieser Leidenszeit steht für die behandelnden Ärzte und Therapeuten fest: Herr Meier wird nie wieder zu 100% belastbar sein. Er steht wie aus heiterem Himmel von heute auf morgen ohne regelmäßiges Einkommen da. Und ein Rettungssschirm in Form einer BU gibt es bekanntlich nicht, da er sich, wie bereits bekannt, in der Vergangenheit dagegen entschieden hat.
Das fiktive Szenario des Herr Meier zeigt deutlich: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Existenzgründer, Freiberufler und Selbstständige ist eigentlich unabdingbar. Ich selbst habe auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu Beginn meiner Selbstständigkeit abgeschlossen, auch wenn ich primär im Büro per Rechner und Telefon arbeite. Hierzu habe ich mich im ersten Step von einer “Vertrauensperson”, die sich auf diesem Gebiet auskennt, beraten lassen. Auf was ist zu achten? Welche Tarife sind zu empfehlen? Über welchen Betrag sollte ich die Berufsunfähigkeitsversicherung mindestens abschließen? Wann greift die BU und wann nicht? Gleichzeitig sollte man auf jeden Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung im Test unter die Lupe nehmen, d.h. unterschiedliche Anbieter und Tarife vergleichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Unterschiede es gibt und welche Angebote für einen selbst in Frage kommen. Hat man sich dann einmal für ein Angebot bzw. einen Auszahlungsbetrag für den Fall der BU entschieden, kann man die Zukunft als Selbstständiger doch wieder einen Schritt gelassener angehen, zumindest ging es mir so. Und sollte man mit der Zeit feststellen, dass man gerne den eigenen Tarif ändern möchte, sollte man problemlos in der Lage sein, diesen anzupassen oder gar zu kündigen.
Alles in allem kann ich jedem Selbstständigen nur empfehlen sich hinsichtlich einer Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken zu machen. Denn wie heißt es so schön: “Am Ende ist man immer klüger.” Darauf sollte man es beim Thema Gesundheit besser nicht drauf ankommen lassen.






















Gerade für Berufe mit hoher körperlicher Betätigung erfordern fast zwingend eine BU – so meine Meinung. Also Köche, Transportfahrer etc..